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Aktuelles - Südtiroler Milch - Sennereiverband

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01. Juni 2017
Das Beste von der Milch

Südtiroler Milchhöfe präsentierten ihre Qualitätsprodukte

Frische Südtiroler Milch, Joghurt, Käse und andere Köstlichkeiten: Zum Internationalen Tag der Milch am 1. Juni fand in den neun Südtiroler Milchhöfen eine Aktion statt, bei der Qualität und Vielfältigkeit der Milch im Mittelpunkt standen.

Der internationale Tag der Milch wurde von der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband ins Leben gerufen und wird in über 30 Ländern begangen – heuer bereits zum 60. Mal. Er bewirbt den Milchkonsum auf internationaler Ebene.
Milch und Milchprodukte sind nämlich gesund – und das nicht nur wegen der Proteine und Vitamine: Während Milchzucker dem Körper Energie liefert, stärkt Kalzium Knochen und Zähne.

Aus vielen Südtiroler Haushalten sind sie nicht wegzudenken – die schmackhaften Milchprodukte mit Qualitätszeichen Südtirol. Am 1. Juni, dem Internationalen Tag der Milch, rücken die Südtiroler Milchhöfe in Zusammenarbeit mit dem Sennereiverband und IDM diese regionalen Kostbarkeiten ins Rampenlicht: In den Geschäften der Milchhöfe fand für alle Interessierten kostenlose Produktverkostungen statt. Dabei präsentierte jeder Verkaufspunkt ein spezielles Südtiroler Milchprodukt mit Qualitätszeichen. Milchbotschafterinnen, das sind speziell geschulte Bäuerinnen, haben die Besucher empfangen und Auskunft über die Qualitätsprodukte gegeben. Abschließend gab es für alle ein kleines, schmackhaftes Geschenk.

„Der Internationale Tag der Milch ist eine gute Gelegenheit, sich vor Augen zu halten, welche Bedeutung die Milchwirtschaft für das ganze Land hat“, sagt Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol. In diesem Sinne soll die Aktion auf die nachhaltige Milchproduktion in den bäuerlichen Familienbetrieben und Milchhöfe aufmerksam machen und den bewussten Konsum fördern. „Milch schafft einen Mehrwert. Sie ist ein wichtiger Baustein einer gesunden Ernährung, Wirtschaftsmotor sowie Basis für den Erhalt einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft“, so Kaser. Jährlich werden in Südtirol knapp 380 Millionen Liter Milch produziert. Ein durchschnittlicher Jahresumsatz von 460 Millionen Euro unterstreicht die Milchproduktion als entscheidenden Faktor der Berglandwirtschaft.

Vor allem betont die Initiative zum Tag der Milch die große Vielfalt der Qualitätsprodukte: Nicht nur Milch, sondern auch Sahne, Joghurt, Butter, Quark, Mascarpone, Ricotta, Mozzarella und zahlreiche weitere Käsevariationen gehören dazu. Für die Wertigkeit dieser vielseitigen Milch steht das Qualitätszeichen Südtirol: Dieses garantiert ihre Herkunft von Südtiroler Bauernhöfen, wo Milchkühe artgerecht gehalten werden und auf ihre Gesundheit geachtet wird. Die absolut gentechnikfrei produzierte Milch stammt von ca. 5.000 bäuerlichen Familienbetrieben, welche 365 Tage im Jahr den Rohstoff frisch zu den Milchhöfen des Landes liefern. Die Milch gelang also innerhalb von 24 Stunden ins Kühlregal und ist verkaufsbereit.

An der Milchaktion am 1. Juni nahmen folgende Milchhöfe teil: Mila in Bozen und Bruneck, Milchhof Brixen-Brimi in Vahrn, die Milchhöfe Meran und Sterzing, die Sennerei Drei Zinnen in Toblach und Innichen, die Sennereien von Algund und Burgeis, die Psairer Bergkäserei in St. Martin in Passeier und die Käserei Sexten. Die Molkereigeschäfte in Sexten und Innichen sowie einer der Sterzinger Shops sind zwar zu klein für die Verkostung, hielten aber dennoch für jeden Gast eine kleine Überraschung bereit.

 

01. Juni 2017
Il Cucchiaio Argento kocht mit Südtiroler Milchprodukten

Eine Kooperation mit weitreichenden Genuss-Folgen im World Wide Web
Vom 15. Mai bis 18. Juni können sich jene Hobbyköche und Genießer überzeugen, die sich regelmäßig von den überlieferten, kreativen und teils exotischen Kochrezepten auf der Webseite www.chucchiaio.it inspirieren lassen: Unter „Speciali“ bekommen die Südtiroler Milchprodukte mit dem Qualitätszeichen Südtirol für insgesamt fünf Wochen eine viel beachtete Bühne geboten, auf der sie ihre cremig-frischen Qualitäten als Zutat unter Beweis stellen.

Dabei wird jede Woche ein anderes Produkt und seine Weiterverwendung in der Küche vorgestellt.
 
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19. Mai 2017
Pressekonferenz in Mailand

Am 17. Mai präsentierten die fünf Südtiroler Milchhöfe Mila, Brimi, Sterzing, Meran und Drei Zinnen, ihre neuesten Produkte bei einer Pressekonferenz in Mailand.

Die rund 50 Journalisten und Medienvertreter konnten sich quer durch Südtirols Milchprodukte kosten: spezielle Joghurtsorten, leckere Heumilch - Mozzarella, sowie Ricotta und auch neue Käsesorten durften dabei natürlich nicht fehlen. Küchenmeister Tobias Pardeller vom Hotel Restaurant Pardeller in Welschnofen kreierte dazu köstliche Häppchen und kleine Gerichte aus Milchprodukten mit Qualitätszeichen Südtirol.

09. Mai 2017
Jogustival - Das Fest für 40 Jahre Mila Joghurt im urigen Sarntal

Am Wochenende vom 9., 10. und 11. Juni 2017 wird das Sarntal im Zeichen des Mila-Joghurts stehen.

Für Speis, Trank, Musik und buntem Rahmenprogramm für Jung und Alt ist bestens gesorgt. Feiern wo die Milch veredelt wird? Besser noch...dort feiern wo die Milch herkommt. Das urige Sarntal ist eines von 10 Südtiroler Mila-Milchsammelgebieten. Die Genossenschaft zählt hier 185 Mitgliedsbauern. Südtirol weit 2.600 Bergbauernfamilien. Die Milch wird in zwei Werken zu feinsten Produkten veredelt. Das Produkt Joghurt ist dabei eine tragende Säule.

Diese Veranstaltung wird in enger Zusammenarbeit mit der Gruppe mirSarner organisiert, die sektorübergreifend über 140 Sarner Qualitätsbetriebe aus den Bereichen Handwerk und Industrie, Handel und Dienstleistung, Tourismus/Gastronomie und Landwirtschaft vereint.

Für weitere Informationen: www.jogustival.it

28. April 2017
Vollversammlung des Sennereiverbandes 2017

Kaum einmal hat das Bild eines stabilen Dampfers in rauer See so gepasst, wie zum Südtiroler Milchwirtschaftsjahr 2016. Seit dem Wegfall der EU-Milchquotenregelung und steigenden Produktionsmengen auch außerhalb Europas herrscht global ein Überangebot.

Einen leichten Anstieg der Anlieferungsmenge um 3,6 Prozent auf 392,1 Millionen Kilogramm hat es im vergangenen Jahr auch in Südtirol gegeben. Trotz dieses Plus konnte der Auszahlungspreis mit im Schnitt 49,98 Cent pro Kilogramm Milch aber nahezu stabil gehalten werden.

 Trotz aller Zukunftssorgen hat man im vergangenen Jahr beim Sennereiverband nicht nur nach vorn, sondern auch zurückgeblickt. Am 7. November 2016 konnte der Verband seinen 70. Geburtstag feiern, und zwar in Anwesenheit der Spitzen von Verband, Milchhöfen und Sennereien, von politischen Vertretern, Zeitzeugen und Wegbegleitern.

Dabei ist die Qualitätssicherung der Hauptaufgabenbereich des Verbandes. Mit 761.518 entlang der gesamten Produktionskette gezogenen Proben wurde der Wert von 2015 um ganze 10.000 übertroffen, insgesamt wurden mehr als fünf Millionen Einzelanalysen durchgeführt, damit die Milchqualität nicht nur stimmt, sondern auch gegenüber den Abnehmern nachgewiesen werden kann.

