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Aktuelles - Südtiroler Milch - Sennereiverband

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13. Oktober 2016
Südtiroler Alpkäseverkostung in Burgeis

Bei der 5. Südtiroler Alpkäseverkostung am vergangenen Samstag hatten die Obervinschgauer Almen und die Frauen die Nase vorn: Den ersten Platz belegte die Plawenner Alm, Plawenn mit Sennin Irmgard Strobl, den zweiten Platz die Oberdörfer Alm, Burgeis mit Sennin Petra Reuter und den dritten Platz die Schleiser Alm mit Senn Josef Abertegger.

32 Almen aus Südtirol waren am 8. Oktober in der Fachschule für Landwirtschaft Fürstenburg, Burgeis mit ihren Almkäsen vertreten. Eine 12-köpfige Fachjury mit Käsefachleuten aus dem In- und Ausland unter der Leitung des Sennereiverbandes Südtirol hat das Äußere, das Schnittbild, die Konsistenz und vor allem das Aroma der Käse anhand eines 20-Punkte-Schemas beurteilt. „Auffallend ist heuer das besonders hohe Durchschnittsniveau der eingereichten Käse“ so das einhellige Fazit der Jurymitglieder.

Die Alpkäseverkostung präsentierte sich heuer in einem ganz neuen Kleid: zum ersten Mal war die Veranstaltung öffentlich zugänglich. Die Besucher konnten alle 36 Käse nach Herzenslust verkosten und bewerten. Wer einmal tiefer hinter die Mauern und in die Geschichte der Fürstenburg blicken wollte, konnte sich einer der angebotenen Burgführungen anschließen. Ein kleiner Markt im Innenhof der Fürstenburg rundete das Programm ab. Rund 300 Personen, darunter zahlreiche Feriengäste sind gekommen - die Erwartungen der Veranstalter wurden damit weit übertroffen.

27. September 2016
22. Internationale Almkäseolympiade in Galtür 2016

Äußere Schwemmalm, Ulten; Kreuzwiesen Alm, Lüsen; Höfer Alm, Burgeis und Lyfi Alm, Martell werden ausgezeichnet.

24 Almen aus Südtirol nahmen an der diesjährigen Internationalen Almkäseolympiade in Galtür teil und brachten insgesamt 9 Medaillen mit nach Hause.

Das Bergdorf Galtür im hintersten Paznauntal wird Ende September jeden Jahres zum wichtigsten Treffpunkt der besten AlmkäserInnen der Alpen. Hochwertiger Almkäse stand auch heuer im Mittelpunkt der 22. Internationalen Almkäseolympiade.

Der Almkäse wurde nach den Kriterien Aussehen, Teigfarbe und Lochung, Konsistenz, sowie Geruch und Geschmack von einer international besetzten Jury bestehend aus 42 Käsefachleuten, beurteilt. Die Jury begutachtete, verkostete und bewertete jeden Laib peinlichst genau und vergab schließlich die begehrten „Galtürer Sennerharfen“ in Gold, Silber und Bronze.
Von den knapp 150 teilnehmenden Almen kamen heuer 24 aus Südtirol. Insgesamt wurden 345 Produkte, aufgeteilt auf 13 Kategorien bewertet.

Die Almkäseolympiade wird nicht nur von Jahr zu Jahr größer, sondern auch vielfältiger. Längst werden auf den Almen nicht mehr nur Hartkäse, Schnittkäse oder Graukäse hergestellt. Immer häufiger bereichern Spezialitäten, wie Ziegenkäse, Weißschimmelkäse, in Öl gelegte Frischkäse, Kräuterkäse und vieles mehr die hochalpine Produktpalette.

26. September 2016
Tag der offenen Tür im Haus der Tierzucht am Samstag, 15. Oktober 2016

Das Haus der Tierzucht ist das Kompetenzzentrum für die Südtiroler Vieh- und Milchwirtschaft. Hier dreht sich alles um Tiere und deren Produkte wie Milch, Fleisch und Honig. Die 11 Verbände stellen sich vor und geben Einblick in ihre Tätigkeit.

An diesem Tag kann man alle Tierrassen und –arten an einem Ort erleben. Auch die Türen des Milchlabors stehen offen und man kann den Spezialisten über die Schulter schauen, wenn sie die Milch und Milchprodukte auf Herz und Nieren prüfen. Es gibt Vieles zu entdecken und zu sehen.

Download: Programm

einladung tag der tierzucht

05. September 2016
Lern- & Spielfest Neustift 2016

Wir sind dabei und gestalten einen Tag für die ganze Familie mit! Ein Nachmittag auf dem Sportplatz des Kloster Neustift rund um das Thema „Lernen“. Lernen ist viel mehr als einfach nur Wissen aufnehmen – es bedeutet ausprobieren, nachfragen, spielen, erforschen und neugierig sein.

Auch die leckere Südtiroler Milch wird dabei sein: eine Milchbotschafterin wird allen Interessierten Informationen rund um die Milchwirtschaft und die Südtiroler Milch geben. Diejenigen, die etwas mehr darüber erfahren möchten, können mit ihr Butter schlagen und diese anschließend mit Brot verkosten. Genießen Sie mit uns diese selbstgemachte Marende. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Wann: am Sonntag, 11. September 2016 von 14-19.00 Uhr
Wo: auf dem Sportplatz hinter dem Kloster Neustift
Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

Weitere Informationen unter www.bildungshaus.it/lernfest und auf Facebook.

22. August 2016
Spaß und Köstlichkeiten auf dem Milchfest

Am 27. und 28. August findet das 6. Südtiroler Milchfest auf der Fane Alm in Vals/Mühlbach statt. Auf idyllischen 1.739 Metern Meereshöhe wird den Gästen ein Einblick in die Herstellung verschiedener Milchprodukte geliefert, eine Vielzahl an Delikatessen zur Verkostung kredenzt und vor allem: jede Menge Spaß geboten.

Südtirol produziert jährlich knapp 380 Millionen Liter Milch, was etwa 3,4 Prozent der gesamten Milchmenge Italiens ausmacht. An die 5.000 Bäuerinnen und Bauern liefern die Milch an genossenschaftlich organisierte Milchhöfen Ein durchschnittlicher Jahresumsatz von 450 Millionen Euro macht deutlich, dass die Milchproduktion ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und eine wichtige Grundlage der Berglandwirtschaft ist. Das Südtiroler Milchfest stellt die Leistungen der Berglandwirtschaft vor und vermittelt den Besuchern das Produktionsverfahren verschiedener Milcherzeugnisse. Fachleute zeigen vor Ort, wie Käse, Mozzarella oder Butter hergestellt werden. Am Milchsteig, der zur Alm führt, erfährt man allerhand über die lange Tradition der Milchverarbeitung.

Klar im Vordergrund stehen aber Genuss und gute Unterhaltung. So werden von den Valser Vereinen sowie den Hütten der Fane Alm zahlreiche Spezialitäten rund um die Südtiroler Milch angeboten. Außerdem stehen in der Milchbar, die von der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach organisiert wird, verschiedene leckere Milchmixgetränke und Joghurtkreationen zur Auswahl. Für alle Sportbegeisterten, ob jung oder alt, wird eine Milcholympiade abgehalten, bei der es auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit ankommt. Ebenso werden auf den Milchspielwiesen jede Menge unterhaltende Spiele sowie ein Bastelstadel angeboten, bei dem Kreativität gefragt ist.

Das 6. Südtiroler Milchfest am Samstag, den 27. und Sonntag, den 28. August 2016 beginnt jeweils um 10 Uhr und endet um 18 Uhr. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgen diverse Südtiroler Musik- und Tanzgruppen. Organisiert wurde das Fest von IDM Südtirol im Auftrag des Sennereiverbandes Südtirol und mit freundlicher Unterstützung von Raiffeisen.

Mehr zum Thema 6. Südtiroler Milchfest gibt es unter www.milchfest.com.

29. Juli 2016
Schmeckt teure Milch wirklich besser?

Das Südtiroler Wochenmagazin ‚ff‘ ging dieser Frage auf den Grund und berichtete in der Ausgabe vom 7. Juli 2016 ausführlich darüber.

Wenige Kühe auf den Weiden, oftmals Handarbeit in den steilen Hängen – die Folge: der Milchpreis steigt. Ja, Milch mit dem Qualitätszeichen Südtirol kostet mehr als andere. Aber ist sie auch besser? Andreas Österreicher, Leiter der Qualitätskontrollen für Lebensmittel beim Sennereiverband Südtirol, lud sieben Verkoster ein, um die Frischmilch von acht und die haltbare Milch von sechs verschiedenen Milchhöfen aus dem In- und Ausland zu testen. Sämtliche Produkte werden in Südtirol zum Verkauf angeboten.

Das Testergebnis kann sich sehen lassen. Bei der Verkostung der Frischmilch setzte sich jene eines Südtiroler Milchhofs, die stellvertretend für die Milch aus dem Lande steht, deutlich durch. Zweite wurde die italienische „Primia“, gefolgt von der „Heumilch Tirol“ und der „Heumilch länger frisch“ aus Österreich.

Bei der Verkostung der haltbaren Milch landete die Südtiroler Milch nach der „S-Budget“ aus Österreich und der „Primia“ auf dem dritten Rang. Punkteabzug gab es für den intensiven Kochgeschmack, der darauf zurückzuführen ist, weil die Milch aus Südtirol die mit Abstand am frischesten verpackte Milch ist. Bei der Gesamtkeimzahl, die über die Sauberkeit bei der Milchgewinnung und -lagerung Aufschluss gibt, und dem Zellgehalt, einem Indiz für die Gesundheit der Tiere, war die einheimische Milch einsame Spitze.

Egal ob Milchtrinker oder nicht, die Verkoster waren sich am Ende einig: Sie setzen auf lokale Produkte, da „die kurzen Kreisläufe der Umwelt, der Südtiroler Wirtschaft und unserer Gesundheit zugutekommen“, begründete dies der Milch-Verkoster und ‚ff‘-Redakteur Markus Larcher. Joachim Reinalter, Obmann von Bergmilch Südtirol und des Sennereiverbandes und ebenfalls einer der Verkoster, war zufrieden über den Ausgang der Verkostung. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, dass Bauern faire Preise für die Milch ihrer Küche erzielen können. Wie die Verkostung zeigte, darf Milch mit dem Qualitätszeichen Südtirol gerne ein bisschen teurer sein, Hauptsache sie ist hochwertig und schmeckt.

23. Juni 2016
Erstes Treffen der Südtiroler Molkereifachleute

Der Milchmarkt ist hart umkämpft, die Milchpreise im freien Fall. Umso wichtiger ist ein Produkt mit Geschichte und mit Gesicht. Denn nur Qualität und Innovation garantieren höhere Marktpreise.


Täglich arbeiten die Molkereifachleute in den Südtiroler Molkereien daran, diese Herausforderung zu meistern und für die Südtiroler Milch eine höhere Wertschöpfung zu erzielen.

Dabei sind die gegenseitige Vernetzung und der Gedankenaustausch wichtig, um neue Ansätze zu finden. Daher wurde ein Treffen aller Molkereifachleute Südtirols organisiert. Die Idee dazu wurde bei einer Weiterbildungsveranstaltung geboren und kürzlich in die Tat umgesetzt. Koordiniert wurde dieses Treffen von Andreas Österreicher vom Sennereiverband Südtirol und von Christian Molling von der Bergmilch Südtirol.

