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Aktuelles - Südtiroler Milch - Sennereiverband

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24. Oktober 2013
Brimi Mozzarella-Kochbuch - Jetzt online erhältlich!

Mozzarella lässt sich in fast unendlich vielen Variationen genießen, im Sommer ebenso wie in den kalten Wintermonaten. Er sit ein nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Küche.
Mehr unter: http://www.brimi.it/de/tipps-fuer-sie/buchverkauf/

Das wissen auch unsere drei Spitzenköche - Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser, Helmut Bachmann - nur zu gut: Ihre 35 Rezepte verwöhnen Sie und Ihre Gäste mit dem einzigartigen Geschmack von Mozzarella. Lassen Sie sich von seinem herrlich zarten Geschmack verführen und entdecken Sie in diesem Kochbuch, was mit dieser köstlichen Zutat alles gezaubert werden kann. Wir wünschen Ihnen dabei viel Spaß und guten Appetit!

Erhältlich im Brimi Shop/Bar oder unter www.brimi.it

 

 

28. September 2013
Brimi - Ein Mozzarella-Fest für alle Sinne

Seit 35 Jahren produziert Brimi nun Mozzarella. Grund genug, dies im Rahmen eines Festes am Samstag 28. September gemeinsam mit über 1.000 Mitgliedern und zahlreichen Ehrengästen zu feiern.

Der Obmann Klaus Faller würdigte in seiner Ansprache seine Vorgänger Wolfgang Heiss, der die Idee für die Mozzarella-Produktion 1978 hatte und Franz Kaser, der diese einst waghalsige Idee erfolgreich umsetzte. Dass der Anfang nicht immer einfach war, und viele ungläubig auf Brimi schauten, berichteten Zeitzeugen, die maßgeblich für den Erfolg verantwortlich waren, auf amüsante Art und Weise.

„Heute produzieren wir 13.000 Tonnen Mozzarella und liefern diese neben dem Hauptmarkt Italien auch in über 20 Länder, somit stellt die Mozzarella-Produktion ca. 75 % Prozent unseres Umsatzes. Der anfangs schwierige Weg ist zum Erfolgsmodell geworden und gewährleistet, dass wir von Brimi unseren über 1.000 Mitgliedern jährlich einen überdurchschnittlichen Milchpreis ausbezahlen können und somit ein sicheres Einkommen für die Mitglieder garantieren und 155 Mitarbeitern einen interessanten Arbeitsplatz in einem hochmodernen schuldenfreien Betrieb“ führte der Geschäftsführer Willi Tauber aus. Er unterstrich in seiner Rede auch die Wichtigkeit der Südtiroler Milch, die dem Mozzarella einen besonderen Geschmack verleiht. Um der starken Nachfrage der letzten Jahre nach Brimi-Mozzarella aus Südtiroler Milch gerecht zu werden, ist man bei Brimi auch zufrieden, dass die Gebietsanpassung mit der Bergmilch zur beidseitigen Zufriedenheit gelöst wurde und so ab 1. Jänner 2014 die Gebiete Ritten und Kastelruth/Seis mit mehr als 250 Mitgliedern bei Brimi aufgenommen werden können. So ist die Genossenschaft auch trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen gut für die Zukunft aufgestellt.


Kernstück der Feier war die Präsentation des Mozzarella-Kochbuches, welches eigens für die Jubiläumsfeier von den Spitzenköchen Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser und Helmut Bachmann geschrieben wurde. Sie ließen sich vom einzigartigen Geschmack der Brimi-Mozzarella inspirieren und schufen 35 innovative und kreative Rezepte, die zum Nachkochen einladen. Einige davon, konnten die Festteilnehmer verkosten, besonders positiven Anklang fand neben den Mozzarella-Speckröllchen, das Mozzarella-Eis.

Zum Abschluss wurden auch noch die Gewinner des Brimi-Gewinnspieles prämiert.


Für weitere Informationen können Sie gerne den Geschäftsführer Herrn Willi Tauber unter folgender Nummer erreichen: 348 8710582

 

01. Juni 2013
Internationaler Tag der Milch 2013

Heute ist Tag der Milch – tragende Säule der Südtiroler Berglandwirtschaft
Jedes Jahr werden weltweit mehr als 700 Milliarden Liter Milch produziert. Möglich machen dies etwa 150 Millionen bäuerliche Betriebe – oder allein in Südtirol 5000 Bäuerinnen und Bauern. Der Internationale Tag der Milch lädt dazu ein, hinter die Kulissen der Milchwirtschaft zu schauen.