Weil Qualität das nach wie vor beste Argument auf den Märkten ist, legen Sennereiverband und Milchhöfe größten Wert auf bestmögliche Rohmilch und fördern diese nicht zuletzt durch eine Koppelung des Milchgeldes an die Qualitätsparameter der gelieferten Milch. Dieses System macht es zudem möglich, den Lieferanten mit der besten Milch Südtirols zu küren. In diesem Jahr ist dies Thomas Steger vom 1385 Meter hoch gelegenen Felderhof in St. Peter im Ahrntal, in dessen Stall acht Fleckvieh-Kühe und zwölf Stück Jungvieh stehen. Seinen Hof bewirtschaftet Steger mit seiner Frau Verena und den Kindern Magdalena (10) und Franziska (7) sowie mit Mutter Anna und deren Lebenspartner Josef. Für den Landesbesten ist das Geheimnis von Südtirols bester Milch eigentlich gar keines: Fleiß und das richtige Futter nennt er als wichtigste Zutaten und seine Mutter Anna fügt hinzu: „Man muss im Stall und auf dem Feld alles zur richtigen Zeit machen, man muss Glück haben und das Wichtigste ist: man muss Freude an der Arbeit haben.“

vollversammlung 17 big

07. Februar 2017
Rosina ist Südtirolerin des Tages

Am 2. Februar wurde Rosina Kuen aus Kuens vom Radiosender Südtirol1 zur Südtirolerin des Tages gekürt. Die engagierte Bäuerin ist eine von zehn Milchbotschafterinnen, die im Rahmen des Milchprojektes in den Grundschulen unterwegs waren, um den Kindern alles Wissenswerte rund um das Thema Milch praxisnahe beizubringen. Warum hat der Käse Löcher und was ist eine Kälbertränke? Diese und andere spannende Fragen rund um die Milch und das Leben auf einem Bauernhof beschäftigten rund 4250 Drittklässler in 300 Klassen.

 

Den Beitrag dazu gibt es hier zum Nachhören.

27. Dezember 2016
10. Südtiroler Berglandwirtschaftstagung

Am Freitag, 13. Jänner 2017 sind alle Bergbauern und Interessierte zum 10. Jubiläum der alljährlichen Südtiroler Berglandwirtschaftstagung im Forum Brixen eingeladen. Die Tagung beginnt um 09.00 Uhr, der Abschluss ist um 12.30 Uhr mit reichhaltigem Bauernbuffet vorgesehen.

An einem Tag Wissen, Informationen und Erfahrungen sammeln - rund um das Thema „weidebasierte Milchproduktion“.

Eröffnet wird die Tagung vom Südtiroler Landesrat für Landwirtschaft Arnold Schuler.

Im Anschluss daran wird der Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Herbert Dorfmann, aktuelle Informationen über den EU- Milchmarkt einbringen. Anschließend folgen Vorträge von hochkarätigen externen Referenten, welche für das 10. Jubiläum gewonnen werden konnten. Dass eine Weide modern und innovativ sein kann, präsentiert Andreas Steinwidder von der Forschungsanstalt Raumberg Gumpenstein, mit der Frage, welcher Kuhtyp zur Weide passt, beschäftigt sich Werner J. Zollitsch (BOKU Wien) anschließend. Die Problematik des Parasitenbefalls in der Weiderinderhaltung wird von Hubertus Hertzberg (Universität Zürich) aufgezeigt, bevor Pius Hofstetter (Kanton Luzern) dann noch über die Unterschiede zwischen Stall- und Weidehaltung referiert. Wie eine Weidewirtschaft tatsächlich in der Praxis funktioniert, wird uns der Toblacher Landwirt, Paul Peter Mutschlechner, berichten.

In der darauffolgenden Diskussionsrunde stellen sich die oben genannten Referenten den Fragen der Tagungsteilnehmer.

Zum Abschluss der Tagung können sich die Besucher bei einem Bauernbuffet stärken.

Die Teilnahme ist kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

25. November 2016
Schulprojekt: Warum kocht die Milch über?

Die Milchbotschafterinnen stehen interessierten Schülern Rede und Antwort beim Schulprojekt der Südtiroler Milch.

Von November bis Februar erfährt der Unterricht in rund 300 Südtiroler Grundschulklassen eine ungewohnte Wendung: Insgesamt elf Milchbotschafterinnen besuchen die Drittklässler, um ihnen die faszinierende Welt der Südtiroler Milch näher zu bringen – und zwar auf interaktive und spielerische Art und Weise.

Das Thema „Milch“ wird eng mit den Erfahrungen aus dem Alltag des Kindes verknüpft. So hat jedes Kind schon mal miterlebt, wie Milch überkocht oder Käse mit Löchern betrachtet. Die Milchbotschafterinnen knüpfen an dieses Wissen an und animieren die Kinder mit darauf abgestimmten Fragen zum Nachdenken. Das mitgebrachte Anschauungsmaterial, wie duftendes Heu oder eine Kälbertränke, machen die Informationen noch greifbarer.

„Uns ist es auch wichtig, dass die Milchbäuerinnen von ihrem Alltag erzählen können und berichten können wieviel Kühe sie haben und was sie aus der Milch gewinnen. Deshalb sind alle Botschafterinnen auch wirkliche Milchbäuerinnen“, betont Samantha Endrizzi vom Sennereiverband Südtirol, welcher das Schulprojekt bereits zum neunten Mal realisiert und seit 2010 in Kooperation mit der IDM Südtirol umsetzt.

17. November 2016
13. Internationale Käsiade in Tirol - Südtiroler Milchwirtschaft mehrfach ausgezeichnet

4 mal Gold, 6 mal Silber und 5 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 13. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Über 500 Produkte aus acht Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und der Südtiroler Butter überzeugte die Fachjury.

Käsiade 16 Südtirol Gewinner 01 Die internationale Käsiade ist ein Wettbewerb für Käsespezialitäten aus dem In- und Ausland und wird alle zwei Jahre vom Verband der Käserei- und Molkereifachleute veranstaltet. Daneben gibt es auch noch einen Butterwettbewerb. Die Beurteilung erfolgt durch eine international besetzte Fachjury, wobei das wichtigste Kriterium in der Bewertung der Geschmack ist.

Mit 15 Medaillen konnten die Vertreter der Südtiroler Milchhöfe und die Direktvermarkter die Heimreise aus Tirol antreten. Die Käsiade hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass die Südtiroler Milchwirtschaft den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. „Die Herstellung von Käse und Butter ist ein Handwerk, das jahrelange Erfahrung braucht, um echte Perfektion zu erreichen. Bei unserem Käse legt der Käsemeister noch persönlich Hand an. Jeder unserer Käse hat seine Persönlichkeit und ist ein Einzelstück, keine Massenware. Wir freuen uns, dass die Südtiroler Molkereimeister mit ihren Spezialitäten ganz vorne dabei sind. Das zeugt von ihrer Kompetenz und von ihrer Leidenschaft zum Produkt“, so Joachim Reinalter der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.

Medaillenspiegel

GOLD SILBER BRONZE
Milchhof Brixen Brimi
Brimi Mozzarella Bocconcini 200 g Schale
Brimi Mozzarella 125 g Beutel

Bergmilch Südtirol
Mascarpone Mila
Gran Spicchio Mila
Milchhof Brixen
Brimi Mozzarella laktosefrei Kugel
Brimi Ricotta Bio 200 g

Bergmilch Südtirol
Alta Badia

Sennerei Drei Zinnen
Schnittkäse mit Naturrinde

Sennerei Algund
Algunder Ziegenbutter

Christian Ennemoser Seppner-Hof-Käserei
Pfelderer Bergkäse würzig
Bergmilch Südtirol
Dolomitenkönig

Sennerei Drei Zinnen
Schnittkäse mit Paprikamischung

Sennerei Algund
Algunder Butter

Familie Lambert Weitlaner Neuhaus-Hof Ahornach
Kräuterkäse
Butterkäse
09. November 2016
Trailer: Geschichte und Gegenwart der Milchwirtschaft in Südtirol

Der Film „Geschichte und Gegenwart der Milchwirtschaft in Südtirol“ von Stefan Nicolini feiert am kommenden Montag, 14. November, um 20.20 Uhr auf RAI Südtirol seine Premiere.


07. November 2016
Sennereiverband Südtirol feiert 70. Geburtstag

Mit hochkarätigen Gästen, darunter Landeshauptmann Arno Kompatscher, und einer ganzen Reihe von Zeitzeugen und Wegbegleitern hat der Sennereiverband Südtirol heute in Bozen seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Am 7. November 1946 war der Sennereiverband Südtirol von Genossenschaften aus dem ganzen Land aus der Taufe gehoben worden, und zwar im Hotel Stiegl in Bozen. Es ist demnach kein Zufall, dass sich der Verband denselben Ort ausgesucht hat, um auf seine 70-jährige Geschichte zurückzublicken.

Der Sennereiverbands-Obmann Joachim Reinalter hob heute vor allem die historische Tragweite der Entscheidung vor 70 Jahren hervor. Die Ausgangssituation sei damals eine völlig andere gewesen als heute. So gebe es heute statt der Dutzenden kleinen Dorfsennereien von damals nur mehr neun hoch spezialisierte, professionell arbeitende, mit ihren Produkten weitum vertretene Milchhöfe und Sennereigenossenschaften. Und der Sennereiverband habe sich von einem Ein-Mann-Betrieb zum größten Dienstleister für die Milchwirtschaft, zu dem Kompetenzzentrum in Sachen Milch in Südtirol entwickelt.