22. Juni 2016
Käse-Guilde – Guilde Internationale des Fromagers

Anlässlich der 15. Kapitelsitzung des deutschen Ablegers der „Guilde Internationale des Fromagers“ (Käse-Guilde) unter Vorsitz des französischen Weltpräsidenten Roland Barthelemy und der Paten Hansi Baumgartner (De Gust) und Robert Zampieri (Bergmilch Südtirol) wurde am Sonntag, 19. Juni 2016 in Mainz auch Andreas Österreicher, Südtiroler Käse-Liebhaber und -Botschafter, in diese erlauchte Bruderschaft aufgenommen.

Andreas Österreicher ist Käse und Weinsommelier und  Abteilungsleiter vom Sennereiverband Südtirol. Er wurde in der prestigereiche Guilde aufgenommen und ist nun Teil einer 5000 Mitglieder starken weltweiten Vereinigung. Hauptziel wird es sein, Südtiroler Käse weitum bekannt zu machen und ein Stück Heimat dank Käse zu vermarkten.

01. Juni 2016
1. Juni: Internationaler Tag der Milch

Am 1. Juni wird die Milch gefeiert – dann findet in über 30 Ländern der Erde zum 59. Mal der „Internationale Tag der Milch“ statt.

Er wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen. Ziel dieses Aktionstages ist es, die Milch als natürliches und vor allem gesundes Getränk weltweit und für alle Altersgruppen zu bewerben. 

Allerding steht der Internationale Tag der Milch europaweit in diesem Jahr unter keinem guten Stern: die Milchpreise sind ins Bodenlose gesackt, vielen Bauern steht das Wasser bis zum Hals und die EU weiß nicht, ob und wie sie reagieren soll.

In Südtirol habe man dieses Problem seit jeher durch eine gemeinschaftliche Organisation des Milchmarktes zu vermeiden versucht. „Die guten Auszahlungspreise zeigen, dass das genossenschaftliche System nach wie vor tragfähig ist – vielleicht sogar mehr denn je“, so Reinalter. Als Zusammenschluss der Produzenten seien die Genossenschaften allein den Bauern verpflichtet, ein dauerhaft möglichst hoher Auszahlungspreis sei ihr oberstes Ziel. „Da gibt es keine Reibungsverluste und kein Abschöpfen von Gewinnen durch Dritte“, so der Sennereiverbands-Obmann.

Auch die Konsumenten profitierten vom genossenschaftlichen System, weil in diesem System direkt für Qualität gebürgt werde. „Bei uns sind es die Genossenschaften und über sie die Bauern, die vor den Konsumenten für ihre Milch gerade stehen, unser Qualitäts- und Kontrollsystem ist daher ein lückenloses“, erklärt Reinalter.

Und schließlich profitiere das ganze Land von der genossenschaftlichen Organisation der Milchproduktion und -vermarktung. „Ohne die Genossenschaften hätten unsere kleinen Milchbauern die Produktion lange schon einstellen müssen, während so kleinstrukturierte Betriebe erhalten bleiben und sich weiter um die Pflege unserer Kulturlandschaft, um das Landschaftsbild, um bewirtschaftete Almen und einen zukunftsfähigen ländlichen Raum bemühen können“, so der Obmann, der zudem betont: „Wer regionale Milch und Milchprodukte kauft, leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.“

29. April 2016
Landesbester 2015

Christian Gamper, Platzair, St. Martin im Kofel/Latsch

LandesbesterMilchlieferantIn Sachen Qualität hat die Auszeichnung des Landesbesten bereits Tradition, jenes Bauern also, der über das ganze Jahr die beste Milchqualität geliefert hat. Der Preis geht in diesem Jahr an einen alten Bekannten: Christian Gamper aus St. Martin im Kofel/Latsch, der bereits 2012 Landesbester war. Gamper bewirtschaftet mit seiner Frau Monika, den vier Kindern und seiner Mutter Anna den auf 1400 Metern Meereshöhe gelegenen Platzair-Hof, in dessen Stall sechs Kühe und acht Stück Jungvieh stehen.

„Wenn man bedenkt, unter welchen Umständen die Familie Gamper wirtschaftet – ihr Hof hat 148 Erschwernispunkte und eine durchschnittliche Hangneigung von 76 Prozent – dann kann man vor so einer Leistung nur den Hut ziehen“, so Verbandsobmann Reinalter. „Ohne enormen Fleiß, unendlichen Einsatz und eine unstillbare Leidenschaft für die Milchwirtschaft wäre so etwas nicht möglich.“ Insgesamt wurden in diesem Jahr 2357 Lieferanten mit einer Plakette prämiert. Sie ist eine Auszeichnung dafür, dass das gesamte Jahr hindurch Milch mit Superklasse geliefert worden ist.

29. April 2016
Vollversammlung des Sennereiverbandes 2016

Stabile Entwicklung 2015, große Sorgen für 2016

 

 

Gemischte Gefühle beherrschen die Milchwirtschaft. Während der Blick zurück auf das Milchwirtschaftsjahr 2015 in Südtirol trotz widriger Umstände relativ positiv ausfällt, ist jener nach vorn ein sorgenvoller: „Der Milchmarkt ist nach dem Auslaufen der Milchquoten noch härter umkämpft als bisher, die Leidtragenden sind vor allem die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe“, so Sennereiverbands-Obmann Joachim Reinalter. Noch halte das Sicherheitsnetz in Gestalt der Genossenschaften, doch müsse dieses weiter gestärkt werden.

Stabile Preise, hohe Kosten, weniger Lieferanten

Schon das abgelaufene Milchwirtschaftsjahr, das erste Jahr nach Auslaufen der Quoten, war global gesehen ein hartes: das Angebot war anhaltend hoch, die Nachfrage gering, der Preisdruck entsprechend stark. „Eine solche Situation geht an unseren Milchhöfen nicht spurlos vorüber, deshalb ist es umso erstaunlicher, dass es ihnen gelungen ist, den Milchpreis weitgehend stabil zu halten“, so Reinalter. So wurden landesweit durchschnittlich 50,98 Cent/Kilogramm ausgezahlt. „Wir haben im Berggebiet wegen kleiner Betriebe, geringer Produktivität, schwieriger Arbeitsbedingungen und aufwändiger Logistik auch sehr hohe Produktionskosten“, so der Obmann.

Die Produktionskosten sind indes nicht nur hoch, sie steigen auch stetig an. Dies macht auch die Auswertung von Buchführungsdaten der Viehwirtschaftsbetriebe deutlich. „Die Betriebe tun sich immer schwerer, die Kosten zu decken, weshalb künftig mehr und mehr die unternehmerischen Fähigkeiten der Betriebsleiter über Erfolg oder Misserfolg entscheiden werden“, erklärt Reinalter.

Dieser Umstand wirkt sich bereits auf die Lieferantenzahlen aus. Im Jahr 2015 wurden noch 4886 Milchlieferanten gezählt, das sind 96 weniger als noch im Jahr zuvor. „Gerade kleine Nebenerwerbsbetriebe geben die Milchwirtschaft wegen mangelnder Rentabilität immer öfter auf“, so der Obmann. Trotzdem ist die Milchanlieferung in Südtirol noch stabil und hat sich mit 378,5 Millionen Kilogramm im Vergleich zum Jahr zuvor nicht nennenswert verändert. Leichte Zuwächse verzeichnet nur die Biomilchlieferung, die um rund fünf Prozent auf 6,9 Millionen Kilogramm gestiegen ist.

Enormer Druck auf dem Absatzmarkt

Die größten Sorgen für die Milchwirtschaft hält der Absatzmarkt bereit. Auf Abnehmerseite schreite die Konzentration weiter voran, die Marktmacht der großen Handelsketten sei enorm, die Schere zwischen Handel und Produzenten klaffe immer weiter auseinander, resümiert Obmann Reinalter. Die großen Handelsketten diktieren wegen des großen Angebots und ihrer Marktmacht nicht nur den Preis, sondern erlegen den Produzenten auch immer höhere Auflagen auf. „Diese Auflagen sind aber mit Kosten verbunden“, so Reinalter, „und da müssen wir uns fragen, wer diese zu übernehmen bereit oder imstande ist“.

Betrachtet man die einzelnen Produkte, so sticht für das Jahr 2015 ins Auge, dass es nur beim Joghurt ein Absatzplus gegeben hat, während vor Frischmilch und Butter ein Minus steht. Gerade die Frischmilch gehört aber zu den rentabelsten Produkten der Milchwirtschaft – entsprechend groß ist die Konkurrenz. „Wir können zum Glück feststellen, dass die Südtiroler Konsumentinnen und Konsumenten den heimischen Produkten nach wie vor die Stange halten, weil sie wissen, dass sie ein frisches, gesundes, rundum kontrolliertes, nachhaltig hergestelltes und nur über kurze Strecken transportiertes Produkt in Händen halten“, erklärt der Obmann. „Für diese Treue sind wir überaus dankbar.“

Mit dem Griff zu Südtiroler Milchprodukten legten die Konsumentinnen und Konsumenten auch ein Bekenntnis zu Landwirtschaft und Landschaft ab. „Den Südtirolerinnen und Südtirolern ist der Wert unserer kleinen Strukturen, unserer Höfe und des Einsatzes der Bauern für die Erhaltung der Landschaft bewusst“, so Reinalter. Er kündigt auch an, dass die Sensibilisierungsarbeit des Sennereiverbandes in diesem Sinne weitergehe: „Wir müssen das Bewusstsein für hochwertige Lebensmittel weiter stärken und allen klarmachen, dass dafür auch angemessene Preise bezahlt werden müssen, wenn wir der Berglandwirtschaft nicht den Boden unter den Füßen wegziehen wollen.“

Genossenschaften und Qualität als Erfolgsrezepte

Dass Südtirols Milchwirtschaft angesichts der Marktsituation überhaupt noch konkurrenzfähig sei, liege einzig und allein an deren Organisation in Genossenschaften, ist der Obmann überzeugt. „Ziel einer Genossenschaft ist nicht die klassische Gewinnmaximierung, sondern ein höchstmöglicher Auszahlungspreis für ihre Mitglieder“, so Reinalter. Die Bauern profitierten damit direkt von einem starken Auftritt auf dem Markt, von effizienten Organisationen und schlanken Strukturen.

Zweites Erfolgsrezept ist die Qualität der Südtiroler Milch, die dank der Kontrollen des Sennereiverbandes lückenlos gesichert werden kann. Allein im vergangenen Jahr wurden im Verband über 3500 Rohmilchproben täglich untersucht, über fünf Millionen Einzelanalysen von Gesundheits- und Qualitätsparametern wurden durchgeführt, dazu über 62.000 Produktproben. „Die Kontrolltätigkeit ist mit einem enormen Aufwand verbunden, sie ist aber der Sockel auf dem das gesamte Gebäude der Südtiroler Milchwirtschaft steht“, so der Sennereiverbands-Obmann.

29. April 2016
Alma, Adele und Sonnenschein, wie kommt die Kuh zu ihrem Namen in Südtirol?

Die Namen der Milchkühe wählen die Südtiroler Bergbauern nach einer alten Tradition aus.