In den vergangenen 50 Jahren verdoppelte sich die weltweite Milchproduktion und auch für die Zukunft werden ihr jährliche Wachstumsraten von mehr als zwei Prozent vorhergesagt. In Südtirol tragen 5000 Bäuerinnen und Bauern zu diesem Wert bei. Mit 370 Millionen Kilo jährlich produzieren sie immerhin 0,05 Prozent der Weltproduktion und 3,4 Prozent der italienischen Milchmenge. 

Die Milch wird in Südtirol fast zu 100 Prozent in den zehn genossenschaftlich organisierten Milchhöfen verarbeitet. „Dies hat den Vorteil, dass die gesamte Wertschöpfung nach Abzug der Kosten dem Mitglied zu Gute kommt, der ja schlussendlich der Eigentümer der Genossenschaft ist“, sagt der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol Joachim Reinalter.
Zu den Milchhöfen gesellen sich noch etwa 70 Direktvermarkter, welche die Milch direkt am Hof verarbeiten und verkaufen. Die Genossenschaften erwirtschafteten im Jahr 2012 einen Umsatz von 430 Millionen Euro und haben 189 Millionen Euro an Milchgeld ausbezahlt. 900 Personen finden in den Milchhöfen Arbeit.
Ein besonderes Merkmal der Südtiroler Milchwirtschaft ist der hohe Stellenwert, der seit jeher auf die Qualität der Produkte gelegt wird. Grundpfeiler dafür sind eine gentechnikfreie Milchproduktion und ein dichtes Kontrollnetz bei der Produktion.
Neben der Ernährungssicherheit garantiert die Milchwirtschaft auch den Erhalt einer gepflegten Kulturlandschaft. Diese ist die Grundlage für einen erfolgreichen Tourismus und für die Lebensqualität im Land. Denn, wie Obmann Joachim Reinalter überzeugt ist: Nur eine aktive und lebendige Landwirtschaft ist attraktiv.

 

24. April 2013
Vollversammlung 2013

Auch Milchwirtschaft bekommt Krise zu spüren

Sinkende Einkommen trotz stabilem Auszahlungspreis – Anzahl an Milchlieferanten weiter rückläufig

Ein schwieriges Jahr, das aber zumindest in einigen Bereichen Grund zur Zufriedenheit gibt: Dieses Bild zeichnete die Südtiroler Milchwirtschaft bei der Vollversammlung des Sennereiverbandes Südtirol für das abgelaufende Milchjahr. Sowohl die Milchanlieferung mit 372 Millionen Kilogramm als auch der Auszahlungspreis mit 50,95 Cent/kg sind gegenüber dem Vorjahr stabil. Der Umsatz konnte um 3,3% auf 430 Millionen Euro gesteigert werden und der Sektor beschäftigt 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rückläufig bleibt hingegen die Anzahl der Milchlieferanten. Nur mehr 5136 Bäuerinnen und Bauern widmen sich der Milchproduktion.

Die Südtiroler Milchwirtschaft bewegt sich in einem schwierigen Marktumfeld. Die Wirtschaftskrise ist überall zu spüren, der Konsum rückläufig und eingekauft wird dann, wenn es Angebote gibt. Gleichzeitig gab es in der Milchverarbeitung hohe Kostensteigerungen, die das Auszahlungsergebnis belasten. „Umso erfreulicher ist, dass bei diesem schwierigen Umfeld der Milchauszahlungspreis gehalten werden konnte“, unterstreicht der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol Joachim Reinalter.

Trotzdem hat sich die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert, da die Kosten für viele Vorleistungen wie Futter und Energie stark gestiegen sind. „Im Berggebiet sind die Produktionskosten grundsätzlich höher als in Gunstlagen. Der am Markt realisierbare Preis kann die Kostensteigerungen derzeit leider nicht auffangen“, bedauert Reinalter.