Vorgestellt wurden heute auch zwei „Geburtstagsgeschenke“, die sich der Sennereiverband selbst zum 70. gemacht hat. Das Buch „Entlang der Milchstraße“ von Hans Karl Peterlini und J. Christian Rainer erzählt die Entwicklung der Südtiroler Milchwirtschaft von den Anfängen bis zum heutigen Tag anhand zahlreicher Daten und Fakten, Geschichten, Anekdoten und Erinnerungen von Zeitzeugen. Letztere stehen auch im Mittelpunkt des Films „Geschichte und Gegenwart der Milchwirtschaft in Südtirol“ von Stefan Nicolini, der heute ebenfalls vorgestellt wurde und am kommenden Montag, 14. November, um 20.20 Uhr auf RAI Südtirol Premiere feiert.

buch

Foto: v.l.n.r.: Joachim Reinalter, Obmann; Hans Karl Peterlini, Buchautor; J. Christian Rainer, Buchautor; Annemarie Kaser, Direktorin Sennereiverband Südtirol

13. Oktober 2016
Südtiroler Alpkäseverkostung in Burgeis

Bei der 5. Südtiroler Alpkäseverkostung am vergangenen Samstag hatten die Obervinschgauer Almen und die Frauen die Nase vorn: Den ersten Platz belegte die Plawenner Alm, Plawenn mit Sennin Irmgard Strobl, den zweiten Platz die Oberdörfer Alm, Burgeis mit Sennin Petra Reuter und den dritten Platz die Schleiser Alm mit Senn Josef Abertegger.

32 Almen aus Südtirol waren am 8. Oktober in der Fachschule für Landwirtschaft Fürstenburg, Burgeis mit ihren Almkäsen vertreten. Eine 12-köpfige Fachjury mit Käsefachleuten aus dem In- und Ausland unter der Leitung des Sennereiverbandes Südtirol hat das Äußere, das Schnittbild, die Konsistenz und vor allem das Aroma der Käse anhand eines 20-Punkte-Schemas beurteilt. „Auffallend ist heuer das besonders hohe Durchschnittsniveau der eingereichten Käse“ so das einhellige Fazit der Jurymitglieder.

Die Alpkäseverkostung präsentierte sich heuer in einem ganz neuen Kleid: zum ersten Mal war die Veranstaltung öffentlich zugänglich. Die Besucher konnten alle 36 Käse nach Herzenslust verkosten und bewerten. Wer einmal tiefer hinter die Mauern und in die Geschichte der Fürstenburg blicken wollte, konnte sich einer der angebotenen Burgführungen anschließen. Ein kleiner Markt im Innenhof der Fürstenburg rundete das Programm ab. Rund 300 Personen, darunter zahlreiche Feriengäste sind gekommen - die Erwartungen der Veranstalter wurden damit weit übertroffen.

27. September 2016
22. Internationale Almkäseolympiade in Galtür 2016

Äußere Schwemmalm, Ulten; Kreuzwiesen Alm, Lüsen; Höfer Alm, Burgeis und Lyfi Alm, Martell werden ausgezeichnet.

24 Almen aus Südtirol nahmen an der diesjährigen Internationalen Almkäseolympiade in Galtür teil und brachten insgesamt 9 Medaillen mit nach Hause.

Das Bergdorf Galtür im hintersten Paznauntal wird Ende September jeden Jahres zum wichtigsten Treffpunkt der besten AlmkäserInnen der Alpen. Hochwertiger Almkäse stand auch heuer im Mittelpunkt der 22. Internationalen Almkäseolympiade.

Der Almkäse wurde nach den Kriterien Aussehen, Teigfarbe und Lochung, Konsistenz, sowie Geruch und Geschmack von einer international besetzten Jury bestehend aus 42 Käsefachleuten, beurteilt. Die Jury begutachtete, verkostete und bewertete jeden Laib peinlichst genau und vergab schließlich die begehrten „Galtürer Sennerharfen“ in Gold, Silber und Bronze.
Von den knapp 150 teilnehmenden Almen kamen heuer 24 aus Südtirol. Insgesamt wurden 345 Produkte, aufgeteilt auf 13 Kategorien bewertet.

Die Almkäseolympiade wird nicht nur von Jahr zu Jahr größer, sondern auch vielfältiger. Längst werden auf den Almen nicht mehr nur Hartkäse, Schnittkäse oder Graukäse hergestellt. Immer häufiger bereichern Spezialitäten, wie Ziegenkäse, Weißschimmelkäse, in Öl gelegte Frischkäse, Kräuterkäse und vieles mehr die hochalpine Produktpalette.

26. September 2016
Tag der offenen Tür im Haus der Tierzucht am Samstag, 15. Oktober 2016

Das Haus der Tierzucht ist das Kompetenzzentrum für die Südtiroler Vieh- und Milchwirtschaft. Hier dreht sich alles um Tiere und deren Produkte wie Milch, Fleisch und Honig. Die 11 Verbände stellen sich vor und geben Einblick in ihre Tätigkeit.

An diesem Tag kann man alle Tierrassen und –arten an einem Ort erleben. Auch die Türen des Milchlabors stehen offen und man kann den Spezialisten über die Schulter schauen, wenn sie die Milch und Milchprodukte auf Herz und Nieren prüfen. Es gibt Vieles zu entdecken und zu sehen.

Download: Programm

einladung tag der tierzucht

05. September 2016
Lern- & Spielfest Neustift 2016

Wir sind dabei und gestalten einen Tag für die ganze Familie mit! Ein Nachmittag auf dem Sportplatz des Kloster Neustift rund um das Thema „Lernen“. Lernen ist viel mehr als einfach nur Wissen aufnehmen – es bedeutet ausprobieren, nachfragen, spielen, erforschen und neugierig sein.

Auch die leckere Südtiroler Milch wird dabei sein: eine Milchbotschafterin wird allen Interessierten Informationen rund um die Milchwirtschaft und die Südtiroler Milch geben. Diejenigen, die etwas mehr darüber erfahren möchten, können mit ihr Butter schlagen und diese anschließend mit Brot verkosten. Genießen Sie mit uns diese selbstgemachte Marende. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Wann: am Sonntag, 11. September 2016 von 14-19.00 Uhr
Wo: auf dem Sportplatz hinter dem Kloster Neustift
Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

Weitere Informationen unter www.bildungshaus.it/lernfest und auf Facebook.

22. August 2016
Spaß und Köstlichkeiten auf dem Milchfest

Am 27. und 28. August findet das 6. Südtiroler Milchfest auf der Fane Alm in Vals/Mühlbach statt. Auf idyllischen 1.739 Metern Meereshöhe wird den Gästen ein Einblick in die Herstellung verschiedener Milchprodukte geliefert, eine Vielzahl an Delikatessen zur Verkostung kredenzt und vor allem: jede Menge Spaß geboten.

Südtirol produziert jährlich knapp 380 Millionen Liter Milch, was etwa 3,4 Prozent der gesamten Milchmenge Italiens ausmacht. An die 5.000 Bäuerinnen und Bauern liefern die Milch an genossenschaftlich organisierte Milchhöfen Ein durchschnittlicher Jahresumsatz von 450 Millionen Euro macht deutlich, dass die Milchproduktion ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und eine wichtige Grundlage der Berglandwirtschaft ist. Das Südtiroler Milchfest stellt die Leistungen der Berglandwirtschaft vor und vermittelt den Besuchern das Produktionsverfahren verschiedener Milcherzeugnisse. Fachleute zeigen vor Ort, wie Käse, Mozzarella oder Butter hergestellt werden. Am Milchsteig, der zur Alm führt, erfährt man allerhand über die lange Tradition der Milchverarbeitung.

Klar im Vordergrund stehen aber Genuss und gute Unterhaltung. So werden von den Valser Vereinen sowie den Hütten der Fane Alm zahlreiche Spezialitäten rund um die Südtiroler Milch angeboten. Außerdem stehen in der Milchbar, die von der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach organisiert wird, verschiedene leckere Milchmixgetränke und Joghurtkreationen zur Auswahl. Für alle Sportbegeisterten, ob jung oder alt, wird eine Milcholympiade abgehalten, bei der es auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit ankommt. Ebenso werden auf den Milchspielwiesen jede Menge unterhaltende Spiele sowie ein Bastelstadel angeboten, bei dem Kreativität gefragt ist.

Das 6. Südtiroler Milchfest am Samstag, den 27. und Sonntag, den 28. August 2016 beginnt jeweils um 10 Uhr und endet um 18 Uhr. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgen diverse Südtiroler Musik- und Tanzgruppen. Organisiert wurde das Fest von IDM Südtirol im Auftrag des Sennereiverbandes Südtirol und mit freundlicher Unterstützung von Raiffeisen.

Mehr zum Thema 6. Südtiroler Milchfest gibt es unter www.milchfest.com.

29. Juli 2016
Schmeckt teure Milch wirklich besser?

Das Südtiroler Wochenmagazin ‚ff‘ ging dieser Frage auf den Grund und berichtete in der Ausgabe vom 7. Juli 2016 ausführlich darüber.

Wenige Kühe auf den Weiden, oftmals Handarbeit in den steilen Hängen – die Folge: der Milchpreis steigt. Ja, Milch mit dem Qualitätszeichen Südtirol kostet mehr als andere. Aber ist sie auch besser? Andreas Österreicher, Leiter der Qualitätskontrollen für Lebensmittel beim Sennereiverband Südtirol, lud sieben Verkoster ein, um die Frischmilch von acht und die haltbare Milch von sechs verschiedenen Milchhöfen aus dem In- und Ausland zu testen. Sämtliche Produkte werden in Südtirol zum Verkauf angeboten.

Das Testergebnis kann sich sehen lassen. Bei der Verkostung der Frischmilch setzte sich jene eines Südtiroler Milchhofs, die stellvertretend für die Milch aus dem Lande steht, deutlich durch. Zweite wurde die italienische „Primia“, gefolgt von der „Heumilch Tirol“ und der „Heumilch länger frisch“ aus Österreich.

