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Aktuelles - Südtiroler Milch - Sennereiverband

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01. September 2014
5. Südtiroler Milchfest

Ein Wochenende im Zeichen der Milch
Vergangenes Wochenende rief die Südtiroler Milch zum Fest auf die Fane Alm in Vals-Mühlbach und Tausende folgten ihrem Ruf. Trotz des für heuer typischen unbeständigen Wetters wurde das Fest ein voller Erfolg. Die Besucherinnen und Besucher konnten einen Blick hinter die Kulissen der Milchwirtschaft werfen.

Im Mittelpunkt des Festes standen die Milchbäuerinnen und –bauern. Sie sind es, die der Südtiroler Milch ihr Gesicht geben und dafür sorgen, dass täglich der Rohstoff Milch für die verschiedenen Milchprodukte zur Verfügung steht.

078 timm mg 1106 72Auch wenn Genuss und Spaß im Vordergrund standen, zeigte das Fest auf, was alles hinter der Südtiroler Milch steckt. Der Obmann des Sennereiverbandes Joachim Reinalter wies auf die Bedeutung der Milchwirtschaft für das Land hin. „Knapp 5000 Milchlieferanten liefern derzeit ihre Milch an die Südtiroler Milchhöfe, welche 900 Mitarbeiter beschäftigen. Nebenbei pflegen sie die Kulturlandschaft. Wer Südtiroler Milchprodukte konsumiert, unterstützt daher eine gesunde Wirtschaft im ländlichen Raum“, so Reinalter.

Landesrat Schuler unterstrich seine Freude darüber, dass dem Kulturgut Milch ein eigenes Fest gewidmet wird. „Das Südtiroler Milchfest bietet eine wunderbare Gelegenheit das Thema Milch und deren Bedeutung für unser Land im Rahmen einer traumhaften Kulisse von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Milch verkörpert nicht nur ein alltägliches Lebensmittel. Milch bedeutet viel mehr für Südtirol und steht vor allem für die bäuerliche Kultur, die wir und auch unsere Gäste so sehr schätzen. Was wäre Südtirol ohne unsere Bergbäuerinnen und Bergbauern, ohne unsere Bauernhöfe, Bergwiesen oder Almen?“ fragte der Landesrat.

Die Berglandwirtschaft hat in Südtirol einen hohen Stellenwert. Sie ist vielfältig und wandlungsfähig.
„Mit dem Milchfest präsentiert sich die Südtiroler Milchwirtschaft ‚zum Angreifen‘ und stärkt damit zusätzlich das Vertrauen der Verbraucher in die heimischen Milchprodukte, die fast zu 100% genossenschaftlich hergestellt und vermarktet werden“, ist Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol überzeugt. Von Beginn an wird das Milchfest von der Südtiroler Raiffeisenorganisation unterstützt.

Die Wichtigkeit des Festes für den Tourismus und die Ferienregion unterstrichen vor allem die Vizebürgermeisterin der Gemeinde Mühlbach Katrin Oberleitner sowie der Präsident des Tourismusvereins Gitschberg Jochtal Franz Stolz.

Die Festbesucher konnten erleben, wie aus Milch die verschiedenen Produkte wie Butter, Käse und Mozzarella hergestellt werden. Viele Spiele und Märchen gab es für die Kleinen. Kampfgeist und Geselligkeit paarten sich bei der Milcholympiade. Die Besucher maßen sich an einem Stationenlauf mit spannenden Aufgaben aus dem Alltagsleben der Milchbäuerinnen und Milchbauern. Viel begangen wurde auch der Milchsteig, der auf die Fane Alm führt, und mit neuen interaktiven Stationen noch attraktiver gestaltet wurde.

Im Rahmen der Feldmesse wurde für die Gaben der Erde gedankt und Pfarrer Florian Kerschbaumer rief ins Bewusstsein der Festbesucher, dass diese nicht selbstverständlich seien.

Südtiroler Musik- und Tanzgruppen umrahmten das Fest musikalisch. Die Besucher wurden mit Südtiroler Spezialitäten, Milchmixgetränken und Joghurtkreationen verwöhnt. Und in zwei Jahren wird auf der Fane Alm in Vals Ende August wieder die Milch den Ton angeben.

 

02. Juli 2014
Milchradtour

Viagginbici.com italienische online Redaktion stellt Artikel und Reportagen über Radtouren für Radliebhaber aufs Netz

12. Juni 2014
Milchjahr im „Südtiroler Gasthaus“

Bozen – In der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ dreht sich von Juni 2014 bis Juni 2015 alles um die Südtiroler Milch. Auf den Speisekarten der Mitgliedsbetriebe werden Gerichte mit Milch und Milchprodukten ein Jahr lang im Vordergrund stehen. Hierfür ging die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ kürzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Sennereiverband Südtirol ein.

kooperationsuedtirolergasthausAuf den Speisekarten der Mitgliedsbetriebe werden Gerichte mit Milch und Milchprodukten ein Jahr lang im Vordergrund stehen. Hierfür ging die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ kürzlich einen Kooperationsvertrag mit dem Sennereiverband Südtirol ein.