In Folge sind immer weniger Bäuerinnen und Bauern bereit, sich bei einem vergleichsweise geringen Einkommen der aufwändigen und arbeitsintensiven Milchproduktion zu widmen.. So haben im vergangenen Jahr wieder über 100 Landwirte die Milchlieferung eingestellt. „Die Milchproduktion auf den Höfen muss sich langfristig lohnen“, unterstreicht Reinalter. Denn die Milchhöfe bräuchten den hochwertigen Rohstoff aus Südtirol, um sich weiterentwickeln zu können.

Um die Höfe in ihrer Zukunftsentwicklung zu unterstützen, hat sich der Sennereiverband Südtirol von Beginn an für eine bereichsumfassende Beratung in der Berglandwirtschaft eingesetzt. Der Sennereiverband Südtirol bietet seit 1976 eine eigene Fachberatung für die Milchproduktion an, wird sich aber stark im Beratungsring Berglandwirtschaft einbringen. „Für uns ist es wichtig, Lösungen zu finden, die den Milchbauern ein entsprechendes Auskommen bieten“, stellt Reinalter fest.

Produkte behaupten sich am Markt

Die einzelnen Produktsparten haben sich positiv entwickelt. Mengenmäßig am erfolgreichsten war die Joghurtproduktion mit einer Steigerung von knapp 8% auf 114,7 Millionen Kilogramm. Für Reinalter ist dies umso erfreulicher, als der Joghurtmarkt italienweit mengenmäßig um 0,7% gesunken ist. Ähnlich erfolgreich am Markt sind die verschiedenen Käsesorten, die sich auch im Ausland steigender Beliebtheit erfreuen. Die Anlieferung von Biomilch stieg um knapp 7% auf 6,6 Millionen Kilogramm, was allerdings immer noch unter dem Marktpotential für Biomilchprodukte liegt. Eine interessante Nische ist die Ziegenmilch: 0,6 Millionen Kilogramm wurden zu Frischmilch, Käse und Joghurt verarbeitet.

Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, hat die Südtiroler Milchwirtschaft ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes 740.000 Rohmilchproben untersucht. Weiters wurden 16.000 Milchprodukte kontrolliert und dabei 73.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.

Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
365 Tage im Jahr Milch mit Spitzenqualität abzuliefern: Das erfordert täglich viel Fleiß und Einsatz. Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, die das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. Heuer waren dies 2123 Lieferanten.
Aus den besten Milchlieferanten werden nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste und die Besten der Milchhöfe ermittelt.

Der landesbeste Milchlieferant 2012 ist

Christian Gamper, Platztair, St. Martin am Kofel/Latsch

Am Hof leben Christian Gamper, seine Frau Monika und ihre 4 Kinder sowie die Mutter Anna. Der Hof hat 148 Erschwernispunkte, eine Hangneigung von durchschnittlich 76% und liegt auf 1400 m Meereshöhe. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er um 1600. Seit 1911 ist der Platztair im Besitz der Familie Gamper, Christian Gamper übernahm ihn 1992. Er und seine Familie führen die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Zudem betreiben sie am Hof einen Ausschank.
Milch wird am Hof seit 1985 geliefert. Anfangs wurde sie noch mit Pferd und Holzschlitten zur Seilbahn St. Martin am Kofel gebracht, die sie zur Talstation bringt, wo sie dann abgeholt wird.
„Für eine gute Milch ist es wichtig, eine gute Frau zu haben“, ist Christian Gamper überzeugt. Denn Stallarbeit ist am Platztair Frauenarbeit.
Der Hof verfügt über 6 Hektar Wiese, 2 Hektar Bergmahd und 4 Hektar Heimweiden. Die Wiesen sind zweischnittig. Im Stall stehen 7 Kühe. Zudem werden noch 15 Schafe gehalten.

Foto: Sennereiverband Südtirol: Direktorin Annemarie Kaser, Landesbeste Monika Gamper mit Tochter Kathrin, Landeshauptmann Luis Durnwalder, Obmann Joachim Reinalter

Pressemitteilung in pdf

 

10. November 2012
11. Internationale Käsiade in Tirol

Südtiroler Milchwirtschaft mehrfach ausgezeichnet
Medaillenregen für Südtiroler Käse und Butter

4 mal Gold, 10 mal Silber und 3 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 11. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Rund 360 verschiedene Käsesorten aus acht Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und Butter überzeugte die Fachjury.