Bei der Verkostung der haltbaren Milch landete die Südtiroler Milch nach der „S-Budget“ aus Österreich und der „Primia“ auf dem dritten Rang. Punkteabzug gab es für den intensiven Kochgeschmack, der darauf zurückzuführen ist, weil die Milch aus Südtirol die mit Abstand am frischesten verpackte Milch ist. Bei der Gesamtkeimzahl, die über die Sauberkeit bei der Milchgewinnung und -lagerung Aufschluss gibt, und dem Zellgehalt, einem Indiz für die Gesundheit der Tiere, war die einheimische Milch einsame Spitze.

Egal ob Milchtrinker oder nicht, die Verkoster waren sich am Ende einig: Sie setzen auf lokale Produkte, da „die kurzen Kreisläufe der Umwelt, der Südtiroler Wirtschaft und unserer Gesundheit zugutekommen“, begründete dies der Milch-Verkoster und ‚ff‘-Redakteur Markus Larcher. Joachim Reinalter, Obmann von Bergmilch Südtirol und des Sennereiverbandes und ebenfalls einer der Verkoster, war zufrieden über den Ausgang der Verkostung. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, dass Bauern faire Preise für die Milch ihrer Küche erzielen können. Wie die Verkostung zeigte, darf Milch mit dem Qualitätszeichen Südtirol gerne ein bisschen teurer sein, Hauptsache sie ist hochwertig und schmeckt.

23. Juni 2016
Erstes Treffen der Südtiroler Molkereifachleute

Der Milchmarkt ist hart umkämpft, die Milchpreise im freien Fall. Umso wichtiger ist ein Produkt mit Geschichte und mit Gesicht. Denn nur Qualität und Innovation garantieren höhere Marktpreise.


Täglich arbeiten die Molkereifachleute in den Südtiroler Molkereien daran, diese Herausforderung zu meistern und für die Südtiroler Milch eine höhere Wertschöpfung zu erzielen.

Dabei sind die gegenseitige Vernetzung und der Gedankenaustausch wichtig, um neue Ansätze zu finden. Daher wurde ein Treffen aller Molkereifachleute Südtirols organisiert. Die Idee dazu wurde bei einer Weiterbildungsveranstaltung geboren und kürzlich in die Tat umgesetzt. Koordiniert wurde dieses Treffen von Andreas Österreicher vom Sennereiverband Südtirol und von Christian Molling von der Bergmilch Südtirol.

22. Juni 2016
Käse-Guilde – Guilde Internationale des Fromagers

Anlässlich der 15. Kapitelsitzung des deutschen Ablegers der „Guilde Internationale des Fromagers“ (Käse-Guilde) unter Vorsitz des französischen Weltpräsidenten Roland Barthelemy und der Paten Hansi Baumgartner (De Gust) und Robert Zampieri (Bergmilch Südtirol) wurde am Sonntag, 19. Juni 2016 in Mainz auch Andreas Österreicher, Südtiroler Käse-Liebhaber und -Botschafter, in diese erlauchte Bruderschaft aufgenommen.

Andreas Österreicher ist Käse und Weinsommelier und  Abteilungsleiter vom Sennereiverband Südtirol. Er wurde in der prestigereiche Guilde aufgenommen und ist nun Teil einer 5000 Mitglieder starken weltweiten Vereinigung. Hauptziel wird es sein, Südtiroler Käse weitum bekannt zu machen und ein Stück Heimat dank Käse zu vermarkten.

01. Juni 2016
1. Juni: Internationaler Tag der Milch

Am 1. Juni wird die Milch gefeiert – dann findet in über 30 Ländern der Erde zum 59. Mal der „Internationale Tag der Milch“ statt.

Er wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen. Ziel dieses Aktionstages ist es, die Milch als natürliches und vor allem gesundes Getränk weltweit und für alle Altersgruppen zu bewerben. 

Allerding steht der Internationale Tag der Milch europaweit in diesem Jahr unter keinem guten Stern: die Milchpreise sind ins Bodenlose gesackt, vielen Bauern steht das Wasser bis zum Hals und die EU weiß nicht, ob und wie sie reagieren soll.

In Südtirol habe man dieses Problem seit jeher durch eine gemeinschaftliche Organisation des Milchmarktes zu vermeiden versucht. „Die guten Auszahlungspreise zeigen, dass das genossenschaftliche System nach wie vor tragfähig ist – vielleicht sogar mehr denn je“, so Reinalter. Als Zusammenschluss der Produzenten seien die Genossenschaften allein den Bauern verpflichtet, ein dauerhaft möglichst hoher Auszahlungspreis sei ihr oberstes Ziel. „Da gibt es keine Reibungsverluste und kein Abschöpfen von Gewinnen durch Dritte“, so der Sennereiverbands-Obmann.

Auch die Konsumenten profitierten vom genossenschaftlichen System, weil in diesem System direkt für Qualität gebürgt werde. „Bei uns sind es die Genossenschaften und über sie die Bauern, die vor den Konsumenten für ihre Milch gerade stehen, unser Qualitäts- und Kontrollsystem ist daher ein lückenloses“, erklärt Reinalter.

Und schließlich profitiere das ganze Land von der genossenschaftlichen Organisation der Milchproduktion und -vermarktung. „Ohne die Genossenschaften hätten unsere kleinen Milchbauern die Produktion lange schon einstellen müssen, während so kleinstrukturierte Betriebe erhalten bleiben und sich weiter um die Pflege unserer Kulturlandschaft, um das Landschaftsbild, um bewirtschaftete Almen und einen zukunftsfähigen ländlichen Raum bemühen können“, so der Obmann, der zudem betont: „Wer regionale Milch und Milchprodukte kauft, leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.“

29. April 2016
Landesbester 2015

Christian Gamper, Platzair, St. Martin im Kofel/Latsch

LandesbesterMilchlieferantIn Sachen Qualität hat die Auszeichnung des Landesbesten bereits Tradition, jenes Bauern also, der über das ganze Jahr die beste Milchqualität geliefert hat. Der Preis geht in diesem Jahr an einen alten Bekannten: Christian Gamper aus St. Martin im Kofel/Latsch, der bereits 2012 Landesbester war. Gamper bewirtschaftet mit seiner Frau Monika, den vier Kindern und seiner Mutter Anna den auf 1400 Metern Meereshöhe gelegenen Platzair-Hof, in dessen Stall sechs Kühe und acht Stück Jungvieh stehen.

„Wenn man bedenkt, unter welchen Umständen die Familie Gamper wirtschaftet – ihr Hof hat 148 Erschwernispunkte und eine durchschnittliche Hangneigung von 76 Prozent – dann kann man vor so einer Leistung nur den Hut ziehen“, so Verbandsobmann Reinalter. „Ohne enormen Fleiß, unendlichen Einsatz und eine unstillbare Leidenschaft für die Milchwirtschaft wäre so etwas nicht möglich.“ Insgesamt wurden in diesem Jahr 2357 Lieferanten mit einer Plakette prämiert. Sie ist eine Auszeichnung dafür, dass das gesamte Jahr hindurch Milch mit Superklasse geliefert worden ist.

29. April 2016
Vollversammlung des Sennereiverbandes 2016

Stabile Entwicklung 2015, große Sorgen für 2016

 

 

Gemischte Gefühle beherrschen die Milchwirtschaft. Während der Blick zurück auf das Milchwirtschaftsjahr 2015 in Südtirol trotz widriger Umstände relativ positiv ausfällt, ist jener nach vorn ein sorgenvoller: „Der Milchmarkt ist nach dem Auslaufen der Milchquoten noch härter umkämpft als bisher, die Leidtragenden sind vor allem die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe“, so Sennereiverbands-Obmann Joachim Reinalter. Noch halte das Sicherheitsnetz in Gestalt der Genossenschaften, doch müsse dieses weiter gestärkt werden.

Stabile Preise, hohe Kosten, weniger Lieferanten

Schon das abgelaufene Milchwirtschaftsjahr, das erste Jahr nach Auslaufen der Quoten, war global gesehen ein hartes: das Angebot war anhaltend hoch, die Nachfrage gering, der Preisdruck entsprechend stark. „Eine solche Situation geht an unseren Milchhöfen nicht spurlos vorüber, deshalb ist es umso erstaunlicher, dass es ihnen gelungen ist, den Milchpreis weitgehend stabil zu halten“, so Reinalter. So wurden landesweit durchschnittlich 50,98 Cent/Kilogramm ausgezahlt. „Wir haben im Berggebiet wegen kleiner Betriebe, geringer Produktivität, schwieriger Arbeitsbedingungen und aufwändiger Logistik auch sehr hohe Produktionskosten“, so der Obmann.

Die Produktionskosten sind indes nicht nur hoch, sie steigen auch stetig an. Dies macht auch die Auswertung von Buchführungsdaten der Viehwirtschaftsbetriebe deutlich. „Die Betriebe tun sich immer schwerer, die Kosten zu decken, weshalb künftig mehr und mehr die unternehmerischen Fähigkeiten der Betriebsleiter über Erfolg oder Misserfolg entscheiden werden“, erklärt Reinalter.