Die Mitgliedsbetriebe der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ legen großen Wert auf typische Südtiroler Gerichte und die Verwendung von heimischen Produkten und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Der Sennereiverband Südtirol sichert mit einem dichten Netz an Kontrollen auf dem gesamten Produktionsweg die Südtiroler Milchqualität. Damit treffen zwei Bewahrer von typischen Südtiroler Produkten aufeinander, die diese Synergien zukünftig verstärkt nutzen möchten. In diesem Sinne wurde kürzlich ein Kooperationsvertrag zwischen Florian Patauner, Vorsitzender der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“, Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, und Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes unterzeichnet. „Die Südtiroler Milchwirtschaft bietet hochwertige und gentechnikfreie Milch und Milchprodukte. Ein Schulterschluss mit den Südtiroler Gasthäusern, die für die regionale Küche stehen, ist daher naheliegend. Wenn die vor Ort produzierten Produkte eingesetzt werden, ist das für die Produzenten die größte Anerkennung“, ist Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, überzeugt.

Von Juli 2014 bis Juni 2015 wird in jedem Mitgliedsbetrieb der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ ein abwechselndes Milchgericht auf der Karte stehen. Außerdem wird auch die Käseauswahl verstärkt von Südtiroler Milchhöfen stammen. Während der anstehenden Aktionswoche „Sommerfrische“ im Frühsommer und „Erntedank“ im Herbst, werden Südtiroler Milch sowie Südtiroler Milchprodukte einen besonderen Stellenwert einnehmen. Die Gastwirte und Gastwirtinnen der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ werden mit viel Kreativität, Milch und Milchprodukte zu besonderen Gerichten verfeinern. So wird es etwa Graukasgnocchi mit geriebenem Schüttelbrot über Kräutertopfenpralinen, Ricotta-Zitronennocken und Joghurtmousse-Törtchen mit Holunder geben.
Bildtext: Von links: Florian Patauner, Vorsitzender der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“, Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, und Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes.

Bozen, 05.06.2014


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01. Juni 2014
Tag der Milch:

Startschuss für Gemeinschaftsaktion zwischen Milchwirtschaft und Südtiroler Bauernbund

Die bäuerlichen Familienbetriebe und die Anliegen der Berglandwirtschaft in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken: Das ist das Anliegen einer Gemeinschaftsaktion zwischen Milchwirtschaft und Südtiroler Bauernbund. Der Startschuss dafür fällt am 01. Juni.

Rund 5000 bäuerliche Familienbetriebe produzieren in Südtirol täglich etwa eine Million Liter Milch. Am diesjährigen Internationalen Tag der Milch wird mit dem Start eines Frischmilch-Gewinnspiels auf ihre Arbeit und ihren Beitrag zur Wirtschaftsleistung, Landschaftspflege und einer gesunden Ernährung aufmerksam gemacht. Die Gemeinschaftsaktion zwischen Südtirols Milchwirtschaft und der Marke Roter Hahn des Südtiroler Bauernbundes steht im Zeichen des Internationalen Jahrs der bäuerlichen Familienbetriebe und soll für die Anliegen der Berglandwirtschaft werben.

„Die Gesellschaft verliert immer mehr den Bezug zur Landwirtschaft und vergisst gerne, dass das Essen aus der Landwirtschaft kommt. Man meint, ohne die Landwirtschaft leben zu können, aber den wahren Wert erkennt man meist erst dann, wenn man ihn bereits verloren hat“, sagt Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.

Bäuerliche Familienbetriebe stehen für lokale Kreisläufe, sie investieren ihre Einnahmen vor Ort und sorgen für Lebensqualität und sichere Arbeitsplätze. Sie arbeiten nachhaltig, haben keine kurzfristigen Dividenden im Blick, sondern den Fortbestand über Generationen. Der Griff zu einem Südtiroler Produkt ist die wertvollste Anerkennung für die tägliche Arbeit. Denn „wie Südtirol in Zukunft aussehen wird, entscheidet jeder auch mit dem, was er in seinen Einkaufskorb legt“, ist Reinalter überzeugt.

Über 95% der Betriebe in Südtirol sind familiengeführte Betriebe. „Es muss verstärkt Augenmerk darauf gelegt werden, was diese Betriebe für das Land leisten, und die Leistungen auch honoriert werden“, unterstreicht Leo Tiefenthaler der Obmann des Südtiroler Bauernbundes.