Die Südtiroler Milchbauern haben eine enge Beziehung zu ihren Tieren. Die circa 5.000 bäuerlichen Familienbetriebe kennen bei durchschnittlich 15 Kühen pro Hof sprichwörtlich jede Milchkuh persönlich. Da ist es selbstverständlich, dass jede Kuh auch einen eigenen Namen trägt. Beyoncé, Adele oder Angela: Bei der Namensgebung wird der Südtiroler Milchbauer auch gern kreativ, und wenn Adele neben Beyoncé zufrieden auf der saftigen grünen Wiese weidet, dann kommen diese Namen aber nicht von ungefähr. In einer Sache bleiben die Südtiroler Bergbauern stets traditionsbewusst: Um einen besseren Überblick zu behalten, bekommen die Kälber einen Namen, der mit dem gleichen Buchstaben wie jener seiner Mutter beginnt. Darum kann das Kalb von Alma zum Beispiel Adele heißen aber nicht Bella. Diese einfache und doch genaue Regel hilft den Bauern die Abstammungslinie jeder Kuh nachvollziehbar zu machen.

Die Südtiroler Milchbauern wissen es schon lange: Es ist nicht nur netter seine Kuh mit Namen anzureden, sondern auch förderlich für die Milchproduktion. Laut einer Studie der Universität Newcastle kann die Jahresleistung einer Milchkuh dank mehr persönlicher Zuwendung um 250 Liter gesteigert werden. Sie fühlt sich auf den saftigen Almwiesen in 800 bis 2000 m Höhe dann noch glücklicher und entspannter. "Genauso wie Menschen stärker auf persönlichen Kontakt reagieren, fühlen sich auch Kühe wohler und entspannter, wenn man ihnen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenkt", sagte Studienleiterin Catherine Douglas.

In Südtirol werden Sie bei einem Spaziergang auf den Almen, übrigens sehr wahrscheinlich einer Alma begegnen. Alma ist der beliebteste Name für Milchkühe bei den Südtiroler Bauern. Ganz gleich ob Alma, Adele oder Sonnenschein, die circa 75.000 Kühe in Südtirol geben täglich ihr Bestes für Sie: über 1.000.000 kg Südtiroler Milch mit Qualitätszeichen Südtirol!

01. März 2016
Südtiroler Käsefestival in Sand in Taufers

 

Das Ahrntaler Käsefestival: Das Beste aus der Milch im Genusstest

 

 

Sand in Taufers wird dieses Jahr wieder zum Genuss-Magneten für alle Käsefreunde. Das Südtiroler Käsefestival lockt vom 11. bis zum 13. März Produzenten, Händler und Genießer ins Tauferer Ahrntal. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung hat sich als eine der wichtigsten Plattformen für Käseliebhaber etabliert. Experten und Fachjournalisten zählen das Festival zu den interessantesten Käseevents Italiens, und zum Bedeutendsten im Alpenraum. Die Veranstaltung ist Käse- und Feinschmecker-Markt, Fachmesse und Treffpunkt für Genießer und Gourmets zugleich.An drei Tagen stellen rund 100 Aussteller den Besuchern fast tausend Käse-Spezialitäten vor: Darunter lokale Hofkäsereien, Käsereien aus der Region sowie Produzenten aus Italien und weiten Teilen Europas. Auch der Südtiroler Sennereiverband ist mit einem Stand vertreten, an dem man die beliebten Käsesorten der Südtiroler Milchhöfe kosten und kaufen kann. Eingebettet ist der Käsemarkt in ein erlebnisreiches Rahmenprogramm mit geführten Verkostungen, Geschmackserlebnissen rund um den Südtiroler Käse und anderen Südtiroler Spezialitäten, Showcooking mit Sterneköchen, Vergleichsverkostungen der Südtiroler Hofkäsereien, zahlreichen Workshops und buntem Kinderprogramm. Besucher bekommen außerdem die Gelegenheit, die Arbeit der Südtiroler Senner kennen zu lernen und beim Käsen dabei zu sein. Das Angebot des Ahrntaler Käsefestivals lässt keine Wünschen offen: ob würziger Stilfser Käse g.U. oder feiner Mozzarella, ob cremiger Weichkäse oder fast fettfreier Südtiroler Graukäse. Das Festival zelebriert die Einzigartigkeit und Vielseitigkeit des Käses und weckt die Freude am Genuss. Südtiroler Käse ist dabei unweigerlich mit dem Milchparadies Südtirol und seinen Bergbauernhöfen verbunden. Das Käsefestival macht auf die Tradition der Südtiroler Michprodukte, das einzigartige Handwerk und garantierte Qualität aufmerksam.Zu den Sponsoren der Veranstaltung zählt der Sennereiverband Südtirol, der die genossenschaftlichen Milchverarbeiter Südtirols vereint. Ziel des Sennereiverbandes ist es, die Mitglieder in der Vermarktung ihrer Milchprodukte zu unterstützen und für den Konsumenten die unverkennbare Südtiroler Milchqualität zu sichern.

 

 

 

 

 

23. Februar 2016
Sennereiverband Südtirol: der ideale Ansprechpartner für die handwerklichen Milchverarbeiter

 

Wie die Lebensmittelsicherheit garantiert werden kann und welche Dienstleistungen er in diesem Bereich anbietet, stellt der Sennereiverband Südtirol bei der Agridirect 2016 vor.

 

 

In etwa 80 Direktvermarkter sind derzeit in Südtirol in der bäuerlichen Milchverarbeitung tätig und veredeln ihre eigene Milch am Hof hauptsächlich zu Produkten wie Käse, Butter und Joghurt. Dazu kommen noch rund 65 Milchviehalmen, welche im Sommer die Milch auf den Almen zu Käse verarbeiten. Durch die Verknüpfung von praktischer Aus- und Weiterbildung mit qualifizierter Fachberatung ist es dem Sennereiverband Südtirol möglich, den Bereich der handwerklichen Milchverarbeitung optimal zu betreuen.

Gesunde und sichere Produkte sind die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung. Die rechtlichen Vorgaben sind umfangreich und die Auflagen vielfältig. Hier unterstützt der Sennereiverband Südtirol mit seiner 360 Grad-Beratung. Von der Rohmilch-Qualität über die Produktion bis zur Produktanalyse wird ein umfassenendes Beratungspaket angeboten, welches alle Themen wie HACCP, Hygiene, verfahrenstechnische Planung und Produktqualität beinhaltet.

Bei der Agridirect 2016 ist der Sennereiverband Südtirol gemeinsam mit der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern  mit einem gemeinsamen Informationsstand vertreten. Hier besteht auch die Möglichkeit Probenahmeutensilien wie Milchprobeflaschen und Produktprobensäckchen vor Ort abzuholen.

Gemeinsam mit den Behörden hat der Sennereiverband Südtirol die „Leitlinie zur Eigenkontrolle in Direktvermarktungsbetrieben“ ausgearbeitet. Andreas Österreicher, Laborleiter im Sennereiverband Südtirol, wird im Detail dazu in seinem Vortrag zur Lebensmittelsicherheit in der Hofkäserei berichten, und zwar am Montag, 29.02.16 von 10:30 bis 11:30 Uhr und von 14:00 bis 15:00 Uhr, jeweils Bühne Halle, Gang B11.

„Regionale Produkte werden stark nachgefragt. Dies ist eine Chance für die Direktvermarkter. Aber eine gute Produktqualität ist das Um und Auf, da darf es keine Kompromisse geben. Beratung kann hier oft wertvolle Tipps geben und die Produktqualität optimieren, so Bertram Stecher, der zuständige Berater im Sennereiverband.

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28. September 2015
21. Internationale Almkäseolympiade in Galtür 2015 Großer Erfolg für Südtiroler Almen

30 Almen aus Südtirol nahmen an der diesjährigen Internationalen Almkäseolympiade in Galtür teil. Mit insgesamt 16 Medaillen konnten sie an die großen Erfolge der letzten Jahre anknüpfen.

  

 

Hochwertiger Almkäse stand im Mittelpunkt der 21. Internationalen Almkäseolympiade in Galtür. Das Bergdorf im hintersten Paznauntal ist mit dieser Veranstaltung längst zum wichtigsten Treffpunkt der besten AlmkäserInnen der Alpen geworden.

Der Almkäse wurde nach den Kriterien Aussehen, Teigfarbe und Lochung, Konsistenz, sowie Geruch und Geschmack von einer international besetzten Jury bestehend aus 36 Käsefachleuten, beurteilt. Die Jury begutachtete, verkostete und bewertete jeden Laib peinlichst genau und vergab schließlich die begehrten „Galtürer Sennerharfen“ in Gold, Silber und Bronze. Diese Auszeichnungen gelten als wertvollste Qualitätstrophäen für Almkäse im deutschsprachigen Alpenraum.

Von den 130 teilnehmenden Almen kamen heuer 30 aus Südtirol. Insgesamt wurden 285 Produkte, aufgeteilt auf Kategorien bewertet.

Die Almkäseolympiade wird nicht nur von Jahr zu Jahr größer, sondern auch vielfältiger. Längst werden auf den Almen nicht mehr nur Hartkäse, Schnittkäse oder Graukäse hergestellt. Immer häufiger bereichern Spezialitäten, wie Ziegenkäse, Weißschimmelkäse, in Öl gelegte Frischkäse, Kräuterkäse und vieles mehr die hochalpine Produktpalette.

Die Südtiroler Almen konnten wiederum einen großen Erfolg feiern. Insgesamt holten sie 4 Gold, - 7 Silber- und 5 Bronzemedaillen. Besonders hervorgehoben haben sich dabei die Mariolbergalm, Ulten mit Senn Milan Sova (2 Goldmedaillen), die Höfer Alm, Burgeis mit Sennin Karin Lösch und die Äußere Schwemmalm, Ulten mit Senn Norbert Zöschg (jeweils 1 Goldmedaille, 1 Silbermedaille, 1 Bronzemedaille) sowie die Kaproner Alm, Langtaufers mit Sennin Elisabeth Haid (2 Silber- und 2 Bronzemedaillen)

In der Jury waren neben Fachleuten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Liechtenstein Bertram Stecher und Andreas Österreicher vom Sennereiverband Südtirol Ludwig Tschurtschenthaler von der Bergmilch Südtirol und Manuel Zingerle von der Hofkäserei Untereggerhof, Vals vertreten.

Bertram Stecher, zuständig für den Bereich Almen und Hofkäsereien im Sennereiverband stellt fest: „Die Milchkühlung und die Käsereifung waren durch die ausgesprochen hohen Temperaturen in diesem Sommer auf einigen Almen problematisch. Vor allem beim Schnittkäse konnte deshalb das Potenzial nicht immer voll ausgeschöpft werden. Trotzdem und gerade deshalb freuen wir uns sehr über den Erfolg der Südtiroler Almen und bedanken uns bei den SennInnen und HirtInnen für ihren unermüdlichen Einsatz unter teilweise schwierigsten Bedingungen“.