4 mal Gold, 10 mal Silber und 3 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 11. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Rund 360 verschiedene Käsesorten aus acht Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und Butter überzeugte die Fachjury.

Die internationale Käsiade ist ein Wettbewerb von Spezialisten aus dem In- und Ausland und wird alle zwei Jahre vom Verband der Käserei- und Molkereifachleute veranstaltet. Die Beurteilung erfolgt durch eine international besetzte Fachjury, die besonderen Wert auf Geschmack und Geschmeidigkeit der Produkte legt. Um auf den hohen ernährungsphysiologischen Wert eines weiteren Milchproduktes aufmerksam zu machen, wurde erstmals auch eine Prämierung für Butter durchgeführt.

Mit einem Rekord von 17 Medaillen konnten die Vertreter der Südtiroler Milchhöfe die Heimreise aus Tirol antreten. „Das wichtigste Kriterium in der Bewertung bei der Käsiade ist der Geschmack. Dieser ist auch der wichtigste Faktor bei der Kaufentscheidung der Konsumentinnen und Konsumenten. Die Ergebnisse der Käsiade widerspiegeln den Erfolg des Südtiroler Käses am Markt“, freut sich Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol. „Die streng kontrollierte Milch der Südtiroler Familienbetriebe und die gentechnikfreie Produktion sind die Grundlage für die Qualität. Für ein Spitzenprodukt braucht es Können, Leidenschaft und Sorgfalt“, unterstreicht Kaser.

Mit Gold ausgezeichnet wurden der Milchhof Brixen für Brimi Ovoline (200 g Becher) sowie Brimi Mozzarella laktosefreie Kugel (in Kürze am Markt erhältlich), die Sennerei Burgeis für den Almkönig sowie die Algunder Ziegenbutter der Sennerei Algund. Silber ging an die Mila für den Mascarpone und den Weinkäse Lagrein, an die Sennerei Algund für den Algunder Graukäse und die Algunder Butter, an den Milchhof Brixen für die Brimi Ricotta (250 g), die Brimi Mozzarella (125 g Beutel) sowie die Brimi Bio Butter 175 g, an die Sennerei Burgeis für den Stilfser g.U., den Vinschger Bergbauernkäse und den Burgeiser Classic. Bronze erhielten die Mila für den Alta Badia und die Sennerei Burgeis für den Gran Zebru sowie den Burgeiser Premium.

Die Wertschöpfung aus der Veredelung der Milch zu Käse ist für die Südtiroler Milchwirtschaft von großer wirtschaftlicher Bedeutung. In Südtirol werden knapp 7 Millionen kg Schnittkäse und 13 Millionen kg Mozzarella hergestellt. Dazu kommen noch 7 Millionen kg Frischkäse wie Mascarpone und Ricotta. In Südtirol gibt es ca. 90 verschiedene Käsesorten und die Käsiade hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass die Südtiroler Milchwirtschaft den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.
Weiters werden knapp drei Millionen kg Butter hergestellt, davon sind etwa 1500 kg Ziegenmilchbutter. Die Verarbeitung frischer Sahne garantiert die hohe Qualität und die geschmackliche Güte.

Pressemitteilung

 

25. August 2012
Südtiroler Milchfest

Milchfest Nummer vier wird im heurigen Sommer als beliebtes Wochenendprogramm über die Bühne gehen: Bei diesem gemeinsamen Auftritt der Südtiroler Milchwirtschaft gibt es wieder viel zu sehen, zu lernen, zu verkosten und zu erleben. Den Besucherinnen und Besuchern werden die Besonderheiten der Südtiroler Milch näher gebracht und die verschiedenen Milchprodukte vorgestellt.

Bei der 4. Ausgabe des Südtiroler Milchfestes auf der Fane Alm in Vals-Mühlbach steht die Südtiroler Milch im Mittelpunkt. Das Südtiroler Milchfest bietet einen Rundum-Einblick in die Welt der Milch und zeigt, wie die Milch entsteht und was man alles aus ihr machen kann. Heute um 13 Uhr fand die offizielle Eröffnung des Festes statt. Der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, Joachim Reinalter, begrüßte die vielen Ehrengäste und gab einen kurzen Einblick in die Südtiroler Milchwirtschaft. „Das Milchfest ist eine gute Gelegenheit aufzuzeigen, welche Bedeutung die Milchwirtschaft über die Nahrungsmittelproduktion hinaus für das ganze Land hat. Nicht zu vergessen sei dabei ihr Beitrag zur Landschaftspflege und der Erhalt der traditionellen Südtiroler Kulturlandschaft, die wiederum eine wichtige Grundlage für den Tourismus darstellt. Wer Milch erzeugt, sichert deshalb nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern auch eine intakte Landschaft und eine gesunde Wirtschaft im ländlichen Raum“.