Foto: Südtiroler Bauernbund: Siegfried Rinner, Direktor Bauernbund, Annemarie Kaser, Direktorin Sennereiverband, Joachim Reinalter, Obmann Sennereiverband, Leo Tiefenthaler, Obmann Südtiroler Bauernbund

 

26. Mai 2014
Südtiroler Milch, oder?

Kampagne zur Sensibilisierung für heimische Milchprodukte

Südtiroler/innen und Feriengäste essen und trinken immer bewusster. Wenn sie in einem Gasthaus, Restaurant, Hotel, einer Eisdiele oder Cafè einen Macchiato, ein Käseomelette oder ein Eis bestellen, dann erwarten sie sich, dass Südtiroler Milchprodukte drin sind. Ist das auch so? Die soeben gestartete Sensibilisierungskampagne des Sennereiverbandes trägt diesem Qualitätsdenken und regionalen Verantwortungsgefühl gezielt Rechnung und appelliert an die Gastwirte und Gäste gleichermaßen, bevorzugt Südtiroler Produkte zu verwenden bzw. zu bestellen. Denn das bekommt nicht nur der eigenen Gesundheit um Welten besser, sondern auch unseren Bauern, der heimischen Wirtschaft und der Umwelt, oder?

 

15. Mai 2014
Tage der Nachhaltigkeit „think more about“

“Die Kunst des Wandels”
Die Tage der Nachhaltigkeit „think more about“ finden vom 15. bis 17. Mai in Brixen zum vierten Mal statt. Veranstalter des Kongresses sind Terra Institute, das Bildungshaus Kloster Neustift in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und mit verschiedenen Organisationen, Partnern und Förderern. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Thema der Veränderung.
Mehr unter: http://www.thinkmoreabout.com/de/

Klimawandel, Co2-Anstieg, (Jugend-)Arbeitslosigkeit, Unternehmensschließungen, Unzufriedenheit und Unsicherheit, Umweltveränderungen, soziale Ungerechtigkeiten: vieles ist im Umbruch, vieles in Veränderung. Diese Dynamik möchten Terra Institute und das Bildungshaus Kloster Neustift in den diesjährigen Tagen der Nachhaltigkeit „think more about“ aufgreifen und unter dem Motto „Die Kunst des Wandels“ diskutieren. „Wir möchten zeigen, wie der Wandel proaktiv gestaltet werden kann und mögliche Lösungswege aufzeigen“, so Günther Reifer vom Terra Institute und Andreas Wild vom Bildungshaus Kloster Neustift. „Hierfür haben wir sowohl Experten als auch Best Practices aus der ganzen Welt, als auch Südtiroler Pioniere eingeladen, welche diesen Wandel schon aktiv gestalten.“


Am Donnerstag Abend, im Brixner Forum, steht nach einer Einführung ins Thema ein Impuls von Harald Welzer auf dem Programm; der Professor wird einige Thesen seines Buches „Das Ende der Welt wie wir sie kannten“ erläutern und seine Sicht des Wandels darstellen. Silke Helfrich, Expertin im Bereich der Gemeingüter, wird eine weitere Betrachtungsweise moderner Wirtschaftslogiken darstellen, ehe uns via Live-Schaltung nach Brüssel Herr Janez Potocnick, EU Kommissar für Umwelt, die Tendenzen und Maßnahmen Europas darstellt. Im Anschluss zeigt dem Publikum ein ehemaliger Vorstandsmitglied der Deutschen Bank ein Unternehmensmodell auf, wie Unternehmen im Jahr 2020 sich aufzustellen haben. Diese Inhalte werden in der Podiumsdiskussion mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Unternehmerverbandspräsident Stefan Pan, mit der Präsidentin der Südtiroler Marketinggesellschaft Uli Rubner und mit dem Vorzeigeunternehmer aus Arco, Giulio Bonazzi, ausführlich diskutiert. Hierbei hat auch das Publikum Möglichkeiten sich entsprechend einzubringen.

Am Freitag, im Bildungshaus Kloster Neustift, werden die Inhalte noch weiter vertieft und auf deren Anwendung in unterschiedlichen Bereichen hin geprüft. In speziellen Dialogrunden mit Experten und dem Publikum werden die Bereiche Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Tourismus, Industrie, Lebensstile, regionale Kreisläufe und Neues Lernen durchgearbeitet. Der konkrete Südtirolbezug und die starke Umsetzungsorientierung liegt den Organisatoren dabei heuer ganz besonders am Herzen. Am Samstag, in Neustift, gibt es wie jedes Jahr neun Parallele Vertiefungsseminare.
Anmeldung direkt unter www.thinkmoreabout.com, Tel. 0472 835588.

Am Donnerstag abend ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht verpflichtend, aber erwünscht.
Für den Wirtschaftskongress und die Seminare am Freitag und Samstag ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich (Preise: 50€ für Studenten, 100€ für Privatpersonen, 150€ für Unternehmen).
Bei Anmeldung innerhalb 15. April erhalten Sie als Frühbucherrabatt eine Einladung zum Vernetzungsabendessen am 16. Mai in Neustift (bildungshaus@kloster-neustift.it).