 

Die Südtiroler Preisträger 2015 sind:

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Alm Käser/Käserin Almverantwortliche/r Produkt Ergebnis
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Frischkäse Gold
Höfer Alm, Burgeis Karin Lösch Stefan Thöni Spezialitätenkäse Gold
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Spezialitätenkäse Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Weichkäse Ziege Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Schnittkäse Silber
Höfer Alm, Burgeis Karin Lösch Stefan Thöni Weichkäse Silber
Fane Alm, Mühlbach Michael von Dellemann Johann Stolz Schnittkäse Silber
Eishof Alm, Pfossental Erich Schaffler Erich Schaffler Schnittkäse Silber
Hagner Alm, Welschnofen Johann Kafmann Johann Kafmann Schnittkäse Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Weichkäse Bronze
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Schnittkäse Ziege Bronze
Mitteralm, Taufers i. Münstertal Andrea Raich Hubert Schaller Schnittkäse Bronze
Höfer Alm, Burgeis Karin Lösch Stefan Thöni Schnittkäse Bronze
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Schnittkäse mit Gewürz Bronze
03. September 2015
Südtirol ist Europameister im Handmähen

Südtirol gelingt bei der EM im Handmähen im Baskenland (Spanien) die Sensation und wird Europameister, Vize-Europameister und holt sich auch noch den Mannschaftssieg. Über 90 Athleten aus sechs Nationen gingen an den Start.

europameister handmaehen 2Wenn Georg Spiess in Azpeitia, Gipuzkoa im spanischen Baskenland zum Sensenschwung ansetzte, herrschte angespannte Stille bei den vielen Zuschauern. Der Sarner ist einer der Top-Mäher, der sich über die Vorentscheide im Handmähen der Südtiroler Bauernjugend für die Europameisterschaft qualifiziert hat. Sein Können und das harte Training sollten sich bezahlt machen: Spiess holte sich bei der EM im Handmähen im Baskenland in einem Sekundenkrimi den Europameistertitel, Vize-Europameister wird Klaus Lanziner aus Kastelruth. Doch damit nicht genug: Die Südtiroler Mannschaft holt sich auch noch den Sieg für die beste Mannschaftsleistung unter allen teilnehmenden Nationen.
Über 90 Athleten aus dem Gastgeberland Baskenland, Südtirol, Bayern-Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien kämpften in einem Sekundenkrimi um den Europameistertitel.
Jeder Bursch musste ein Feld von 100 Quadratmetern abmähen. Jenes der Frauen war 35 Quadratmeter groß. Bewertet wurde hart erzählt Martin Kemenater, der Betreuer der Südtiroler Athleten. „Für das Ergebnis zählte nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch die Sauberkeit der Mahd. Das Endergebnis setzte sich aus der Mähzeit, addiert mit den Strafsekunden aus der Qualitätsbewertung zusammen.“ Die strengen Augen von 12 Juroren wachten über den Wettbewerb.

Georg Spiess gelingt Sensation
Die Südtiroler Teilnehmer zählten im Wettbewerb schon immer zu den Favoriten. „Der Druck, der in diesem Moment auf die Top-Favoriten lastet, ist da schon enorm“, erklärt Kemenater.
Georg Spiess aus dem Sarntal behielt im Wettbewerb die Nerven und mähte sich mit einer sensationellen Zeit von zwei Minuten, 41 Sekunden und 13 Hundertstel zum Europameister im Handmähen. Doch damit nicht genug. Dicht hinter ihm mähte sich Klaus Lanziner aus Kastelruth mit einer Zeit von zwei Minuten, 43 Sekunden und 67 Hundertstel zum Vize-Europameister. Bei den Frauen hingegen war Margrit Föhn aus der Schweiz das Maß aller Dinge. Sie holte sich den Titel Europameisterin im Handmähen.

Sieg für Mannschaftsleistung geht auch an Südtirol
Dass Südtirol nicht mehr aus dem jubeln kam, zeigte sich bei der Siegerehrung, als dann Südtirol auch noch den Sieg für die beste Mannschaftsleistung holte. Die weiteren Südtiroler Teilnehmer mähten sich nämlich alle auf Top-Plätze: Christian Irsara auf Platz 5, Daniel Lanziner auf Platz 8, David Tirler auf Platz 16, Simon Oberrauch auf Platz 21 und Karolin Koch auf Platz 22.
Länderübergreifendes Fest unter Freunden
Neben dem Wettbewerb ist die Veranstaltung auch ein länderübergreifendes Fest unter Freunden. „Mit dem Austausch entstehen Freundschaften, die weit über die Landesgrenzen hinausreichen. Das Gastgeberland hat uns eine tolle Veranstaltung geboten“, blickt Kemenater zurück.
Mähen mit der Sense hat in Südtirol lange Tradition
„Wir freuen uns mit unseren Südtiroler Mähern über diese grandiose Leistung. Das Mähen mit der Sense hat in Südtirol eine lange Tradition. Dass diese in der Jugend weiterlebt, darauf sind wir besonders stolz“, so Christine Tschurtschenthaler, Landesleiterin und Sieghard Alber, Landesobmann der Bauernjugend.
Das Mäherteam aus Südtirol wird von der Südtiroler Milchwirtschaft und dem Busunternehmen Domanegg Reisen unterstützt.

Foto 1: Der Sarner Georg Spiess war in Top-Form und mähte sich mit Können, Kraft und Schnelligkeit zum Europameister im Handmähen.

Foto 2: So sehen Sieger aus! Im Bild das Mäherteam aus Südtirol mit Georg Spieß (vorne, erster von links), dem Europameister im Handmähen, Klaus Lanziner (vorne, erster von rechts), Vize-Europameister und der Europameisterin Margrit Föhn aus der Schweiz.

Für Interviews mit dem Europameister im Handmähen Georg Spiess und dem Mäherbetreuer Martin Kemenater: 3473345374

 

 

14. Mai 2015
Richtig messen macht sich bezahlt

Sennereiverband private Eichstelle für Volumenmessanlagen - einziges Labor italienweit mit akkreditierter Methode – Garantie für die Bauern und Milchhöfe

eichdienstKürzlich hat der Sennereiverband Südtirol von Accredia, der italienischen Akkreditierungsorganisation eine hohe Auszeichnung erhalten: Er verfügt über das einzige Labor italienweit mit einer akkreditierten Methode zur Eichung von Volumenmessanlagen mit europäischer Zulassung für Milch.
 
Werden Güter über die Menge bezahlt, so muss sichergestellt sein, dass die Menge richtig gemessen wird. Das ist so beim Gewicht von Waren im Geschäft genauso beim Treibstoff an der Zapfsäule.
Was für die Konsumenten gilt, gilt natürlich auch für die Vorstufen der Produktion. So werden in Südtirol täglich über 1 Million kg Milch von den knapp 5000 Bergbauernhöfen mit 50 Sammelwagen abgeholt. Jeder Sammelwagen verfügt über eine entsprechende Messanlage, welche die Milchmenge erfasst. Diese Milchmenge ist die Grundlage für die Qualitätsmilchbezahlung, aber auch für Statistiken, welche der Staat und die EU fordern.
 
Dass diese Mengen in korrekter Weise erfasst werden, dafür muss der Abnehmer, in diesem Fall der Milchhof, sorgen. „Wie sich die Konsumenten erwarten, dass sich in einer Liter Milch-Packung auch tatsächlich ein Liter Milch befindet, so erwarten sich die Bauern, dass die Mengenerfassung der wirklich abgelieferten Milchmenge entspricht. Dies müssen die Milchhöfe daher garantieren. Schließlich ist die Milch die Grundlage für das Einkommen auf den Höfen“, so Joachim Reinalter, der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.
 
Die Milchwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Milchhöfe zahlen über 205 Mio. Euro an Milchgeld an die Bäuerinnen und Bauern aus. Daher ist es für Reinalter wichtig, dass jeder das Geld erhält, das ihm zusteht.
 
Aber auch der Staat wacht über die korrekte Mengenerfassung. In der Vergangenheit war die Eichung der Mengenerfassungssysteme ausschließliche Angelegenheit der Handelskammer. Inzwischen hat sich die Rechtslage geändert und die Tätigkeit wurde privatisiert. Der Handelskammer obliegt nun die Kontrollfunktion über die privaten Eichstellen. Gemeinsam mit der Handelskammer Bozen hat der Sennereiverband Südtirol den Weg beschritten. „Die Mitarbeiter der Handelskammer haben uns mit ihrer großen Erfahrung bei der Ausarbeitung der notwendigen Unterlagen unterstützt, wodurch das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte“, dankt Reinalter im Hinblick auf die unbürokratische Abwicklung der Handelskammer Bozen.
 
„Für die Handelskammer Bozen war es selbstverständlich, das Wissen und die jahrelange Erfahrung in diesem Bereich mit dem Sennereiverband Südtirol zu teilen, um ihn bzw. die über 5.000 Bäuerinnen und Bauern bei dem Projekt zu unterstützen. Wir freuen uns darüber, dass der Sennereiverband nun eine so hohe Auszeichnung erhalten hat“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.
 
Für die Milchhöfe ist die Überwachung von neutraler Stelle ein Vorteil. So haben die Bauern die Sicherheit, dass die Milchmengenmessung auf den Milchsammelwagen korrekt erfolgt und überwacht ist.
 
Die Akkreditierung ist für ein Labor die höchste Qualitätsstufe, die man erreichen kann. Eine akkreditierte Methode garantiert sichere und nachvollziehbare Ergebnisse, die international vergleichbar sind. „Der Standard, der für alle unsere Analysen im Milchbereich gilt, konnte auch auf diesen Bereich ausgeweitet werden“, freut sich Reinalter.
 
Das Resultat zeigt, wie innovativ und leistungsfähig der Milchsektor ist. Der Sennereiverband Südtirol als das Kompetenzzentrum für Milch in Südtirol erweitert seine Dienstleistungen im Milchbereich stets und passt sie an die neuen Anforderungen der Mitgliedsbetriebe und des Marktes an.
 
Foto: Sennereiverband Südtirol, v.l.n.r.:
Dr. Alfred Aberer – Generalsekretär Handelskammer Bozen
Luca Filippi Vizegeneralsekretär der Handelskammer
Annemarie Kaser – Direktorin Sennereiverband Südtirol
Joachim Reinalter – Obmann Sennereiverband Südtirol
Luis Kerschbaumer – Leiter Abteilung Rohmilchkontrolle Sennereiverband Südtirol
On. Dr. Michl Ebner - Präsident der Handelskammer
Thomas Delmonego - Eichinspektor

 

24. April 2015
Vollversammlung 2015

Südtirols Milchwirtschaft trotzt der Krise
2014 durchwachsenes Jahr für die Milchwirtschaft – Strukturwandel hält an

praemierunglandesbester2014Die Wirtschaftskrise und der russische Importstopp führten zu rückläufigen Preisen am Milchmarkt. Die Südtiroler Milchwirtschaft konnte sich in diesem Umfeld jedoch gut behaupten. Die Bergbauern konnten aufgrund der schlechten Witterung das Futter nur sehr schwer einbringen, wodurch sich die Produktionskosten erhöhten. Die Südtiroler Bäuerinnen und Bauern lieferten 379 Mio. kg Milch an die Milchhöfe, der Milchpreis stieg leicht auf 49,88 cent/kg (ohne Mwst.). Der Umsatz der Südtiroler Milchwirtschaft stieg um 1,3% auf 451 Mio. Euro und der Sektor bietet 910 sichere Arbeitsplätze. Diese Bilanz zog der Sennereiverband Südtirol bei seiner Vollversammlung für das abgelaufene Jahr.
 
Herausforderung für die Zeit nach der Quote
Für Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, ist klar, dass die Milchhöfe den Milchpreis auf den Märkten erwirtschaften. Durch das Auslaufen der Quoten werde mehr Milch auf den Markt kommen und die Gunstlagen ihre Vorteile verstärkt ausspielen können. Die Südtiroler Milchhöfe haben sich gut auf die Zeit nach der Quote vorbereitet. Sie haben in die Märkte investiert sowie in Qualität und Effizienz auf allen Stufen der Produktion. Doch das allein wird nicht reichen. „Die Politik hat die Verantwortung, durch entsprechende Rahmenbedingungen die Milchwirtschaft im schärfer werdenden Wettbewerb zu unterstützen“, fordert daher Reinalter. „Damit die Bäuerinnen und Bauern weiterhin Milch auf ihren Höfen produzieren brauchen sie Produktpreise, die eine lebensfähige Landwirtschaft ermöglichen. Milchproduktion zu Weltmarktpreisen ist im Berggebiet nicht möglich“, so Reinalter.
 