Pressemitteilung Südtiroler Milchfest

 

01. Juni 2012
Internationaler Tag der Milch

Milch schafft Mehrwert

Sie ist wichtiger Baustein einer gesunden Ernährung, Wirtschaftsmotor sowie Basis für den Erhalt einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft: Am Internationalen Tag der Milch dreht sich alles um ein Grundnahrungsmittel, in dem weit mehr steckt als es die Packung am Frühstückstisch erahnen lässt.

Milch und ihre vielseitigen Produkte steigern das Wohlbefinden und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Jung und Alt: Das ist die wichtigste Botschaft, die am heutigen 1. Juni mit zahlreichen Aktionen in mehr als 30 Ländern lanciert wird. Doch Milch ist mehr als nur ein gesundes Grundnahrungsmittel. Gerade in einem Berggebiet wie Südtirol ist die Milchwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsmotor sowie Existenzgrundlage für viele heimische Landwirtschaftsbetriebe, unterstreicht der Sennereiverband Südtirol. 5300 Südtiroler Familien leben derzeit von der Milchproduktion; 2011 wurden an die heimischen Bauern insgesamt 189 Millionen Euro an Milchgeld ausgezahlt, das wiederum zu einem großen Teil in Südtirols Wirtschaftskreislauf fließt. Allein die Milchverarbeitung in den Südtiroler Milchhöfen schafft weitere 900 Arbeitsplätze und Einkommen. Doch auch vorgelagerte Sektoren wie die Futtermittelproduktion oder der Landmaschinenhandel hängen direkt vom Wirtschaftsfaktor Milch ab.

Der Tag der Milch ist deshalb eine gute Gelegenheit, sich vor Augen zu halten, welche Bedeutung die Milchwirtschaft über die Nahrungsmittelproduktion hinaus für das ganze Land hat, erklärt der Obmann des Sennereiverbandes Joachim Reinalter. Nicht zu vergessen sei dabei ihr Beitrag zur Landschaftspflege und den Erhalt der traditionellen Südtiroler Kulturlandschaft, die wiederum eine wichtige Grundlage für den Tourismus darstellt. „Wer Milch erzeugt, sichert deshalb nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern auch eine intakte Landschaft und eine gesunde Wirtschaft im ländlichen Raum“, so Reinalter.

 

26. April 2012
Vollversammlung Sennereiverband Südtirol

Zufriedenstellendes Jahr für Milchwirtschaft – Auszahlungspreis steigt um 6%

078 timm mg 1106 72Bei der Vollversammlung des Sennereiverbandes Südtirol präsentierte sich die Südtiroler Milchwirtschaft mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Der Umsatz konnte um 9% auf knapp 417 Mio. Euro gesteigert werden, ebenso der Auszahlungspreis um 6% auf 50,7 Cent/Kilogramm. Die Milchanlieferung hingegen ist um 2,2% auf 372 Mio. kg gesunken und über 100 Bauern haben die Milchproduktion aufgegeben. „Diese Entwicklung wird mittel- und langfristig vor allem in den Sommermonaten zu Problemen bei der Rohstoffversorgung der Milchhöfe führen“, so Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.

Südtirols Milchwirtschaft bewegte sich im vergangenen Milchjahr in einem schwieirigen Umfeld: Italiens Milchmarkt ist hart umkämpft und angesichts der wirtschaftlichen Lage sparen die Konsumenten vielfach bei den Ausgaben für Lebensmittel. Umso klarer ist laut Sennereiverbands-Obmann Joachim Reinalter die Botschaft der Produktions- und Umsatzzahlen: Südtiroler Milchprodukte sind bei den Kunden gefragt und die heimischen Milchhöfe sehr erfolgreich am Markt unterwegs. Dadurch war es auch möglich, trotz hohen Preisdrucks einen zufriedenstellenden Milchpreis zu erwirtschaften. Doch „aufgrund der stark gestiegenen Produktionskosten wird nicht mehr Geld in der Tasche des Bauern bleiben“, bedauert der Obmann.