Dieser Umstand wirkt sich bereits auf die Lieferantenzahlen aus. Im Jahr 2015 wurden noch 4886 Milchlieferanten gezählt, das sind 96 weniger als noch im Jahr zuvor. „Gerade kleine Nebenerwerbsbetriebe geben die Milchwirtschaft wegen mangelnder Rentabilität immer öfter auf“, so der Obmann. Trotzdem ist die Milchanlieferung in Südtirol noch stabil und hat sich mit 378,5 Millionen Kilogramm im Vergleich zum Jahr zuvor nicht nennenswert verändert. Leichte Zuwächse verzeichnet nur die Biomilchlieferung, die um rund fünf Prozent auf 6,9 Millionen Kilogramm gestiegen ist.

Enormer Druck auf dem Absatzmarkt

Die größten Sorgen für die Milchwirtschaft hält der Absatzmarkt bereit. Auf Abnehmerseite schreite die Konzentration weiter voran, die Marktmacht der großen Handelsketten sei enorm, die Schere zwischen Handel und Produzenten klaffe immer weiter auseinander, resümiert Obmann Reinalter. Die großen Handelsketten diktieren wegen des großen Angebots und ihrer Marktmacht nicht nur den Preis, sondern erlegen den Produzenten auch immer höhere Auflagen auf. „Diese Auflagen sind aber mit Kosten verbunden“, so Reinalter, „und da müssen wir uns fragen, wer diese zu übernehmen bereit oder imstande ist“.

Betrachtet man die einzelnen Produkte, so sticht für das Jahr 2015 ins Auge, dass es nur beim Joghurt ein Absatzplus gegeben hat, während vor Frischmilch und Butter ein Minus steht. Gerade die Frischmilch gehört aber zu den rentabelsten Produkten der Milchwirtschaft – entsprechend groß ist die Konkurrenz. „Wir können zum Glück feststellen, dass die Südtiroler Konsumentinnen und Konsumenten den heimischen Produkten nach wie vor die Stange halten, weil sie wissen, dass sie ein frisches, gesundes, rundum kontrolliertes, nachhaltig hergestelltes und nur über kurze Strecken transportiertes Produkt in Händen halten“, erklärt der Obmann. „Für diese Treue sind wir überaus dankbar.“

Mit dem Griff zu Südtiroler Milchprodukten legten die Konsumentinnen und Konsumenten auch ein Bekenntnis zu Landwirtschaft und Landschaft ab. „Den Südtirolerinnen und Südtirolern ist der Wert unserer kleinen Strukturen, unserer Höfe und des Einsatzes der Bauern für die Erhaltung der Landschaft bewusst“, so Reinalter. Er kündigt auch an, dass die Sensibilisierungsarbeit des Sennereiverbandes in diesem Sinne weitergehe: „Wir müssen das Bewusstsein für hochwertige Lebensmittel weiter stärken und allen klarmachen, dass dafür auch angemessene Preise bezahlt werden müssen, wenn wir der Berglandwirtschaft nicht den Boden unter den Füßen wegziehen wollen.“

Genossenschaften und Qualität als Erfolgsrezepte

Dass Südtirols Milchwirtschaft angesichts der Marktsituation überhaupt noch konkurrenzfähig sei, liege einzig und allein an deren Organisation in Genossenschaften, ist der Obmann überzeugt. „Ziel einer Genossenschaft ist nicht die klassische Gewinnmaximierung, sondern ein höchstmöglicher Auszahlungspreis für ihre Mitglieder“, so Reinalter. Die Bauern profitierten damit direkt von einem starken Auftritt auf dem Markt, von effizienten Organisationen und schlanken Strukturen.

Zweites Erfolgsrezept ist die Qualität der Südtiroler Milch, die dank der Kontrollen des Sennereiverbandes lückenlos gesichert werden kann. Allein im vergangenen Jahr wurden im Verband über 3500 Rohmilchproben täglich untersucht, über fünf Millionen Einzelanalysen von Gesundheits- und Qualitätsparametern wurden durchgeführt, dazu über 62.000 Produktproben. „Die Kontrolltätigkeit ist mit einem enormen Aufwand verbunden, sie ist aber der Sockel auf dem das gesamte Gebäude der Südtiroler Milchwirtschaft steht“, so der Sennereiverbands-Obmann.

29. April 2016
Alma, Adele und Sonnenschein, wie kommt die Kuh zu ihrem Namen in Südtirol?

Die Namen der Milchkühe wählen die Südtiroler Bergbauern nach einer alten Tradition aus.

Die Südtiroler Milchbauern haben eine enge Beziehung zu ihren Tieren. Die circa 5.000 bäuerlichen Familienbetriebe kennen bei durchschnittlich 15 Kühen pro Hof sprichwörtlich jede Milchkuh persönlich. Da ist es selbstverständlich, dass jede Kuh auch einen eigenen Namen trägt. Beyoncé, Adele oder Angela: Bei der Namensgebung wird der Südtiroler Milchbauer auch gern kreativ, und wenn Adele neben Beyoncé zufrieden auf der saftigen grünen Wiese weidet, dann kommen diese Namen aber nicht von ungefähr. In einer Sache bleiben die Südtiroler Bergbauern stets traditionsbewusst: Um einen besseren Überblick zu behalten, bekommen die Kälber einen Namen, der mit dem gleichen Buchstaben wie jener seiner Mutter beginnt. Darum kann das Kalb von Alma zum Beispiel Adele heißen aber nicht Bella. Diese einfache und doch genaue Regel hilft den Bauern die Abstammungslinie jeder Kuh nachvollziehbar zu machen.

Die Südtiroler Milchbauern wissen es schon lange: Es ist nicht nur netter seine Kuh mit Namen anzureden, sondern auch förderlich für die Milchproduktion. Laut einer Studie der Universität Newcastle kann die Jahresleistung einer Milchkuh dank mehr persönlicher Zuwendung um 250 Liter gesteigert werden. Sie fühlt sich auf den saftigen Almwiesen in 800 bis 2000 m Höhe dann noch glücklicher und entspannter. "Genauso wie Menschen stärker auf persönlichen Kontakt reagieren, fühlen sich auch Kühe wohler und entspannter, wenn man ihnen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenkt", sagte Studienleiterin Catherine Douglas.

In Südtirol werden Sie bei einem Spaziergang auf den Almen, übrigens sehr wahrscheinlich einer Alma begegnen. Alma ist der beliebteste Name für Milchkühe bei den Südtiroler Bauern. Ganz gleich ob Alma, Adele oder Sonnenschein, die circa 75.000 Kühe in Südtirol geben täglich ihr Bestes für Sie: über 1.000.000 kg Südtiroler Milch mit Qualitätszeichen Südtirol!

01. März 2016
Südtiroler Käsefestival in Sand in Taufers

 

Das Ahrntaler Käsefestival: Das Beste aus der Milch im Genusstest

 

 

Sand in Taufers wird dieses Jahr wieder zum Genuss-Magneten für alle Käsefreunde. Das Südtiroler Käsefestival lockt vom 11. bis zum 13. März Produzenten, Händler und Genießer ins Tauferer Ahrntal. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung hat sich als eine der wichtigsten Plattformen für Käseliebhaber etabliert. Experten und Fachjournalisten zählen das Festival zu den interessantesten Käseevents Italiens, und zum Bedeutendsten im Alpenraum. Die Veranstaltung ist Käse- und Feinschmecker-Markt, Fachmesse und Treffpunkt für Genießer und Gourmets zugleich.An drei Tagen stellen rund 100 Aussteller den Besuchern fast tausend Käse-Spezialitäten vor: Darunter lokale Hofkäsereien, Käsereien aus der Region sowie Produzenten aus Italien und weiten Teilen Europas. Auch der Südtiroler Sennereiverband ist mit einem Stand vertreten, an dem man die beliebten Käsesorten der Südtiroler Milchhöfe kosten und kaufen kann. Eingebettet ist der Käsemarkt in ein erlebnisreiches Rahmenprogramm mit geführten Verkostungen, Geschmackserlebnissen rund um den Südtiroler Käse und anderen Südtiroler Spezialitäten, Showcooking mit Sterneköchen, Vergleichsverkostungen der Südtiroler Hofkäsereien, zahlreichen Workshops und buntem Kinderprogramm. Besucher bekommen außerdem die Gelegenheit, die Arbeit der Südtiroler Senner kennen zu lernen und beim Käsen dabei zu sein. Das Angebot des Ahrntaler Käsefestivals lässt keine Wünschen offen: ob würziger Stilfser Käse g.U. oder feiner Mozzarella, ob cremiger Weichkäse oder fast fettfreier Südtiroler Graukäse. Das Festival zelebriert die Einzigartigkeit und Vielseitigkeit des Käses und weckt die Freude am Genuss. Südtiroler Käse ist dabei unweigerlich mit dem Milchparadies Südtirol und seinen Bergbauernhöfen verbunden. Das Käsefestival macht auf die Tradition der Südtiroler Michprodukte, das einzigartige Handwerk und garantierte Qualität aufmerksam.Zu den Sponsoren der Veranstaltung zählt der Sennereiverband Südtirol, der die genossenschaftlichen Milchverarbeiter Südtirols vereint. Ziel des Sennereiverbandes ist es, die Mitglieder in der Vermarktung ihrer Milchprodukte zu unterstützen und für den Konsumenten die unverkennbare Südtiroler Milchqualität zu sichern.

 

 

 

 

 

23. Februar 2016
Sennereiverband Südtirol: der ideale Ansprechpartner für die handwerklichen Milchverarbeiter

 

Wie die Lebensmittelsicherheit garantiert werden kann und welche Dienstleistungen er in diesem Bereich anbietet, stellt der Sennereiverband Südtirol bei der Agridirect 2016 vor.