Trotz Konsumkrise erfolgreich am Markt
Der Lebensmittelmarkt in Italien leidet seit Jahren an einer Konsumkrise. Der Konsum ist 2014 zwar erstmals wieder leicht angestiegen, trotzdem entwickelt sich das Bruttoinlandsprodukt weiterhin negativ. „In diesem schwierigen Umfeld haben sich die Südtiroler Genossenschaften erfolgreich behauptet“, freut sich Reinalter. Die Südtiroler Produkte sind durch ihre hohe und beständige Qualität gefragt. Der Kunde kauft zwar bevorzugt bei Aktionen ein, legt aber Wert auf Sicherheit und Glaubwürdigkeit. „Genau bei diesen Themen können wir punkten. Wir haben eine gentechnikfreie Produktion, einen kontrollierten Rohstoff und ein vorbildliches Kontrollsystem, das sowohl die Einkäufer der Handelsketten als auch die Konsumenten schätzen. Dies trägt zu unserem Erfolg bei“, ist sich Reinalter sicher. Dadurch konnten die Produkte zu guten Preisen abgesetzt werden, was sich im leicht gestiegenen Auszahlungspreis bemerkbar macht. Zudem wird inzwischen fast die gesamte Anlieferungsmilch verarbeitet und man ist nicht mehr so stark dem Versandmilchmarkt ausgesetzt ist. Auch dies habe laut Reinalter zur Preisstabilisierung beigetragen.
 
Südtirols Milchprodukte sind gefragt
Die meisten Produktsparten haben sich positiv entwickelt. Mengenmäßig am erfolgreichsten war die Joghurtproduktion mit einer Steigerung von 5,1% auf 126 Millionen Kilogramm. Für Reinalter ist dies umso erfreulicher, als der Joghurtmarkt italienweit mengenmäßig um 2% gesunken ist. Erfolgreich am Markt behaupten sich auch die verschiedenen Käsesorten, deren Menge um 4% auf knapp 20 Mio. kg gesteigert werden konnte. Besonders die Frischkäselinie mit Mascarpone und Ricotta zeichnet sich mit einer Mengensteigerung von knapp 6% aus. Eine interessante Nische ist die Ziegenmilch. Die Ziegenmilchmenge wurde um 33% auf 0,8 Millionen Kilogramm gesteigert und daraus wurden Frischmilch, Käse, Joghurt und Butter hergestellt.
 
Strukturwandel schreitet weiter voran
Die Tendenz bei der Entwicklung der Anzahl an Milchlieferanten ist weiter rückläufig. „Wir hoffen, dass sich diese Entwicklung stabilisiert, weil die Milchhöfe den Rohstoff für ihre Qualitätsprodukte brauchen“,so Reinalter. In etwa 60 Lieferanten haben die Milchproduktion eingestellt, sodass es noch 4980 aktive Milchlieferanten gibt.
 
Dichtes Kontrollnetz schafft Sicherheit
Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, wird auf allen Stufen engmaschig kontrolliert. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes täglich 3.000 Rohmilchproben untersucht. Dies ergibt über 5 Millionen Analysen pro Jahr. Weiters wurden 16.000 Milchprodukte kontrolliert und dabei knapp 60.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.
 
Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
Am Bauernhof wird durch das perfekte Zusammenspiel von Tier und Mensch die Grundlage für die hohe Qualität der Südtiroler Milch gelegt. Milchproduzenten sind 365 Tage im Jahr gefordert, denn für beste Qualität braucht es täglichen Einsatz und Fleiß.
Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, die das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. 2014 waren dies 2.344 Lieferanten.
 
Aus allen Milchlieferanten wird nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste ermittelt.
 
Der landesbeste Milchlieferant 2014 ist
Erwin Gschliesser, Bergchristel, Mareit/Ratschings
 
Von 100 möglichen Punkten hat er 98,99 Punkte erreicht. Der Bergchristel-Hof ist einer der 3500 Nebenerwerbsbetriebe in Südtirol. Der Hof trohnt in steiler Hanglage in Mareit mit wunderbarem Ausblick auf das Ridnauntal. 4 ha Wiese mit 125 Erschwernispunkten werden im Sommer zwei Mal gemäht.
Am Hof leben Erwin und Cornelia sowie die Kinder Laura, Robin und Niko sowie Erwins Vater. Im Stall stehen 6 Kühe, zudem befinden sich dort noch 4 Schafe und einige Hasen. Erwin Gschliesser arbeitet Vollzeit auswärts, was besonders im Sommer bei der Futterernte eine Belastung darstellt. Jährlich werden in etwa 47.000 kg Milch an den Milchhof Sterzing geliefert. Auf seinem Weg zur Arbeit bringt er auch die Milch zur Sammelstelle ins Tal.
Für eine gute Qualität der Milch muss Vieles passen, so Erwin Gschliesser. Er ist sich aber auch bewusst, dass immer etwas passieren kann.„Dann ist es wichtig, sofort einzuschreiten und Abhilfe zu schaffen“, so der aktive Bauer.

Foto: Sennereiverband Südtirol, Landesbester Milchlieferant 2014
Adalbert Braunhofer, Obmann Milchhof Sterzing, Annemarie Kaser, Direktorin Sennereiverband Südtirol, Joachim Reinalter, Obmann Sennereiverband Südtirol, Erwin Gschliesser, Bergchristel, Mareit Ratschings, Landesrat Arnold Schuler

 

24. März 2015
Think more about - Tage der Nachhaltigkeit

Die Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ finden dieses Jahr zum fünften Mal in Brixen und Neustift statt. Vom 21.-23. Mai inspirieren nationale und internationale Referenten unter dem Motto „Die Kunst der Balance“ die Zuhörer. Gedanken kommen in Bewegung, neue Sichtweisen werden angeregt

cardbackDie Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ finden dieses Jahr zum fünften Mal in Brixen und Neustift statt. Vom 21.-23. Mai inspirieren nationale und internationale Referenten unter dem Motto „Die Kunst der Balance“ die Zuhörer. Gedanken kommen in Bewegung, neue Sichtweisen werden angeregt.
Eine Welt der Widersprüche umgibt uns: Wachstum oder gesunde Größe, Global, Regional oder Lokal, Finanzmärkte oder Realwirtschaft, Schuldenmachen oder Sparen, Effizienz oder Resilienz, Gewinnmaximierung oder Einkommenssicherung, alte oder neue Wirtschaftsordnung. Wie bringen wir diese Gegensätze in Balance? Dazu gibt der Kongress neue Denkanstöße und Impulse.
Am Donnerstagabend eröffnen drei hochkarätige Redner die Tage der Nachhaltigkeit: Gunter Pauli stellt die Weiterentwicklung der Green Economy zur „Blue Economy: A Report to the Club of Rome – in Action“ vor. Er räumt mit alten Denkweisen wie Ökologie und Gewinn als Widerspruch auf und zeigt visionäre neue Sichtweisen, wie die Grundbedürfnisse der Menschen mit den vorhandenen Ressourcen gedeckt werden können. Susanne Schmidt, die Wirtschaftsjournalistin und Tochter des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt teilt ihre Expertise über die Finanzmärkte unter dem Titel „Die Zähmung der globalen Hochfinanz bleibt ein Balance Akt“ mit den Zuhörern. Lorenz Isler gibt Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie von IKEA. In der anschließenden Podiumsdiskussion stellen sich die Redner der kritischen Auseinandersetzung mit lokalen Persönlichkeiten.
Der zweite Kongresstag legt den Fokus auf die Praxis. Philipp Achammer wird die Gäste begrüßen und Helmy Abouleish (Geschäftsführer der Sekem Group Ägypten), einer der kompetentesten und brillantesten Redner der biodynamischen und ökologischen Bewegung startet mit dem ersten inhaltlichen Beitrag zur „Kunst der Balance“. In den sechs moderierten Dialogrunden teilen erfolgreiche Praktiker aus den Bereichen Wirtschaft- und Lebensraum, Bildung, Preiswahrheit, Sharing Economy, Unternehmensführung und Regionalität ihre Erfahrungen mit den Zuhörern. Impulse, innovative Ideen und Praxisbeispiele kommen unter anderem vom in England lebenden Aktivisten und Blogger Jay Tompt (Mitentwickler des REconomy Projekts), von Peter Wüstner (Referent für Umweltpolitik und nachhaltiges Wirtschaften in Baden-Württemberg), von Silke Weiss (LernKulturZeit), Uwe Lübbermann (Premium Cola) und Marta Mainieri (collaboriamo.org). Den zweiten Kongresstag beschließen Bruno Bonsignore (AssoEtica), Elio Silva (il sole24ore) und der Universitätsdozent Jürg Minsch.
Am Samstag vertiefen neun unterschiedliche Seminare im Kloster Neustift spezifische Inhalte und animieren Neues in das tägliche Leben und Tun zu integrieren.
Begleitet wird der Samstag von der Bioregion Südtirol. Am großen Graben in Brixen bieten Südtiroler Hersteller ihre ökologischen und nachhaltigen Bioprodukte an.
Anmeldung direkt unter www.thinkmoreabout.com
Am Donnerstag ist der Eintritt frei. Freitag und Samstag – Eintrittspreis für einen Tag: EUR 60 für Studenten, EUR 120 für Privatpersonen, EUR 170 für Unternehmen; Eintrittspreis für beide Tage: EUR 90 für Studenten, EUR 180 für Privatpersonen, EUR 260 für Unternehmen
Initiatoren: Terra Institute, Bildungshaus Kloster Neustift, Tourismusverein Brixen, Forum Brixen, Freie Universität Bozen

16. Dezember 2014
Die Gewinner stehen nun fest

Mitgespielt und gewonnen!
Gewinnspiel im Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe

Die Südtiroler Milchwirtschaft und der Südtiroler Bauernbund haben das Internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe zum Anlass für ein gemeinsames Gewinnspiel genommen. 

Ziel war es, die Öffentlichkeit auf die Bedeutung und die Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe im Land aufmerksam zu machen. Sechs Monate lang konnten die Konsumenten die „Roter Hahn“-Sammelpunkte der 1-Liter-Vollmilchpackungen der Südtiroler Milchhöfe sammeln und einschicken. Insgesamt haben sich über 20.000 Teilnehmer am Gewinnspiel beteiligt. „Die zahlreichen Einsendungen bestätigen, dass die Konsumenten die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern und deren Produkte schätzen. Der Griff zu einem Südtiroler Produkt ist die wertvollste Anerkennung für ihre tägliche Arbeit“, so Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes. SBB-Landesobm

annstellvertreter Viktor Peintner ergänzt: „Bäuerliche Familienbetriebe stehen für lokale Kreisläufe, investieren ihre Einnahmen vor Ort und sorgen für sichere Arbeitsplätze. Sie produzieren Lebensmittel in höchster Qualität und arbeiten nachhaltig. Nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern der Fortbestand der Höfe über Generationen steht dabei im Vordergrund.“

Unter Aufsicht der Handelskammer Bozen wurden die 90 Gewinnerinnen und Gewinner gezogen, die sich nun über 20 Familien-Wochenurlaube auf einem „Roter Hahn“-Bauernhof, 30 Essensgutscheine für „Roter Hahn“-Schankbetriebe und 40 Gutscheine für Südtiroler Milch- und Milchprodukte freuen können.
„So kommen die Gewinner direkt mit Südtiroler Bauernfamilien und ihren Produkten in Kontakt und erhalten Einblick in die Arbeits- und Produktionsweise der Bäuerinnen und Bauern vor Ort“, erklärt Joachim Reinalter abschließend.