 

28. April 2014
Milchwirtschaft: 1000 Milchbauern weniger in zehn Jahren

Auszahlungspreis leicht zulegt – Erneut lassen 100 Milchbauern die Produktion auf

Trotz massiver Wirtschaftkrise in Italien entwickelte sich der Milchmarkt im abgelaufenen Jahr positiv. Diese Bilanz zog der Sennereiverband Südtirol bei seiner Vollversammlung für das abgelaufene Jahr. Die Milchanlieferung war mit 370,5 Mio. kg zwar leicht rückläufig, der Auszahlungspreis konnte dagegen um 2,5% auf 52,23 gesteigert werden. Stark geholfen hat dabei das weltweit knappe Angebot an Rohmilch, das den Preis für Spotmilch auf den Märkten für einen langen Zeitraum hoch hielt. Der Umsatz der Südtiroler Milchwirtschaft stieg um 3,4% auf 445 Mio. Euro und der Sektor bietet 883 sichere Arbeitsplätze. 



Kontinuierlicher Rückgang an Milchlieferanten
Besorgniserregend ist hingegen die Entwicklung der Milchlieferanten. Wiederum haben über 100 von ihnen die Produktion aufgegeben. Knapp 5000 Bäuerinnen und Bauern widmen sich noch der Milchproduktion, vor 10 Jahren waren es noch knapp 6000.
„Die milchproduzierenden Betriebe müssen sich zwei Entwicklungen stellen: zum einen real sinkenden Erlösen und zum anderen steigenden Produktionskosten. Die Wertschöpfung sinkt daher stetig und immer mehr Bauern ziehen daraus ihre Konsequenz“, so die Einschätzung von Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.
Die Berglandwirtschaft bedarf daher eines besonderen Augenmerkes und Rahmenbedingungen, die ihre Zukunft absichern. „Man darf politisch nicht so tun, als ob die Bergbauern wichtig für die Gesellschaft wären und dann ihr Aufgeben einfach zur Kenntnis nehmen“, unterstreicht Reinalter.

Leicht gestiegener Milchpreis
Anhaltend schwierig ist auch die Situation am Markt. Der Handel befindet sich seit zwei Jahren in einer starken Krise. Das Einkaufsvermögen der Familien wird sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Der Handel arbeit stark mit Aktionen. Trotzdem konnte der durchschnittliche Milchpreis leicht gesteigert werden. Neben dem weltweit relativ hohen Niveau der Milchpreise hat dazu vor allem die Tatsache beigetragen, dass „Südtiroler Produkte aufgrund ihrer Qualität am Markt beliebt sind und die Genossenschaften eine gute Arbeit geleistet haben“, freut sich Reinalter.



Produkte behaupten sich am Markt
Die meisten Produktsparten haben sich positiv entwickelt. Mengenmäßig am erfolgreichsten war die Joghurtproduktion mit einer Steigerung von 4,3% auf knapp 120 Millionen Kilogramm. Für Reinalter ist dies umso erfreulicher, als der Joghurtmarkt italienweit mengenmäßig um 4,2% gesunken ist. Erfolgreich am Markt behaupten sich auch die verschiedenen Käsesorten. Besonders die Frischkäselinie mit Mascarpone und Ricotta zeichnet sich mit einer Mengensteigerung von knapp 5% aus. Die Anlieferung von Biomilch stieg um knapp 4% auf 6,9 Millionen Kilogramm, was allerdings immer noch unter dem Marktpotential für Biomilchprodukte liegt. Eine interessante Nische ist die Ziegenmilch: 0,6 Millionen Kilogramm wurden zu Frischmilch, Käse, Joghurt und Butter verarbeitet.

Absicherung der Genossenschaften mit Rohstoff
Aufgrund der historischen Entwicklung gab es ein Ungleichgewicht bei einzelnen Milchhöfen zwischen Milchanlieferung und Milchverarbeitung. Nach intensiven Kooperationsgesprächen wurde beschlossen, das Milch-Ungleichgewicht über eine „Verschiebung“ von homogenen Milchsammelgebieten auszugleichen. Die Gebiete Ritten und Kastelruth wechselten mit dem 01.01.2014 zum Milchhof Brixen, während Vöran und Mölten einen Wechsel zum Milchhof Meran machten. Der Milchhof Sterzing hingegen hat Verhandlungen mit Nordtirol aufgenommen und seit dem 01.04.2014 wird über die neugegründete Milchgenossenschaft Wipptal-Stubai eGen Milch aus Nordtirol in Sterzing verarbeitet.

Kontrollen bieten Sicherheit
Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, hat die Südtiroler Milchwirtschaft ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Die gesamte Produktionskette von der Fütterung bis zur Verarbeitung arbeitet ohne Gentechnik. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes 690.000 Rohmilchproben untersucht. Weiters wurden 17.600 Milchprodukte kontrolliert und dabei 70.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.

Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
Am Bauernhof wird durch das perfekte Zusammenspiel von Tier und Mensch die Grundlage für die hohe Qualität der Südtiroler Milch gelegt. Milchproduzenten sind 365 Tage im Jahr gefordert, denn für beste Qualität braucht es täglichen Einsatz und Fleiß.
Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, die das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. 2013 waren dies 2268 Lieferanten.

Aus allen Milchlieferanten wird nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste ermittelt.