 

 

In etwa 80 Direktvermarkter sind derzeit in Südtirol in der bäuerlichen Milchverarbeitung tätig und veredeln ihre eigene Milch am Hof hauptsächlich zu Produkten wie Käse, Butter und Joghurt. Dazu kommen noch rund 65 Milchviehalmen, welche im Sommer die Milch auf den Almen zu Käse verarbeiten. Durch die Verknüpfung von praktischer Aus- und Weiterbildung mit qualifizierter Fachberatung ist es dem Sennereiverband Südtirol möglich, den Bereich der handwerklichen Milchverarbeitung optimal zu betreuen.

Gesunde und sichere Produkte sind die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung. Die rechtlichen Vorgaben sind umfangreich und die Auflagen vielfältig. Hier unterstützt der Sennereiverband Südtirol mit seiner 360 Grad-Beratung. Von der Rohmilch-Qualität über die Produktion bis zur Produktanalyse wird ein umfassenendes Beratungspaket angeboten, welches alle Themen wie HACCP, Hygiene, verfahrenstechnische Planung und Produktqualität beinhaltet.

Bei der Agridirect 2016 ist der Sennereiverband Südtirol gemeinsam mit der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern  mit einem gemeinsamen Informationsstand vertreten. Hier besteht auch die Möglichkeit Probenahmeutensilien wie Milchprobeflaschen und Produktprobensäckchen vor Ort abzuholen.

Gemeinsam mit den Behörden hat der Sennereiverband Südtirol die „Leitlinie zur Eigenkontrolle in Direktvermarktungsbetrieben“ ausgearbeitet. Andreas Österreicher, Laborleiter im Sennereiverband Südtirol, wird im Detail dazu in seinem Vortrag zur Lebensmittelsicherheit in der Hofkäserei berichten, und zwar am Montag, 29.02.16 von 10:30 bis 11:30 Uhr und von 14:00 bis 15:00 Uhr, jeweils Bühne Halle, Gang B11.

„Regionale Produkte werden stark nachgefragt. Dies ist eine Chance für die Direktvermarkter. Aber eine gute Produktqualität ist das Um und Auf, da darf es keine Kompromisse geben. Beratung kann hier oft wertvolle Tipps geben und die Produktqualität optimieren, so Bertram Stecher, der zuständige Berater im Sennereiverband.

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28. September 2015
21. Internationale Almkäseolympiade in Galtür 2015 Großer Erfolg für Südtiroler Almen

30 Almen aus Südtirol nahmen an der diesjährigen Internationalen Almkäseolympiade in Galtür teil. Mit insgesamt 16 Medaillen konnten sie an die großen Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.

  

 

Hochwertiger Almkäse stand im Mittelpunkt der 21. Internationalen Almkäseolympiade in Galtür. Das Bergdorf im hintersten Paznauntal ist mit dieser Veranstaltung längst zum wichtigsten Treffpunkt der besten AlmkäserInnen der Alpen geworden.

Der Almkäse wurde nach den Kriterien Aussehen, Teigfarbe und Lochung, Konsistenz, sowie Geruch und Geschmack von einer international besetzten Jury bestehend aus 36 Käsefachleuten, beurteilt. Die Jury begutachtete, verkostete und bewertete jeden Laib peinlichst genau und vergab schließlich die begehrten „Galtürer Sennerharfen“ in Gold, Silber und Bronze. Diese Auszeichnungen gelten als wertvollste Qualitätstrophäen für Almkäse im deutschsprachigen Alpenraum.

Von den 130 teilnehmenden Almen kamen heuer 30 aus Südtirol. Insgesamt wurden 285 Produkte, aufgeteilt auf Kategorien bewertet.

Die Almkäseolympiade wird nicht nur von Jahr zu Jahr größer, sondern auch vielfältiger. Längst werden auf den Almen nicht mehr nur Hartkäse, Schnittkäse oder Graukäse hergestellt. Immer häufiger bereichern Spezialitäten, wie Ziegenkäse, Weißschimmelkäse, in Öl gelegte Frischkäse, Kräuterkäse und vieles mehr die hochalpine Produktpalette.

Die Südtiroler Almen konnten wiederum einen großen Erfolg feiern. Insgesamt holten sie 4 Gold, - 7 Silber- und 5 Bronzemedaillen. Besonders hervorgehoben haben sich dabei die Mariolbergalm, Ulten mit Senn Milan Sova (2 Goldmedaillen), die Höfer Alm, Burgeis mit Sennin Karin Lösch und die Äußere Schwemmalm, Ulten mit Senn Norbert Zöschg (jeweils 1 Goldmedaille, 1 Silbermedaille, 1 Bronzemedaille) sowie die Kaproner Alm, Langtaufers mit Sennin Elisabeth Haid (2 Silber- und 2 Bronzemedaillen)

In der Jury waren neben Fachleuten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Liechtenstein Bertram Stecher und Andreas Österreicher vom Sennereiverband Südtirol Ludwig Tschurtschenthaler von der Bergmilch Südtirol und Manuel Zingerle von der Hofkäserei Untereggerhof, Vals vertreten.

Bertram Stecher, zuständig für den Bereich Almen und Hofkäsereien im Sennereiverband stellt fest: „Die Milchkühlung und die Käsereifung waren durch die ausgesprochen hohen Temperaturen in diesem Sommer auf einigen Almen problematisch. Vor allem beim Schnittkäse konnte deshalb das Potenzial nicht immer voll ausgeschöpft werden. Trotzdem und gerade deshalb freuen wir uns sehr über den Erfolg der Südtiroler Almen und bedanken uns bei den SennInnen und HirtInnen für ihren unermüdlichen Einsatz unter teilweise schwierigsten Bedingungen“.

 

Die Südtiroler Preisträger 2015 sind:

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Alm Käser/Käserin Almverantwortliche/r Produkt Ergebnis
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Frischkäse Gold
Höfer Alm, Burgeis Karin Lösch Stefan Thöni Spezialitätenkäse Gold
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Spezialitätenkäse Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Weichkäse Ziege Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Schnittkäse Silber
Höfer Alm, Burgeis Karin Lösch Stefan Thöni Weichkäse Silber
Fane Alm, Mühlbach Michael von Dellemann Johann Stolz Schnittkäse Silber
Eishof Alm, Pfossental Erich Schaffler Erich Schaffler Schnittkäse Silber
Hagner Alm, Welschnofen Johann Kafmann Johann Kafmann Schnittkäse Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Weichkäse Bronze
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Schnittkäse Ziege Bronze
Mitteralm, Taufers i. Münstertal Andrea Raich Hubert Schaller Schnittkäse Bronze
Höfer Alm, Burgeis Karin Lösch Stefan Thöni Schnittkäse Bronze
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Schnittkäse mit Gewürz Bronze
03. September 2015
Südtirol ist Europameister im Handmähen

Südtirol gelingt bei der EM im Handmähen im Baskenland (Spanien) die Sensation und wird Europameister, Vize-Europameister und holt sich auch noch den Mannschaftssieg. Über 90 Athleten aus sechs Nationen gingen an den Start.

europameister handmaehen 2Wenn Georg Spiess in Azpeitia, Gipuzkoa im spanischen Baskenland zum Sensenschwung ansetzte, herrschte angespannte Stille bei den vielen Zuschauern. Der Sarner ist einer der Top-Mäher, der sich über die Vorentscheide im Handmähen der Südtiroler Bauernjugend für die Europameisterschaft qualifiziert hat. Sein Können und das harte Training sollten sich bezahlt machen: Spiess holte sich bei der EM im Handmähen im Baskenland in einem Sekundenkrimi den Europameistertitel, Vize-Europameister wird Klaus Lanziner aus Kastelruth. Doch damit nicht genug: Die Südtiroler Mannschaft holt sich auch noch den Sieg für die beste Mannschaftsleistung unter allen teilnehmenden Nationen.
Über 90 Athleten aus dem Gastgeberland Baskenland, Südtirol, Bayern-Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien kämpften in einem Sekundenkrimi um den Europameistertitel.
Jeder Bursch musste ein Feld von 100 Quadratmetern abmähen. Jenes der Frauen war 35 Quadratmeter groß. Bewertet wurde hart erzählt Martin Kemenater, der Betreuer der Südtiroler Athleten. „Für das Ergebnis zählte nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch die Sauberkeit der Mahd. Das Endergebnis setzte sich aus der Mähzeit, addiert mit den Strafsekunden aus der Qualitätsbewertung zusammen.“ Die strengen Augen von 12 Juroren wachten über den Wettbewerb.

Georg Spiess gelingt Sensation
Die Südtiroler Teilnehmer zählten im Wettbewerb schon immer zu den Favoriten. „Der Druck, der in diesem Moment auf die Top-Favoriten lastet, ist da schon enorm“, erklärt Kemenater.
Georg Spiess aus dem Sarntal behielt im Wettbewerb die Nerven und mähte sich mit einer sensationellen Zeit von zwei Minuten, 41 Sekunden und 13 Hundertstel zum Europameister im Handmähen. Doch damit nicht genug. Dicht hinter ihm mähte sich Klaus Lanziner aus Kastelruth mit einer Zeit von zwei Minuten, 43 Sekunden und 67 Hundertstel zum Vize-Europameister. Bei den Frauen hingegen war Margrit Föhn aus der Schweiz das Maß aller Dinge. Sie holte sich den Titel Europameisterin im Handmähen.