Die Gewinner der Hauptpreise sind: siehe Anhang

Foto: Sennereiverband Südtirol, Ziehung Gewinner v.l.n.r. Viktor Peintner, Obmannstellvertreter Südtiroler Bauernbund; Joachim Reinalter Obmann Sennereiverband Südtirol; Georg Tiefenbrunner, Handelskammer Bozen, Hans Josef Kienzl, Marke Roter Hahn des Südtiroler Bauernbundes; Annemarie Kaser, Direktorin Sennereiverband Südtirol; Samantha Endrizzi, Marketing Sennereiverband Südtirol

10. November 2014
Südtiroler Milchwirtschaft mehrfach ausgezeichnet

Medaillenregen für Südtiroler Käse und Butter

9 mal Gold, 5 mal Silber und 5 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 12. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Über 400 Produkte aus elf Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und der Südtiroler Butter überzeugte die Fachjury.

 9 mal Gold, 5 mal Silber und 5 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 12. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Über 400 Produkte aus elf Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und der Südtiroler Butter überzeugte die Fachjury. Die internationale Käsiade ist in erster Linie ein Wettbewerb für Käsespezialitäten aus dem In- und Ausland und wird alle zwei Jahre vom Verband der Käserei- und Molkereifachleute veranstaltet. Daneben gibt es auch noch einen Butterwettbewerb. Die Beurteilung erfolgt durch eine international besetzte Fachjury, wobei das wichtigste Kriterium in der Bewertung der Geschmack ist.


gewinner kasiadeMit einem Rekord von 19 Medaillen konnten die Vertreter der Südtiroler Milchhöfe und die Direktvermarkter die Heimreise aus Tirol antreten. Die Käsiade hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass die Südtiroler Milchwirtschaft den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. „Für Spitzenprodukte braucht es einen Rohstoff von höchster Qualität. Diesen liefern unsere 5000 bäuerlichen Familienbetriebe, welche mit hohem Einsatz dafür sorgen, dass wir in unseren Betrieben eine gute Milch zur Verfügung haben. Unsere gesamte Wertschöpfungskette ist gentechnikfrei und unterliegt strengsten Kontrollen“, unterstreicht Joachim Reinalter, der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.

Mit Gold ausgezeichnet wurden der Milchhof Brixen für Brimi Bio Mozzarella, Brimi Mozzarella 125 g Kugel und Brimi Mozzarella Bocconcini-Ovoline 200 g Becher, die Bergmilch Südtirol für den Mascarpone Mila und den Alta Badia, der Milchhof Sterzing für die Sterzinger Bio Butter, die Sennerei Algund für die Algunder Butter und die Hofkäserei Neuhaushof für den Kräuterkäse und den Lambert’s. Silber ging an den Milchhof Brixen für die Brimi Mozzarella laktosefrei und die Brimi Bio Butter, an die Sennerei Algund für den Algunder Ziegenfrischkäse und die Algunder Ziegenbutter sowie an die Hofkäserei Neuhaushof für den Rieserferner. Bronze erhielten die Bergmilch Südtirol für den Dolomitenkönig und den Weinkäse Lagrein, die Sennerei Burgeis für den Burgeiser Halbfett, die Sennerei Drei Zinnen für den Hirtenkäse und die Sennerei Algund für den Gran Capra.

„Die Herstellung von Käse und Butter ist ein Handwerk, das jahrelange Erfahrung braucht, um echte Perfektion zu erreichen. Wir freuen uns, dass die Südtiroler Molkereimeister mit ihren Spezialitäten ganz vorne dabei sind. Das zeugt von ihrer Kompetenz und von ihrer Leidenschaft zum Produkt“, so Reinalter.

Die Wertschöpfung aus der Veredelung der Milch zu Käse und Butter ist für die Südtiroler Milchwirtschaft von großer wirtschaftlicher Bedeutung. In Südtirol werden knapp 7 Millionen kg Schnittkäse und 13 Millionen kg Mozzarella hergestellt. Dazu kommen noch 7 Millionen kg Frischkäse wie Mascarpone und Ricotta. Weiters werden knapp drei Millionen kg Butter produziert.

 

 

06. Oktober 2014
Gewinnspiel „So(g) frisch“

„So(g) frisch“ – Durch Kindermund Regionalität fördern

Einheimische Produkte beim Einkauf bevorzugen: Das ist das Anliegen der Südtiroler Bauernjugend, welches sie durch ihre Aktion „So(g) frisch“ vermitteln will. Vom 1. Oktober bis 13. November gibt es dabei zahlreiche heimische Produkte zu gewinnen.

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Einheimische Produkte beim Einkauf bevorzugen: Das ist das Anliegen der Südtiroler Bauernjugend, welches sie durch ihre Aktion „So(g) frisch“ vermitteln will. Vom 1. Oktober bis 13. November gibt es dabei zahlreiche heimische Produkte zu gewinnen.
Südtirols Landwirtschaft ist bunt und vielfältig. Vielfältig sind auch die heimischen Produkte. Die Südtiroler Bauernjugend organisiert zum UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe ein Gewinnspiel, bei dem Kinder im Mittelpunkt stehen. Kinder bis zu 10 Jahre sind eingeladen in einem Kurzvideo ein einheimisches, landwirtschaftliches Lebensmittel zu beschreiben, ohne dabei zu verraten, um welches Produkt es sich handelt. Die 50 besten Videos kommen weiter zum Online-Ratespiel im November.
„Wir möchten mit unserer Aktion die Überzeugung der Konsumenten und Konsumentinnen für einheimische Erzeugnisse festigen und sie bei ihrem nächsten Einkauf daran erinnern, Produkten aus Südtirol den Vorrang zu geben. Wir befinden uns in einem Netzwerk, in dem wir nicht nur von einander abhängig sind, sondern auch voneinander profitieren“, erklärt Hannes Dosser, Landesobmann der Südtiroler Bauernjugend bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Aktion. „Mit dem Kauf heimischer Produkte sichern die Konsumenten nicht nur die Existenzgrundlage heimischer Landwirtschaftsbetriebe, sondern beleben damit auch die Wirtschaft.“, ergänzt Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler.
Heimische Produkte zu gewinnen
„Die Produktaktion wird in drei Phasen aufgeteilt“, erklärt Andreas Mair, Landessekretär der Südtiroler Bauernjugend. „Vom 1. bis 22. Oktober können die Videos mit den Produktbeschreibungen der Kinder auf die Webseiten www.sogfrisch.it und www.dimmelo.bz hochgeladen oder im Landessekretariat der Südtiroler Bauernjugend in Bozen persönlich abgegeben werden“, so Mair weiter. Jedes teilnehmende Kind bekommt ein Überraschungsgeschenk. Die 50 besten, von einer Jury ausgewählten, Videos sind im Zeitraum vom 3. bis 13. November auf den Webseiten ersichtlich. Wer erkennt, um welches Produkt es sich bei der Beschreibung des Kindes oder der Kinder handelt, gibt die richtige Antwort ein. Mitmachen können alle Südtirolerinnen und Südtiroler. Am 13. Dezember erhalten alle Gewinner eine Stofftasche mit heimischen Produkten, die von der Südtiroler Bauernjugend direkt zu ihnen nach Hause gebracht wird. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Südtiroler Bauernjugend landesweit über 15.000 Taschen mit Lebensmitteln aus Südtirol verteilt und damit auf die Qualität der Lebensmittel „Made in Südtirol“ aufmerksam gemacht.

Unterstützt wird die Aktion der Südtiroler Bauernjugend vom Südtiroler Bauernbund, der Südtiroler Milchwirtschaft, der Südtiroler Apfelwirtschaft, der Pustertaler Saatbaugenossenschaft, der EOS der Handelskammer Bozen, der Südtiroler Gärtnervereinigung, und der Genossenschaft V.IP

02. Oktober 2014
20. Internationale Almkäseolympiade in Galtür 2014 Wieder großer Erfolg für Südtiroler Almen

Für viele Südtiroler Almsennereien ist die alljährlich stattfindende Käseolympiade in Galtür längst zum Pflichttermin geworden. Heuer nahmen 26 Almen aus Südtirol teil und sie kamen mit 19 Medaillen nach Hause.

Für viele Südtiroler Almsennereien ist die alljährlich stattfindende Käseolympiade in Galtür längst zum Pflichttermin geworden. Heuer nahmen 26 Almen aus Südtirol teil und sie kamen mit 19 Medaillen nach Hause.

Im Bergdorf Galtür im hintersten Paznauntal drehte sich am vergangenen Samstag wieder einmal alles um ein ganz besonderes Naturprodukt: den Almkäse. Bei der 20. Ausgabe der Internationalen Almkäseolympiade trafen sich die besten Almkäserinnen und Almkäser der Alpen mit ihren Produkten.
Eine aus 33 internationalen Käsefachleuten zusammengesetzte Jury begutachtete, verkostete und bewertete jeden Laib peinlichst genau und vergab schließlich die begehrten „Galtürer Sennerharfen“ in Gold, Silber und Bronze. Diese Auszeichnungen gelten als wertvollste Qualitätstrophäen für Almprodukte.

Von den 120 teilnehmenden Almen kamen heuer 26 aus Südtirol. Insgesamt wurden 260 Produkte, aufgeteilt auf 13 Kategorien bewertet, ein neuer Rekord.

Die Almkäseolympiade wird nicht nur von Jahr zu Jahr größer, sondern auch vielfältiger. Längst werden auf den Almen nicht mehr nur Hartkäse, Schnittkäse oder Graukäse hergestellt. Immer häufiger bereichern Spezialitäten, wie Ziegenkäse, Weißschimmelkäse, in Öl gelegte Frischkäse, Kräuterkäse und vieles mehr die hochalpine Produktpalette.

Die Südtiroler Almen konnten wiederum einen großen Erfolg feiern. Insgesamt holten sie 6 Gold-, 4 Silber- und 9 Bronzemedaillen. Besonders hervorgehoben haben sich dabei die Mariolbergalm, Ulten mit Senn Milan Sova (3 Goldmedaillen), die Kaproner Alm, Langtaufers mit Sennin Elisabeth Haid (2 Goldmedaillen, 1 Bronzemedaille) und die Äußere Schwemmalm, Ulten mit Senn Norbert Zöschg (1 Goldmedaille, 2 Silbermedaillen). Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol, freut sich über die zahlreichen Medaillen: „Es ist ein Zeichen dafür, dass unser beständiger Einsatz im Bereich der Produktqualität Früchte trägt“.

In der Jury waren neben Fachleuten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Liechtenstein Annemarie Kaser, Bertram Stecher und Andreas Österreicher vom Sennereiverband Südtirol und Ludwig Tschurtschenthaler von der Bergmilch Südtirol vertreten.