Die einzelnen Milchprodukte verzeichneten fast ausschließlich Zuwächse. Die Joghurtsparte hat sich wieder sehr positiv entwickelt und ist um 6% auf 106 Millionen. Kilogramm angestiegen. Besonders erfolgreich war der Bereich Frischkäse mit einer Produktion von 6,7 Millionen. Kilogramm Mascarpone und Ricotta, was einer Steigerung von 24% entspricht. Auch beim Käse gab es ein Mengenwachstum von 4,5%. Sorgenkind ist die Frischmilch, wo wiederum ein leichter Rückgang von 1,2% verzeichnet wurde.

Durchwegs zweistellige Zuwachsraten weist dagegen die Bioschiene auf. Das vergleichweise kleine Segment hätte ein klares Wachstumspotential, aber es fehlt der Rohstoff. „Wir versuchen daher Bauern zu motivieren, auf die biologische Produktionsweise umzustellen“, so Obmann Reinalter.
Eine wichtige Nische ist auch die Ziegenmilch, die das Angebot der Milchwirtschaft abrundet. Eine halbe Million Kilogramm Ziegenmilch wurde zu Frischmilch, Käse und Joghurt verarbeitet.

Der Großteil der Südtiroler Milch wird genossenschaftlich verarbeitet. Die Bedeutung der Genossenschaften kommt in den Zahlen zum Ausdruck: 5300 Bauernhöfe erwirtschaften ihr Einkommen durch die Milchproduktion und 897 Menschen arbeiten in den Südtiroler Milchhöfen. Doch die Tendenz in der Produktion ist rückläufig; allein im vergangenen Milchjahr hängten mehr als 100 Bauern ihr Melkzeug an den Nagel. Der hohe Arbeitseinsatz bei vergleichsweise geringem Einkommen, die Begrenzung der Tierzahl pro Hektar, die Schwierigkeit, Milchschwirtschaft im Nebenerwerb zu betreiben: All das sind laut Obmann Reinalter vor allem für die nun nachfolgende Generation Gründe, der Milchwirtschaft den Rücken zu kehren. Eine Entwicklung, die nicht nur Auswirkungen auf das Landschaftsbild haben wird, sondern zumindest langfristig die Rohstoffversorgung der heimischen Milchhöfe gefährdet, zeigte sich Reinalter besorgt. Bereits heute komme es in den Sommermonaten, in denen der Konsum von Milchprodukten am höchsten ist, immer wieder zu Engpässen.

Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, hat die Südtiroler Milchwirtschaft ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes 780.000 Rohmilchproben untersucht. Weiters wurden 16.000 Milchprodukte kontrolliert und dabei 70.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.

Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
Erwin Niedermair, Tabernakelgut, Sonnenberg 21, Schlanders wurde als landesbester Milchlieferant ausgezeichnet.
Die Familie bewirtschaftet den Hof mit 3 ha im Nebenerwerb. Die Milchwirtschaft ist in den Händen von Frau Erika. Landwirtschaft in dieser extremen Lage geht nicht ohne Leidenschaft „Es ist herrlich hier oben und es würde mir nie einfallen, die Tiere wegzugeben“, so die Bäuerin. Viel Freude habe sie mit der Auszeichnung, verrät sie. Geheimrezept für den Erfolg gebe es aber keines „Fleißig muss man sein, sauber arbeiten und viel Glück haben“, das sind laut Erika die Grundvoraussetzungen.

365 Tage im Jahr Milch mit Spitzenqualität abzuliefern, erfordert täglich viel Fleiß und Einsatz. Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, welche das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. Heuer waren dies 2143 Lieferanten, 5,5% mehr als im Vorjahr.
Aus den besten Milchlieferanten werden nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste und die Besten der Milchhöfe ermittelt.

Foto: Ehrung der landesbesten Milchlieferantin: (vorne v.l.) Bäuerin Erika Niedermair mit Söhnen Werner und Stefan sowie Schwiegermutter Stefania, (hinten v.l.) LH Luis Durnwalder, LR Hans Berger, Sennereiverband-Direktorin Annemarie Kaser und Obmann Joachim Reinalter