Der landesbeste Milchlieferant 2013 ist
David Hainz, Ehrenreicher, Pfalzen

Die Familie Hainz aus Pfalzen ist ein bäuerlicher Familienbetrieb mit Mut. Entgegen dem Trend des Auflassens der Milchproduktion hat sie im Jahr 2000 bewusst die Entscheidung zur Milchproduktion getroffen. Durch die Flurbereinigung war ein Neustart möglich und seit 2001 wird am Ehrenreicherhof wieder Milch gestellt. Der Hof wird von David Hainz, seiner Frau Christina und Sohn Fabian im Nebenerwerb geführt. Fabian ist Heizwart im Energiewerk Pfalzen, Sohn Benjamin ist Krankenpfleger.
David Hainz hat bis vor seiner Pensionierung viele Jahre im Milchhof Bruneck gearbeitet. Sohn Fabian wurde die Freude für die Tiere bereits in die Wiege gelegt. Das Vieh war und ist seine Leidenschaft. Die Kälber der Bauern in der Umgebung waren sein „Spielzeug“.
Für eine gute Milch braucht es „die Liebe zum Tier, Fleiß und eine Portion Glück“, so Christina Hainz, welche auch oft fürs Melken zuständig ist, besonders aber für die Hygiene.
Fabian Hainz fordert dazu auf, das Gute in der Landwirtschaft zu sehen, denn „hier kann man sein eigener Chef sein, die Arbeit ist abwechslungsreich und kreativ.“ Auch bei der Zuchtarbeit hat die Familie Hainz bereits einige Auszeichnungen mit nach Hause gebracht.
Der Hof verfügt über 2,5 ha Eigengrund und 4,5 ha sind gepachtet. Im Stall stehen 12 Melkkühe, zum Großteil Pinzgauer. Das Jungvieh wird in einem Partnerbetrieb aufgezogen.
Der Hof liegt auf 1030 m ü.d.M. und liefert jährlich ca. 75.000 kg Milch an die Bergmilch Südtirol.

 

 

24. Oktober 2013
Brimi Mozzarella-Kochbuch - Jetzt online erhältlich!

Mozzarella lässt sich in fast unendlich vielen Variationen genießen, im Sommer ebenso wie in den kalten Wintermonaten. Er sit ein nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Küche.
Mehr unter: http://www.brimi.it/de/tipps-fuer-sie/buchverkauf/

Das wissen auch unsere drei Spitzenköche - Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser, Helmut Bachmann - nur zu gut: Ihre 35 Rezepte verwöhnen Sie und Ihre Gäste mit dem einzigartigen Geschmack von Mozzarella. Lassen Sie sich von seinem herrlich zarten Geschmack verführen und entdecken Sie in diesem Kochbuch, was mit dieser köstlichen Zutat alles gezaubert werden kann. Wir wünschen Ihnen dabei viel Spaß und guten Appetit!

Erhältlich im Brimi Shop/Bar oder unter www.brimi.it

 

 

28. September 2013
Brimi - Ein Mozzarella-Fest für alle Sinne

Seit 35 Jahren produziert Brimi nun Mozzarella. Grund genug, dies im Rahmen eines Festes am Samstag 28. September gemeinsam mit über 1.000 Mitgliedern und zahlreichen Ehrengästen zu feiern.

Der Obmann Klaus Faller würdigte in seiner Ansprache seine Vorgänger Wolfgang Heiss, der die Idee für die Mozzarella-Produktion 1978 hatte und Franz Kaser, der diese einst waghalsige Idee erfolgreich umsetzte. Dass der Anfang nicht immer einfach war, und viele ungläubig auf Brimi schauten, berichteten Zeitzeugen, die maßgeblich für den Erfolg verantwortlich waren, auf amüsante Art und Weise.

„Heute produzieren wir 13.000 Tonnen Mozzarella und liefern diese neben dem Hauptmarkt Italien auch in über 20 Länder, somit stellt die Mozzarella-Produktion ca. 75 % Prozent unseres Umsatzes. Der anfangs schwierige Weg ist zum Erfolgsmodell geworden und gewährleistet, dass wir von Brimi unseren über 1.000 Mitgliedern jährlich einen überdurchschnittlichen Milchpreis ausbezahlen können und somit ein sicheres Einkommen für die Mitglieder garantieren und 155 Mitarbeitern einen interessanten Arbeitsplatz in einem hochmodernen schuldenfreien Betrieb“ führte der Geschäftsführer Willi Tauber aus. Er unterstrich in seiner Rede auch die Wichtigkeit der Südtiroler Milch, die dem Mozzarella einen besonderen Geschmack verleiht. Um der starken Nachfrage der letzten Jahre nach Brimi-Mozzarella aus Südtiroler Milch gerecht zu werden, ist man bei Brimi auch zufrieden, dass die Gebietsanpassung mit der Bergmilch zur beidseitigen Zufriedenheit gelöst wurde und so ab 1. Jänner 2014 die Gebiete Ritten und Kastelruth/Seis mit mehr als 250 Mitgliedern bei Brimi aufgenommen werden können. So ist die Genossenschaft auch trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen gut für die Zukunft aufgestellt.