Die Südtiroler Preisträger 2014 sind:

 

Alm Käser/Käserin Almverantwortliche/r Produkt Ergebnis
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Mariolbergalm, Ulten Milan Sova Manfred Breitenberger Spezialitätenkäse Gold
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Ziegenschnittkäse Gold
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Ziegencamembert Gold
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Käse mit Gewürz/Kräuter Gold
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Spezialitätenkäse Silber
Äußere Schwemmalm, Ulten Norbert Zöschg Norbert Zöschg Schnittkäse Silber
Schleiser Alm, Schleis Josef Abertegger Lorenz Agethle Schnittkäse Silber
Grauner Alm, Graun Karin Lösch Eduard Fritz Spezialitätenkäse Silber
Kaproner Alm, Langtaufers Elisabeth Haid Rudolf Pinggera Schnittkäse Bronze
Grauner Alm, Graun Karin Lösch Eduard Fritz Ziegenkäse Bronze
Grauner Alm, Graun Karin Lösch Eduard Fritz Schnittkäse Bronze
Laatscher Alm, Laatsch Gerald Pöhl Albert Hutter Schnittkäse Bronze
Rifair Alm, Rifair Ulrich Verginer Paul Kristandl Schnittkäse Bronze
Lyfi Alm, Martell Martha Tappeiner Josef Stricker Schnittkäse Bronze
Fane Alm, Mühlbach Michael von Dellemann Johann Stolz Schnittkäse Bronze
Plattkofel Alm Nicole Wille Karl Kaseroler Schnittkäse Bronze
Spitzen Alm Hansjörg Paris Toni Zöschg Käse mit Gewürz/Kräuter Bronze

 

01. September 2014
5. Südtiroler Milchfest

Ein Wochenende im Zeichen der Milch
Vergangenes Wochenende rief die Südtiroler Milch zum Fest auf die Fane Alm in Vals-Mühlbach und Tausende folgten ihrem Ruf. Trotz des für heuer typischen unbeständigen Wetters wurde das Fest ein voller Erfolg. Die Besucherinnen und Besucher konnten einen Blick hinter die Kulissen der Milchwirtschaft werfen.

Im Mittelpunkt des Festes standen die Milchbäuerinnen und –bauern. Sie sind es, die der Südtiroler Milch ihr Gesicht geben und dafür sorgen, dass täglich der Rohstoff Milch für die verschiedenen Milchprodukte zur Verfügung steht.

078 timm mg 1106 72Auch wenn Genuss und Spaß im Vordergrund standen, zeigte das Fest auf, was alles hinter der Südtiroler Milch steckt. Der Obmann des Sennereiverbandes Joachim Reinalter wies auf die Bedeutung der Milchwirtschaft für das Land hin. „Knapp 5000 Milchlieferanten liefern derzeit ihre Milch an die Südtiroler Milchhöfe, welche 900 Mitarbeiter beschäftigen. Nebenbei pflegen sie die Kulturlandschaft. Wer Südtiroler Milchprodukte konsumiert, unterstützt daher eine gesunde Wirtschaft im ländlichen Raum“, so Reinalter.

Landesrat Schuler unterstrich seine Freude darüber, dass dem Kulturgut Milch ein eigenes Fest gewidmet wird. „Das Südtiroler Milchfest bietet eine wunderbare Gelegenheit das Thema Milch und deren Bedeutung für unser Land im Rahmen einer traumhaften Kulisse von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Milch verkörpert nicht nur ein alltägliches Lebensmittel. Milch bedeutet viel mehr für Südtirol und steht vor allem für die bäuerliche Kultur, die wir und auch unsere Gäste so sehr schätzen. Was wäre Südtirol ohne unsere Bergbäuerinnen und Bergbauern, ohne unsere Bauernhöfe, Bergwiesen oder Almen?“ fragte der Landesrat.

Die Berglandwirtschaft hat in Südtirol einen hohen Stellenwert. Sie ist vielfältig und wandlungsfähig.
„Mit dem Milchfest präsentiert sich die Südtiroler Milchwirtschaft ‚zum Angreifen‘ und stärkt damit zusätzlich das Vertrauen der Verbraucher in die heimischen Milchprodukte, die fast zu 100% genossenschaftlich hergestellt und vermarktet werden“, ist Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol überzeugt. Von Beginn an wird das Milchfest von der Südtiroler Raiffeisenorganisation unterstützt.

Die Wichtigkeit des Festes für den Tourismus und die Ferienregion unterstrichen vor allem die Vizebürgermeisterin der Gemeinde Mühlbach Katrin Oberleitner sowie der Präsident des Tourismusvereins Gitschberg Jochtal Franz Stolz.

Die Festbesucher konnten erleben, wie aus Milch die verschiedenen Produkte wie Butter, Käse und Mozzarella hergestellt werden. Viele Spiele und Märchen gab es für die Kleinen. Kampfgeist und Geselligkeit paarten sich bei der Milcholympiade. Die Besucher maßen sich an einem Stationenlauf mit spannenden Aufgaben aus dem Alltagsleben der Milchbäuerinnen und Milchbauern. Viel begangen wurde auch der Milchsteig, der auf die Fane Alm führt, und mit neuen interaktiven Stationen noch attraktiver gestaltet wurde.

Im Rahmen der Feldmesse wurde für die Gaben der Erde gedankt und Pfarrer Florian Kerschbaumer rief ins Bewusstsein der Festbesucher, dass diese nicht selbstverständlich seien.

Südtiroler Musik- und Tanzgruppen umrahmten das Fest musikalisch. Die Besucher wurden mit Südtiroler Spezialitäten, Milchmixgetränken und Joghurtkreationen verwöhnt. Und in zwei Jahren wird auf der Fane Alm in Vals Ende August wieder die Milch den Ton angeben.

 

02. Juli 2014
Milchradtour

Viagginbici.com italienische online Redaktion stellt Artikel und Reportagen über Radtouren für Radliebhaber aufs Netz

12. Juni 2014
Milchjahr im „Südtiroler Gasthaus“

Bozen – In der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ dreht sich von Juni 2014 bis Juni 2015 alles um die Südtiroler Milch. Auf den Speisekarten der Mitgliedsbetriebe werden Gerichte mit Milch und Milchprodukten ein Jahr lang im Vordergrund stehen. Hierfür ging die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ kürzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Sennereiverband Südtirol ein.

kooperationsuedtirolergasthausAuf den Speisekarten der Mitgliedsbetriebe werden Gerichte mit Milch und Milchprodukten ein Jahr lang im Vordergrund stehen. Hierfür ging die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ kürzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Sennereiverband Südtirol ein.


Die Mitgliedsbetriebe der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ legen großen Wert auf typische Südtiroler Gerichte und die Verwendung von heimischen Produkten und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Der Sennereiverband Südtirol sichert mit einem dichten Netz an Kontrollen auf dem gesamten Produktionsweg die Südtiroler Milchqualität. Damit treffen zwei Bewahrer von typischen Südtiroler Produkten aufeinander, die diese Synergien zukünftig verstärkt nutzen möchten. In diesem Sinne wurde kürzlich ein Kooperationsvertrag zwischen Florian Patauner, Vorsitzender der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“, Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, und Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes unterzeichnet. „Die Südtiroler Milchwirtschaft bietet hochwertige und gentechnikfreie Milch und Milchprodukte. Ein Schulterschluss mit den Südtiroler Gasthäusern, die für die regionale Küche stehen, ist daher naheliegend. Wenn die vor Ort produzierten Produkte eingesetzt werden, ist das für die Produzenten die größte Anerkennung“, ist Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, überzeugt.

Von Juli 2014 bis Juni 2015 wird in jedem Mitgliedsbetrieb der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ ein abwechselndes Milchgericht auf der Karte stehen. Außerdem wird auch die Käseauswahl verstärkt von Südtiroler Milchhöfen stammen. Während der anstehenden Aktionswoche „Sommerfrische“ im Frühsommer und „Erntedank“ im Herbst, werden Südtiroler Milch sowie Südtiroler Milchprodukte einen besonderen Stellenwert einnehmen. Die Gastwirte und Gastwirtinnen der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ werden mit viel Kreativität, Milch und Milchprodukte zu besonderen Gerichten verfeinern. So wird es etwa Graukasgnocchi mit geriebenem Schüttelbrot über Kräutertopfenpralinen, Ricotta-Zitronennocken und Joghurtmousse-Törtchen mit Holunder geben.
Bildtext: Von links: Florian Patauner, Vorsitzender der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“, Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, und Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes.

Bozen, 05.06.2014


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01. Juni 2014
Tag der Milch:

Startschuss für Gemeinschaftsaktion zwischen Milchwirtschaft und Südtiroler Bauernbund

Die bäuerlichen Familienbetriebe und die Anliegen der Berglandwirtschaft in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken: Das ist das Anliegen einer Gemeinschaftsaktion zwischen Milchwirtschaft und Südtiroler Bauernbund. Der Startschuss dafür fällt am 01. Juni.

Rund 5000 bäuerliche Familienbetriebe produzieren in Südtirol täglich etwa eine Million Liter Milch. Am diesjährigen Internationalen Tag der Milch wird mit dem Start eines Frischmilch-Gewinnspiels auf ihre Arbeit und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung, Landschaftspflege und einer gesunden Ernährung aufmerksam gemacht. Die Gemeinschaftsaktion zwischen Südtirols Milchwirtschaft und der Marke Roter Hahn des Südtiroler Bauernbundes steht im Zeichen des Internationalen Jahrs der bäuerlichen Familienbetriebe und soll für die Anliegen der Berglandwirtschaft werben.

„Die Gesellschaft verliert immer mehr den Bezug zur Landwirtschaft und vergisst gerne, dass das Essen aus der Landwirtschaft kommt. Man meint, ohne die Landwirtschaft leben zu können, aber den wahren Wert erkennt man meist erst dann, wenn man ihn bereits verloren hat“, sagt Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.

Bäuerliche Familienbetriebe stehen für lokale Kreisläufe, sie investieren ihre Einnahmen vor Ort und sorgen für Lebensqualität und sichere Arbeitsplätze. Sie arbeiten nachhaltig, haben keine kurzfristigen Dividenden im Blick, sondern den Fortbestand über Generationen. Der Griff zu einem Südtiroler Produkt ist die wertvollste Anerkennung für die tägliche Arbeit. Denn „wie Südtirol in Zukunft aussehen wird, entscheidet jeder auch mit dem, was er in seinen Einkaufskorb legt“, ist Reinalter überzeugt.

Über 95% der Betriebe in Südtirol sind familiengeführte Betriebe. „Es muss verstärkt Augenmerk darauf gelegt werden, was diese Betriebe für das Land leisten, und die Leistungen auch honoriert werden“, unterstreicht Leo Tiefenthaler der Obmann des Südtiroler Bauernbundes.

Foto: Südtiroler Bauernbund: Siegfried Rinner, Direktor Bauernbund, Annemarie Kaser, Direktorin Sennereiverband, Joachim Reinalter, Obmann Sennereiverband, Leo Tiefenthaler, Obmann Südtiroler Bauernbund

 

26. Mai 2014
Südtiroler Milch, oder?

Kampagne zur Sensibilisierung für heimische Milchprodukte

Südtiroler/innen und Feriengäste essen und trinken immer bewusster. Wenn sie in einem Gasthaus, Restaurant, Hotel, einer Eisdiele oder Cafè einen Macchiato, ein Käseomelette oder ein Eis bestellen, dann erwarten sie sich, dass Südtiroler Milchprodukte drin sind. Ist das auch so? Die soeben gestartete Sensibilisierungskampagne des Sennereiverbandes trägt diesem Qualitätsdenken und regionalen Verantwortungsgefühl gezielt Rechnung und appelliert an die Gastwirte und Gäste gleichermaßen, bevorzugt Südtiroler Produkte zu verwenden bzw. zu bestellen. Denn das bekommt nicht nur der eigenen Gesundheit um Welten besser, sondern auch unseren Bauern, der heimischen Wirtschaft und der Umwelt, oder?