Sieg für Mannschaftsleistung geht auch an Südtirol
Dass Südtirol nicht mehr aus dem jubeln kam, zeigte sich bei der Siegerehrung, als dann Südtirol auch noch den Sieg für die beste Mannschaftsleistung holte. Die weiteren Südtiroler Teilnehmer mähten sich nämlich alle auf Top-Plätze: Christian Irsara auf Platz 5, Daniel Lanziner auf Platz 8, David Tirler auf Platz 16, Simon Oberrauch auf Platz 21 und Karolin Koch auf Platz 22.
Länderübergreifendes Fest unter Freunden
Neben dem Wettbewerb ist die Veranstaltung auch ein länderübergreifendes Fest unter Freunden. „Mit dem Austausch entstehen Freundschaften, die weit über die Landesgrenzen hinausreichen. Das Gastgeberland hat uns eine tolle Veranstaltung geboten“, blickt Kemenater zurück.
Mähen mit der Sense hat in Südtirol lange Tradition
„Wir freuen uns mit unseren Südtiroler Mähern über diese grandiose Leistung. Das Mähen mit der Sense hat in Südtirol eine lange Tradition. Dass diese in der Jugend weiterlebt, darauf sind wir besonders stolz“, so Christine Tschurtschenthaler, Landesleiterin und Sieghard Alber, Landesobmann der Bauernjugend.
Das Mäherteam aus Südtirol wird von der Südtiroler Milchwirtschaft und dem Busunternehmen Domanegg Reisen unterstützt.

Foto 1: Der Sarner Georg Spiess war in Top-Form und mähte sich mit Können, Kraft und Schnelligkeit zum Europameister im Handmähen.

Foto 2: So sehen Sieger aus! Im Bild das Mäherteam aus Südtirol mit Georg Spieß (vorne, erster von links), dem Europameister im Handmähen, Klaus Lanziner (vorne, erster von rechts), Vize-Europameister und der Europameisterin Margrit Föhn aus der Schweiz.

Für Interviews mit dem Europameister im Handmähen Georg Spiess und dem Mäherbetreuer Martin Kemenater: 3473345374

 

 

14. Mai 2015
Richtig messen macht sich bezahlt

Sennereiverband private Eichstelle für Volumenmessanlagen - einziges Labor italienweit mit akkreditierter Methode – Garantie für die Bauern und Milchhöfe

eichdienstKürzlich hat der Sennereiverband Südtirol von Accredia, der italienischen Akkreditierungsorganisation eine hohe Auszeichnung erhalten: Er verfügt über das einzige Labor italienweit mit einer akkreditierten Methode zur Eichung von Volumenmessanlagen mit europäischer Zulassung für Milch.
 
Werden Güter über die Menge bezahlt, so muss sichergestellt sein, dass die Menge richtig gemessen wird. Das ist so beim Gewicht von Waren im Geschäft genauso beim Treibstoff an der Zapfsäule.
Was für die Konsumenten gilt, gilt natürlich auch für die Vorstufen der Produktion. So werden in Südtirol täglich über 1 Million kg Milch von den knapp 5000 Bergbauernhöfen mit 50 Sammelwagen abgeholt. Jeder Sammelwagen verfügt über eine entsprechende Messanlage, welche die Milchmenge erfasst. Diese Milchmenge ist die Grundlage für die Qualitätsmilchbezahlung, aber auch für Statistiken, welche der Staat und die EU fordern.
 
Dass diese Mengen in korrekter Weise erfasst werden, dafür muss der Abnehmer, in diesem Fall der Milchhof, sorgen. „Wie sich die Konsumenten erwarten, dass sich in einer Liter Milch-Packung auch tatsächlich ein Liter Milch befindet, so erwarten sich die Bauern, dass die Mengenerfassung der wirklich abgelieferten Milchmenge entspricht. Dies müssen die Milchhöfe daher garantieren. Schließlich ist die Milch die Grundlage für das Einkommen auf den Höfen“, so Joachim Reinalter, der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.
 
Die Milchwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Milchhöfe zahlen über 205 Mio. Euro an Milchgeld an die Bäuerinnen und Bauern aus. Daher ist es für Reinalter wichtig, dass jeder das Geld erhält, das ihm zusteht.
 
Aber auch der Staat wacht über die korrekte Mengenerfassung. In der Vergangenheit war die Eichung der Mengenerfassungssysteme ausschließliche Angelegenheit der Handelskammer. Inzwischen hat sich die Rechtslage geändert und die Tätigkeit wurde privatisiert. Der Handelskammer obliegt nun die Kontrollfunktion über die privaten Eichstellen. Gemeinsam mit der Handelskammer Bozen hat der Sennereiverband Südtirol den Weg beschritten. „Die Mitarbeiter der Handelskammer haben uns mit ihrer großen Erfahrung bei der Ausarbeitung der notwendigen Unterlagen unterstützt, wodurch das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte“, dankt Reinalter im Hinblick auf die unbürokratische Abwicklung der Handelskammer Bozen.
 
„Für die Handelskammer Bozen war es selbstverständlich, das Wissen und die jahrelange Erfahrung in diesem Bereich mit dem Sennereiverband Südtirol zu teilen, um ihn bzw. die über 5.000 Bäuerinnen und Bauern bei dem Projekt zu unterstützen. Wir freuen uns darüber, dass der Sennereiverband nun eine so hohe Auszeichnung erhalten hat“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.
 
Für die Milchhöfe ist die Überwachung von neutraler Stelle ein Vorteil. So haben die Bauern die Sicherheit, dass die Milchmengenmessung auf den Milchsammelwagen korrekt erfolgt und überwacht ist.
 
Die Akkreditierung ist für ein Labor die höchste Qualitätsstufe, die man erreichen kann. Eine akkreditierte Methode garantiert sichere und nachvollziehbare Ergebnisse, die international vergleichbar sind. „Der Standard, der für alle unsere Analysen im Milchbereich gilt, konnte auch auf diesen Bereich ausgeweitet werden“, freut sich Reinalter.
 
Das Resultat zeigt, wie innovativ und leistungsfähig der Milchsektor ist. Der Sennereiverband Südtirol als das Kompetenzzentrum für Milch in Südtirol erweitert seine Dienstleistungen im Milchbereich stets und passt sie an die neuen Anforderungen der Mitgliedsbetriebe und des Marktes an.
 
Foto: Sennereiverband Südtirol, v.l.n.r.:
Dr. Alfred Aberer – Generalsekretär Handelskammer Bozen
Luca Filippi Vizegeneralsekretär der Handelskammer
Annemarie Kaser – Direktorin Sennereiverband Südtirol
Joachim Reinalter – Obmann Sennereiverband Südtirol
Luis Kerschbaumer – Leiter Abteilung Rohmilchkontrolle Sennereiverband Südtirol
On. Dr. Michl Ebner - Präsident der Handelskammer
Thomas Delmonego - Eichinspektor

 

24. April 2015
Vollversammlung 2015

Südtirols Milchwirtschaft trotzt der Krise
2014 durchwachsenes Jahr für die Milchwirtschaft – Strukturwandel hält an

praemierunglandesbester2014Die Wirtschaftskrise und der russische Importstopp führten zu rückläufigen Preisen am Milchmarkt. Die Südtiroler Milchwirtschaft konnte sich in diesem Umfeld jedoch gut behaupten. Die Bergbauern konnten aufgrund der schlechten Witterung das Futter nur sehr schwer einbringen, wodurch sich die Produktionskosten erhöhten. Die Südtiroler Bäuerinnen und Bauern lieferten 379 Mio. kg Milch an die Milchhöfe, der Milchpreis stieg leicht auf 49,88 cent/kg (ohne Mwst.). Der Umsatz der Südtiroler Milchwirtschaft stieg um 1,3% auf 451 Mio. Euro und der Sektor bietet 910 sichere Arbeitsplätze. Diese Bilanz zog der Sennereiverband Südtirol bei seiner Vollversammlung für das abgelaufene Jahr.
 
Herausforderung für die Zeit nach der Quote
Für Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, ist klar, dass die Milchhöfe den Milchpreis auf den Märkten erwirtschaften. Durch das Auslaufen der Quoten werde mehr Milch auf den Markt kommen und die Gunstlagen ihre Vorteile verstärkt ausspielen können. Die Südtiroler Milchhöfe haben sich gut auf die Zeit nach der Quote vorbereitet. Sie haben in die Märkte investiert sowie in Qualität und Effizienz auf allen Stufen der Produktion. Doch das allein wird nicht reichen. „Die Politik hat die Verantwortung, durch entsprechende Rahmenbedingungen die Milchwirtschaft im schärfer werdenden Wettbewerb zu unterstützen“, fordert daher Reinalter. „Damit die Bäuerinnen und Bauern weiterhin Milch auf ihren Höfen produzieren brauchen sie Produktpreise, die eine lebensfähige Landwirtschaft ermöglichen. Milchproduktion zu Weltmarktpreisen ist im Berggebiet nicht möglich“, so Reinalter.
 