Kernstück der Feier war die Präsentation des Mozzarella-Kochbuches, welches eigens für die Jubiläumsfeier von den Spitzenköchen Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser und Helmut Bachmann geschrieben wurde. Sie ließen sich vom einzigartigen Geschmack der Brimi-Mozzarella inspirieren und schufen 35 innovative und kreative Rezepte, die zum Nachkochen einladen. Einige davon, konnten die Festteilnehmer verkosten, besonders positiven Anklang fand neben den Mozzarella-Speckröllchen, das Mozzarella-Eis.

Zum Abschluss wurden auch noch die Gewinner des Brimi-Gewinnspieles prämiert.


Für weitere Informationen können Sie gerne den Geschäftsführer Herrn Willi Tauber unter folgender Nummer erreichen: 348 8710582

 

01. Juni 2013
Internationaler Tag der Milch 2013

Heute ist Tag der Milch – tragende Säule der Südtiroler Berglandwirtschaft
Jedes Jahr werden weltweit mehr als 700 Milliarden Liter Milch produziert. Möglich machen dies etwa 150 Millionen bäuerliche Betriebe – oder allein in Südtirol 5000 Bäuerinnen und Bauern. Der Internationale Tag der Milch lädt dazu ein, hinter die Kulissen der Milchwirtschaft zu schauen.

In den vergangenen 50 Jahren verdoppelte sich die weltweite Milchproduktion und auch für die Zukunft werden ihr jährliche Wachstumsraten von mehr als zwei Prozent vorhergesagt. In Südtirol tragen 5000 Bäuerinnen und Bauern zu diesem Wert bei. Mit 370 Millionen Kilo jährlich produzieren sie immerhin 0,05 Prozent der Weltproduktion und 3,4 Prozent der italienischen Milchmenge. 

Die Milch wird in Südtirol fast zu 100 Prozent in den zehn genossenschaftlich organisierten Milchhöfen verarbeitet. „Dies hat den Vorteil, dass die gesamte Wertschöpfung nach Abzug der Kosten dem Mitglied zu Gute kommt, der ja schlussendlich der Eigentümer der Genossenschaft ist“, sagt der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol Joachim Reinalter.
Zu den Milchhöfen gesellen sich noch etwa 70 Direktvermarkter, welche die Milch direkt am Hof verarbeiten und verkaufen. Die Genossenschaften erwirtschafteten im Jahr 2012 einen Umsatz von 430 Millionen Euro und haben 189 Millionen Euro an Milchgeld ausbezahlt. 900 Personen finden in den Milchhöfen Arbeit.
Ein besonderes Merkmal der Südtiroler Milchwirtschaft ist der hohe Stellenwert, der seit jeher auf die Qualität der Produkte gelegt wird. Grundpfeiler dafür sind eine gentechnikfreie Milchproduktion und ein dichtes Kontrollnetz bei der Produktion.
Neben der Ernährungssicherheit garantiert die Milchwirtschaft auch den Erhalt einer gepflegten Kulturlandschaft. Diese ist die Grundlage für einen erfolgreichen Tourismus und für die Lebensqualität im Land. Denn, wie Obmann Joachim Reinalter überzeugt ist: Nur eine aktive und lebendige Landwirtschaft ist attraktiv.

 

24. April 2013
Vollversammlung 2013

Auch Milchwirtschaft bekommt Krise zu spüren

Sinkende Einkommen trotz stabilem Auszahlungspreis – Anzahl an Milchlieferanten weiter rückläufig

Ein schwieriges Jahr, das aber zumindest in einigen Bereichen Grund zur Zufriedenheit gibt: Dieses Bild zeichnete die Südtiroler Milchwirtschaft bei der Vollversammlung des Sennereiverbandes Südtirol für das abgelaufende Milchjahr. Sowohl die Milchanlieferung mit 372 Millionen Kilogramm als auch der Auszahlungspreis mit 50,95 Cent/kg sind gegenüber dem Vorjahr stabil. Der Umsatz konnte um 3,3% auf 430 Millionen Euro gesteigert werden und der Sektor beschäftigt 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rückläufig bleibt hingegen die Anzahl der Milchlieferanten. Nur mehr 5136 Bäuerinnen und Bauern widmen sich der Milchproduktion.

Die Südtiroler Milchwirtschaft bewegt sich in einem schwierigen Marktumfeld. Die Wirtschaftskrise ist überall zu spüren, der Konsum rückläufig und eingekauft wird dann, wenn es Angebote gibt. Gleichzeitig gab es in der Milchverarbeitung hohe Kostensteigerungen, die das Auszahlungsergebnis belasten. „Umso erfreulicher ist, dass bei diesem schwierigen Umfeld der Milchauszahlungspreis gehalten werden konnte“, unterstreicht der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol Joachim Reinalter.