 

15. Mai 2014
Tage der Nachhaltigkeit „think more about“

“Die Kunst des Wandels”
Die Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ finden vom 15. bis 17. Mai in Brixen zum vierten Mal statt. Veranstalter des Kongresses sind Terra Institute, das Bildungshaus Kloster Neustift in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und mit verschiedenen Organisationen, Partnern und Förderern. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Thema der Veränderung.
Mehr unter: http://www.thinkmoreabout.com/de/

Klimawandel, Co2-Anstieg, (Jugend-)Arbeitslosigkeit, Unternehmensschließungen, Unzufriedenheit und Unsicherheit, Umweltveränderungen, soziale Ungerechtigkeiten: vieles ist im Umbruch, vieles in Veränderung. Diese Dynamik möchten Terra Institute und das Bildungshaus Kloster Neustift in den diesjährigen Tagen der Nachhaltigkeit „think more about“ aufgreifen und unter dem Motto „Die Kunst des Wandels“ diskutieren. „Wir möchten zeigen, wie der Wandel proaktiv gestaltet werden kann und mögliche Lösungswege aufzeigen“, so Günther Reifer vom Terra Institute und Andreas Wild vom Bildungshaus Kloster Neustift. „Hierfür haben wir sowohl Experten als auch Best Practices aus der ganzen Welt, als auch Südtiroler Pioniere eingeladen, welche diesen Wandel schon aktiv gestalten.“


Am Donnerstag Abend, im Brixner Forum, steht nach einer Einführung ins Thema ein Impuls von Harald Welzer auf dem Programm; der Professor wird einige Thesen seines Buches „Das Ende der Welt wie wir sie kannten“ erläutern und seine Sicht des Wandels darstellen. Silke Helfrich, Expertin im Bereich der Gemeingüter, wird eine weitere Betrachtungsweise moderner Wirtschaftslogiken darstellen, ehe uns via Live-Schaltung nach Brüssel Herr Janez Potocnick, EU Kommissar für Umwelt, die Tendenzen und Maßnahmen Europas darstellt. Im Anschluss zeigt dem Publikum ein ehemaliger Vorstandsmitglied der Deutschen Bank ein Unternehmensmodell auf, wie Unternehmen im Jahr 2020 sich aufzustellen haben. Diese Inhalte werden in der Podiumsdiskussion mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Unternehmerverbandspräsident Stefan Pan, mit der Präsidentin der Südtiroler Marketinggesellschaft Uli Rubner und mit dem Vorzeigeunternehmer aus Arco, Giulio Bonazzi, ausführlich diskutiert. Hierbei hat auch das Publikum Möglichkeiten sich entsprechend einzubringen.

Am Freitag, im Bildungshaus Kloster Neustift, werden die Inhalte noch weiter vertieft und auf deren Anwendung in unterschiedlichen Bereichen hin geprüft. In speziellen Dialogrunden mit Experten und dem Publikum werden die Bereiche Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus, Industrie, Lebensstile, regionale Kreisläufe und Neues Lernen durchgearbeitet. Der konkrete Südtirolbezug und die starke Umsetzungsorientierung liegt den Organisatoren dabei heuer ganz besonders am Herzen. Am Samstag, in Neustift, gibt es wie jedes Jahr neun Parallele Vertiefungsseminare.
Anmeldung direkt unter www.thinkmoreabout.com, Tel. 0472 835588.

Am Donnerstag abend ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht verpflichtend, aber erwünscht.
Für den Wirtschaftskongress und die Seminare am Freitag und Samstag ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich (Preise: 50€ für Studenten, 100€ für Privatpersonen, 150€ für Unternehmen).
Bei Anmeldung innerhalb 15. April erhalten Sie als Frühbucherrabatt eine Einladung zum Vernetzungsabendessen am 16. Mai in Neustift (bildungshaus@kloster-neustift.it).

 

28. April 2014
Milchwirtschaft: 1000 Milchbauern weniger in zehn Jahren

Auszahlungspreis leicht zulegt – Erneut lassen 100 Milchbauern die Produktion auf

Trotz massiver Wirtschaftkrise in Italien entwickelte sich der Milchmarkt im abgelaufenen Jahr positiv. Diese Bilanz zog der Sennereiverband Südtirol bei seiner Vollversammlung für das abgelaufene Jahr. Die Milchanlieferung war mit 370,5 Mio. kg zwar leicht rückläufig, der Auszahlungspreis konnte dagegen um 2,5% auf 52,23 gesteigert werden. Stark geholfen hat dabei das weltweit knappe Angebot an Rohmilch, das den Preis für Spotmilch auf den Märkten für einen langen Zeitraum hoch hielt. Der Umsatz der Südtiroler Milchwirtschaft stieg um 3,4% auf 445 Mio. Euro und der Sektor bietet 883 sichere Arbeitsplätze. 



Kontinuierlicher Rückgang an Milchlieferanten
Besorgniserregend ist hingegen die Entwicklung der Milchlieferanten. Wiederum haben über 100 von ihnen die Produktion aufgegeben. Knapp 5000 Bäuerinnen und Bauern widmen sich noch der Milchproduktion, vor 10 Jahren waren es noch knapp 6000.
„Die milchproduzierenden Betriebe müssen sich zwei Entwicklungen stellen: zum einen real sinkenden Erlösen und zum anderen steigenden Produktionskosten. Die Wertschöpfung sinkt daher stetig und immer mehr Bauern ziehen daraus ihre Konsequenz“, so die Einschätzung von Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.
Die Berglandwirtschaft bedarf daher eines besonderen Augenmerkes und Rahmenbedingungen, die ihre Zukunft absichern. „Man darf politisch nicht so tun, als ob die Bergbauern wichtig für die Gesellschaft wären und dann ihr Aufgeben einfach zur Kenntnis nehmen“, unterstreicht Reinalter.

Leicht gestiegener Milchpreis
Anhaltend schwierig ist auch die Situation am Markt. Der Handel befindet sich seit zwei Jahren in einer starken Krise. Das Einkaufsvermögen der Familien wird sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Der Handel arbeit stark mit Aktionen. Trotzdem konnte der durchschnittliche Milchpreis leicht gesteigert werden. Neben dem weltweit relativ hohen Niveau der Milchpreise hat dazu vor allem die Tatsache beigetragen, dass „Südtiroler Produkte aufgrund ihrer Qualität am Markt beliebt sind und die Genossenschaften eine gute Arbeit geleistet haben“, freut sich Reinalter.



Produkte behaupten sich am Markt
Die meisten Produktsparten haben sich positiv entwickelt. Mengenmäßig am erfolgreichsten war die Joghurtproduktion mit einer Steigerung von 4,3% auf knapp 120 Millionen Kilogramm. Für Reinalter ist dies umso erfreulicher, als der Joghurtmarkt italienweit mengenmäßig um 4,2% gesunken ist. Erfolgreich am Markt behaupten sich auch die verschiedenen Käsesorten. Besonders die Frischkäselinie mit Mascarpone und Ricotta zeichnet sich mit einer Mengensteigerung von knapp 5% aus. Die Anlieferung von Biomilch stieg um knapp 4% auf 6,9 Millionen Kilogramm, was allerdings immer noch unter dem Marktpotential für Biomilchprodukte liegt. Eine interessante Nische ist die Ziegenmilch: 0,6 Millionen Kilogramm wurden zu Frischmilch, Käse, Joghurt und Butter verarbeitet.

Absicherung der Genossenschaften mit Rohstoff
Aufgrund der historischen Entwicklung gab es ein Ungleichgewicht bei einzelnen Milchhöfen zwischen Milchanlieferung und Milchverarbeitung. Nach intensiven Kooperationsgesprächen wurde beschlossen, das Milch-Ungleichgewicht über eine „Verschiebung“ von homogenen Milchsammelgebieten auszugleichen. Die Gebiete Ritten und Kastelruth wechselten mit dem 01.01.2014 zum Milchhof Brixen, während Vöran und Mölten einen Wechsel zum Milchhof Meran machten. Der Milchhof Sterzing hingegen hat Verhandlungen mit Nordtirol aufgenommen und seit dem 01.04.2014 wird über die neugegründete Milchgenossenschaft Wipptal-Stubai eGen Milch aus Nordtirol in Sterzing verarbeitet.

Kontrollen bieten Sicherheit
Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, hat die Südtiroler Milchwirtschaft ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Die gesamte Produktionskette von der Fütterung bis zur Verarbeitung arbeitet ohne Gentechnik. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes 690.000 Rohmilchproben untersucht. Weiters wurden 17.600 Milchprodukte kontrolliert und dabei 70.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.

Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
Am Bauernhof wird durch das perfekte Zusammenspiel von Tier und Mensch die Grundlage für die hohe Qualität der Südtiroler Milch gelegt. Milchproduzenten sind 365 Tage im Jahr gefordert, denn für beste Qualität braucht es täglichen Einsatz und Fleiß.
Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, die das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. 2013 waren dies 2268 Lieferanten.

Aus allen Milchlieferanten wird nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste ermittelt.

Der landesbeste Milchlieferant 2013 ist
David Hainz, Ehrenreicher, Pfalzen

Die Familie Hainz aus Pfalzen ist ein bäuerlicher Familienbetrieb mit Mut. Entgegen dem Trend des Auflassens der Milchproduktion hat sie im Jahr 2000 bewusst die Entscheidung zur Milchproduktion getroffen. Durch die Flurbereinigung war ein Neustart möglich und seit 2001 wird am Ehrenreicherhof wieder Milch gestellt. Der Hof wird von David Hainz, seiner Frau Christina und Sohn Fabian im Nebenerwerb geführt. Fabian ist Heizwart im Energiewerk Pfalzen, Sohn Benjamin ist Krankenpfleger.
David Hainz hat bis vor seiner Pensionierung viele Jahre im Milchhof Bruneck gearbeitet. Sohn Fabian wurde die Freude für die Tiere bereits in die Wiege gelegt. Das Vieh war und ist seine Leidenschaft. Die Kälber der Bauern in der Umgebung waren sein „Spielzeug“.
Für eine gute Milch braucht es „die Liebe zum Tier, Fleiß und eine Portion Glück“, so Christina Hainz, welche auch oft fürs Melken zuständig ist, besonders aber für die Hygiene.
Fabian Hainz fordert dazu auf, das Gute in der Landwirtschaft zu sehen, denn „hier kann man sein eigener Chef sein, die Arbeit ist abwechslungsreich und kreativ.“ Auch bei der Zuchtarbeit hat die Familie Hainz bereits einige Auszeichnungen mit nach Hause gebracht.
Der Hof verfügt über 2,5 ha Eigengrund und 4,5 ha sind gepachtet. Im Stall stehen 12 Melkkühe, zum Großteil Pinzgauer. Das Jungvieh wird in einem Partnerbetrieb aufgezogen.
Der Hof liegt auf 1030 m ü.d.M. und liefert jährlich ca. 75.000 kg Milch an die Bergmilch Südtirol.