Trotz Konsumkrise erfolgreich am Markt
Der Lebensmittelmarkt in Italien leidet seit Jahren an einer Konsumkrise. Der Konsum ist 2014 zwar erstmals wieder leicht angestiegen, trotzdem entwickelt sich das Bruttoinlandsprodukt weiterhin negativ. „In diesem schwierigen Umfeld haben sich die Südtiroler Genossenschaften erfolgreich behauptet“, freut sich Reinalter. Die Südtiroler Produkte sind durch ihre hohe und beständige Qualität gefragt. Der Kunde kauft zwar bevorzugt bei Aktionen ein, legt aber Wert auf Sicherheit und Glaubwürdigkeit. „Genau bei diesen Themen können wir punkten. Wir haben eine gentechnikfreie Produktion, einen kontrollierten Rohstoff und ein vorbildliches Kontrollsystem, das sowohl die Einkäufer der Handelsketten als auch die Konsumenten schätzen. Dies trägt zu unserem Erfolg bei“, ist sich Reinalter sicher. Dadurch konnten die Produkte zu guten Preisen abgesetzt werden, was sich im leicht gestiegenen Auszahlungspreis bemerkbar macht. Zudem wird inzwischen fast die gesamte Anlieferungsmilch verarbeitet und man ist nicht mehr so stark dem Versandmilchmarkt ausgesetzt ist. Auch dies habe laut Reinalter zur Preisstabilisierung beigetragen.
 
Südtirols Milchprodukte sind gefragt
Die meisten Produktsparten haben sich positiv entwickelt. Mengenmäßig am erfolgreichsten war die Joghurtproduktion mit einer Steigerung von 5,1% auf 126 Millionen Kilogramm. Für Reinalter ist dies umso erfreulicher, als der Joghurtmarkt italienweit mengenmäßig um 2% gesunken ist. Erfolgreich am Markt behaupten sich auch die verschiedenen Käsesorten, deren Menge um 4% auf knapp 20 Mio. kg gesteigert werden konnte. Besonders die Frischkäselinie mit Mascarpone und Ricotta zeichnet sich mit einer Mengensteigerung von knapp 6% aus. Eine interessante Nische ist die Ziegenmilch. Die Ziegenmilchmenge wurde um 33% auf 0,8 Millionen Kilogramm gesteigert und daraus wurden Frischmilch, Käse, Joghurt und Butter hergestellt.
 
Strukturwandel schreitet weiter voran
Die Tendenz bei der Entwicklung der Anzahl an Milchlieferanten ist weiter rückläufig. „Wir hoffen, dass sich diese Entwicklung stabilisiert, weil die Milchhöfe den Rohstoff für ihre Qualitätsprodukte brauchen“,so Reinalter. In etwa 60 Lieferanten haben die Milchproduktion eingestellt, sodass es noch 4980 aktive Milchlieferanten gibt.
 
Dichtes Kontrollnetz schafft Sicherheit
Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, wird auf allen Stufen engmaschig kontrolliert. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes täglich 3.000 Rohmilchproben untersucht. Dies ergibt über 5 Millionen Analysen pro Jahr. Weiters wurden 16.000 Milchprodukte kontrolliert und dabei knapp 60.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.
 
Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
Am Bauernhof wird durch das perfekte Zusammenspiel von Tier und Mensch die Grundlage für die hohe Qualität der Südtiroler Milch gelegt. Milchproduzenten sind 365 Tage im Jahr gefordert, denn für beste Qualität braucht es täglichen Einsatz und Fleiß.
Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, die das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. 2014 waren dies 2.344 Lieferanten.
 
Aus allen Milchlieferanten wird nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste ermittelt.
 
Der landesbeste Milchlieferant 2014 ist
Erwin Gschliesser, Bergchristel, Mareit/Ratschings
 
Von 100 möglichen Punkten hat er 98,99 Punkte erreicht. Der Bergchristel-Hof ist einer der 3500 Nebenerwerbsbetriebe in Südtirol. Der Hof trohnt in steiler Hanglage in Mareit mit wunderbarem Ausblick auf das Ridnauntal. 4 ha Wiese mit 125 Erschwernispunkten werden im Sommer zwei Mal gemäht.
Am Hof leben Erwin und Cornelia sowie die Kinder Laura, Robin und Niko sowie Erwins Vater. Im Stall stehen 6 Kühe, zudem befinden sich dort noch 4 Schafe und einige Hasen. Erwin Gschliesser arbeitet Vollzeit auswärts, was besonders im Sommer bei der Futterernte eine Belastung darstellt. Jährlich werden in etwa 47.000 kg Milch an den Milchhof Sterzing geliefert. Auf seinem Weg zur Arbeit bringt er auch die Milch zur Sammelstelle ins Tal.
Für eine gute Qualität der Milch muss Vieles passen, so Erwin Gschliesser. Er ist sich aber auch bewusst, dass immer etwas passieren kann.„Dann ist es wichtig, sofort einzuschreiten und Abhilfe zu schaffen“, so der aktive Bauer.

Foto: Sennereiverband Südtirol, Landesbester Milchlieferant 2014
Adalbert Braunhofer, Obmann Milchhof Sterzing, Annemarie Kaser, Direktorin Sennereiverband Südtirol, Joachim Reinalter, Obmann Sennereiverband Südtirol, Erwin Gschliesser, Bergchristel, Mareit Ratschings, Landesrat Arnold Schuler

 

24. März 2015
Think more about - Tage der Nachhaltigkeit

Die Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ finden dieses Jahr zum fünften Mal in Brixen und Neustift statt. Vom 21.-23. Mai inspirieren nationale und internationale Referenten unter dem Motto „Die Kunst der Balance“ die Zuhörer. Gedanken kommen in Bewegung, neue Sichtweisen werden angeregt

cardbackDie Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ finden dieses Jahr zum fünften Mal in Brixen und Neustift statt. Vom 21.-23. Mai inspirieren nationale und internationale Referenten unter dem Motto „Die Kunst der Balance“ die Zuhörer. Gedanken kommen in Bewegung, neue Sichtweisen werden angeregt.
Eine Welt der Widersprüche umgibt uns: Wachstum oder gesunde Größe, Global, Regional oder Lokal, Finanzmärkte oder Realwirtschaft, Schuldenmachen oder Sparen, Effizienz oder Resilienz, Gewinnmaximierung oder Einkommenssicherung, alte oder neue Wirtschaftsordnung. Wie bringen wir diese Gegensätze in Balance? Dazu gibt der Kongress neue Denkanstöße und Impulse.
Am Donnerstagabend eröffnen drei hochkarätige Redner die Tage der Nachhaltigkeit: Gunter Pauli stellt die Weiterentwicklung der Green Economy zur „Blue Economy: A Report to the Club of Rome – in Action“ vor. Er räumt mit alten Denkweisen wie Ökologie und Gewinn als Widerspruch auf und zeigt visionäre neue Sichtweisen, wie die Grundbedürfnisse der Menschen mit den vorhandenen Ressourcen gedeckt werden können. Susanne Schmidt, die Wirtschaftsjournalistin und Tochter des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt teilt ihre Expertise über die Finanzmärkte unter dem Titel „Die Zähmung der globalen Hochfinanz bleibt ein Balance Akt“ mit den Zuhörern. Lorenz Isler gibt Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie von IKEA. In der anschließenden Podiumsdiskussion stellen sich die Redner der kritischen Auseinandersetzung mit lokalen Persönlichkeiten.
Der zweite Kongresstag legt den Fokus auf die Praxis. Philipp Achammer wird die Gäste begrüßen und Helmy Abouleish (Geschäftsführer der Sekem Group Ägypten), einer der kompetentesten und brillantesten Redner der biodynamischen und ökologischen Bewegung startet mit dem ersten inhaltlichen Beitrag zur „Kunst der Balance“. In den sechs moderierten Dialogrunden teilen erfolgreiche Praktiker aus den Bereichen Wirtschaft- und Lebensraum, Bildung, Preiswahrheit, Sharing Economy, Unternehmensführung und Regionalität ihre Erfahrungen mit den Zuhörern. Impulse, innovative Ideen und Praxisbeispiele kommen unter anderem vom in England lebenden Aktivisten und Blogger Jay Tompt (Mitentwickler des REconomy Projekts), von Peter Wüstner (Referent für Umweltpolitik und nachhaltiges Wirtschaften in Baden-Württemberg), von Silke Weiss (LernKulturZeit), Uwe Lübbermann (Premium Cola) und Marta Mainieri (collaboriamo.org). Den zweiten Kongresstag beschließen Bruno Bonsignore (AssoEtica), Elio Silva (il sole24ore) und der Universitätsdozent Jürg Minsch.
Am Samstag vertiefen neun unterschiedliche Seminare im Kloster Neustift spezifische Inhalte und animieren Neues in das tägliche Leben und Tun zu integrieren.
Begleitet wird der Samstag von der Bioregion Südtirol. Am großen Graben in Brixen bieten Südtiroler Hersteller ihre ökologischen und nachhaltigen Bioprodukte an.
Anmeldung direkt unter www.thinkmoreabout.com
Am Donnerstag ist der Eintritt frei. Freitag und Samstag – Eintrittspreis für einen Tag: EUR 60 für Studenten, EUR 120 für Privatpersonen, EUR 170 für Unternehmen; Eintrittspreis für beide Tage: EUR 90 für Studenten, EUR 180 für Privatpersonen, EUR 260 für Unternehmen
Initiatoren: Terra Institute, Bildungshaus Kloster Neustift, Tourismusverein Brixen, Forum Brixen, Freie Universität Bozen