Trotzdem hat sich die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert, da die Kosten für viele Vorleistungen wie Futter und Energie stark gestiegen sind. „Im Berggebiet sind die Produktionskosten grundsätzlich höher als in Gunstlagen. Der am Markt realisierbare Preis kann die Kostensteigerungen derzeit leider nicht auffangen“, bedauert Reinalter.

In Folge sind immer weniger Bäuerinnen und Bauern bereit, sich bei einem vergleichsweise geringen Einkommen der aufwändigen und arbeitsintensiven Milchproduktion zu widmen.. So haben im vergangenen Jahr wieder über 100 Landwirte die Milchlieferung eingestellt. „Die Milchproduktion auf den Höfen muss sich langfristig lohnen“, unterstreicht Reinalter. Denn die Milchhöfe bräuchten den hochwertigen Rohstoff aus Südtirol, um sich weiterentwickeln zu können.

Um die Höfe in ihrer Zukunftsentwicklung zu unterstützen, hat sich der Sennereiverband Südtirol von Beginn an für eine bereichsumfassende Beratung in der Berglandwirtschaft eingesetzt. Der Sennereiverband Südtirol bietet seit 1976 eine eigene Fachberatung für die Milchproduktion an, wird sich aber stark im Beratungsring Berglandwirtschaft einbringen. „Für uns ist es wichtig, Lösungen zu finden, die den Milchbauern ein entsprechendes Auskommen bieten“, stellt Reinalter fest.

Produkte behaupten sich am Markt

Die einzelnen Produktsparten haben sich positiv entwickelt. Mengenmäßig am erfolgreichsten war die Joghurtproduktion mit einer Steigerung von knapp 8% auf 114,7 Millionen Kilogramm. Für Reinalter ist dies umso erfreulicher, als der Joghurtmarkt italienweit mengenmäßig um 0,7% gesunken ist. Ähnlich erfolgreich am Markt sind die verschiedenen Käsesorten, die sich auch im Ausland steigender Beliebtheit erfreuen. Die Anlieferung von Biomilch stieg um knapp 7% auf 6,6 Millionen Kilogramm, was allerdings immer noch unter dem Marktpotential für Biomilchprodukte liegt. Eine interessante Nische ist die Ziegenmilch: 0,6 Millionen Kilogramm wurden zu Frischmilch, Käse und Joghurt verarbeitet.

Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, hat die Südtiroler Milchwirtschaft ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes 740.000 Rohmilchproben untersucht. Weiters wurden 16.000 Milchprodukte kontrolliert und dabei 73.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.

Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
365 Tage im Jahr Milch mit Spitzenqualität abzuliefern: Das erfordert täglich viel Fleiß und Einsatz. Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, die das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. Heuer waren dies 2123 Lieferanten.
Aus den besten Milchlieferanten werden nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste und die Besten der Milchhöfe ermittelt.

Der landesbeste Milchlieferant 2012 ist

Christian Gamper, Platztair, St. Martin am Kofel/Latsch

Am Hof leben Christian Gamper, seine Frau Monika und ihre 4 Kinder sowie die Mutter Anna. Der Hof hat 148 Erschwernispunkte, eine Hangneigung von durchschnittlich 76% und liegt auf 1400 m Meereshöhe. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er um 1600. Seit 1911 ist der Platztair im Besitz der Familie Gamper, Christian Gamper übernahm ihn 1992. Er und seine Familie führen die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Zudem betreiben sie am Hof einen Ausschank.
Milch wird am Hof seit 1985 geliefert. Anfangs wurde sie noch mit Pferd und Holzschlitten zur Seilbahn St. Martin am Kofel gebracht, die sie zur Talstation bringt, wo sie dann abgeholt wird.
„Für eine gute Milch ist es wichtig, eine gute Frau zu haben“, ist Christian Gamper überzeugt. Denn Stallarbeit ist am Platztair Frauenarbeit.
Der Hof verfügt über 6 Hektar Wiese, 2 Hektar Bergmahd und 4 Hektar Heimweiden. Die Wiesen sind zweischnittig. Im Stall stehen 7 Kühe. Zudem werden noch 15 Schafe gehalten.

Foto: Sennereiverband Südtirol: Direktorin Annemarie Kaser, Landesbeste Monika Gamper mit Tochter Kathrin, Landeshauptmann Luis Durnwalder, Obmann Joachim Reinalter

Pressemitteilung in pdf

 

10. November 2012
11. Internationale Käsiade in Tirol

Südtiroler Milchwirtschaft mehrfach ausgezeichnet
Medaillenregen für Südtiroler Käse und Butter

4 mal Gold, 10 mal Silber und 3 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 11. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Rund 360 verschiedene Käsesorten aus acht Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und Butter überzeugte die Fachjury.

4 mal Gold, 10 mal Silber und 3 mal Bronze, so das hervorragende Ergebnis für die Südtiroler Milchwirtschaft bei der 11. Käsiade, welche vergangene Woche in Hopfgarten in Tirol stattgefunden hat. Rund 360 verschiedene Käsesorten aus acht Nationen stellten sich dem Wettbewerb und die Qualität der Südtiroler Käse und Butter überzeugte die Fachjury.

Die internationale Käsiade ist ein Wettbewerb von Spezialisten aus dem In- und Ausland und wird alle zwei Jahre vom Verband der Käserei- und Molkereifachleute veranstaltet. Die Beurteilung erfolgt durch eine international besetzte Fachjury, die besonderen Wert auf Geschmack und Geschmeidigkeit der Produkte legt. Um auf den hohen ernährungsphysiologischen Wert eines weiteren Milchproduktes aufmerksam zu machen, wurde erstmals auch eine Prämierung für Butter durchgeführt.

Mit einem Rekord von 17 Medaillen konnten die Vertreter der Südtiroler Milchhöfe die Heimreise aus Tirol antreten. „Das wichtigste Kriterium in der Bewertung bei der Käsiade ist der Geschmack. Dieser ist auch der wichtigste Faktor bei der Kaufentscheidung der Konsumentinnen und Konsumenten. Die Ergebnisse der Käsiade widerspiegeln den Erfolg des Südtiroler Käses am Markt“, freut sich Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol. „Die streng kontrollierte Milch der Südtiroler Familienbetriebe und die gentechnikfreie Produktion sind die Grundlage für die Qualität. Für ein Spitzenprodukt braucht es Können, Leidenschaft und Sorgfalt“, unterstreicht Kaser.

Mit Gold ausgezeichnet wurden der Milchhof Brixen für Brimi Ovoline (200 g Becher) sowie Brimi Mozzarella laktosefreie Kugel (in Kürze am Markt erhältlich), die Sennerei Burgeis für den Almkönig sowie die Algunder Ziegenbutter der Sennerei Algund. Silber ging an die Mila für den Mascarpone und den Weinkäse Lagrein, an die Sennerei Algund für den Algunder Graukäse und die Algunder Butter, an den Milchhof Brixen für die Brimi Ricotta (250 g), die Brimi Mozzarella (125 g Beutel) sowie die Brimi Bio Butter 175 g, an die Sennerei Burgeis für den Stilfser g.U., den Vinschger Bergbauernkäse und den Burgeiser Classic. Bronze erhielten die Mila für den Alta Badia und die Sennerei Burgeis für den Gran Zebru sowie den Burgeiser Premium.

Die Wertschöpfung aus der Veredelung der Milch zu Käse ist für die Südtiroler Milchwirtschaft von großer wirtschaftlicher Bedeutung. In Südtirol werden knapp 7 Millionen kg Schnittkäse und 13 Millionen kg Mozzarella hergestellt. Dazu kommen noch 7 Millionen kg Frischkäse wie Mascarpone und Ricotta. In Südtirol gibt es ca. 90 verschiedene Käsesorten und die Käsiade hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass die Südtiroler Milchwirtschaft den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.
Weiters werden knapp drei Millionen kg Butter hergestellt, davon sind etwa 1500 kg Ziegenmilchbutter. Die Verarbeitung frischer Sahne garantiert die hohe Qualität und die geschmackliche Güte.

Pressemitteilung

 

25. August 2012
Südtiroler Milchfest

Milchfest Nummer vier wird im heurigen Sommer als beliebtes Wochenendprogramm über die Bühne gehen: Bei diesem gemeinsamen Auftritt der Südtiroler Milchwirtschaft gibt es wieder viel zu sehen, zu lernen, zu verkosten und zu erleben. Den Besucherinnen und Besuchern werden die Besonderheiten der Südtiroler Milch näher gebracht und die verschiedenen Milchprodukte vorgestellt.

Bei der 4. Ausgabe des Südtiroler Milchfestes auf der Fane Alm in Vals-Mühlbach steht die Südtiroler Milch im Mittelpunkt. Das Südtiroler Milchfest bietet einen Rundum-Einblick in die Welt der Milch und zeigt, wie die Milch entsteht und was man alles aus ihr machen kann. Heute um 13 Uhr fand die offizielle Eröffnung des Festes statt. Der Obmann des Sennereiverbandes Südtirol, Joachim Reinalter, begrüßte die vielen Ehrengäste und gab einen kurzen Einblick in die Südtiroler Milchwirtschaft. „Das Milchfest ist eine gute Gelegenheit aufzuzeigen, welche Bedeutung die Milchwirtschaft über die Nahrungsmittelproduktion hinaus für das ganze Land hat. Nicht zu vergessen sei dabei ihr Beitrag zur Landschaftspflege und der Erhalt der traditionellen Südtiroler Kulturlandschaft, die wiederum eine wichtige Grundlage für den Tourismus darstellt. Wer Milch erzeugt, sichert deshalb nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern auch eine intakte Landschaft und eine gesunde Wirtschaft im ländlichen Raum“.

Pressemitteilung Südtiroler Milchfest

 

01. Juni 2012
Internationaler Tag der Milch

Milch schafft Mehrwert

Sie ist wichtiger Baustein einer gesunden Ernährung, Wirtschaftsmotor sowie Basis für den Erhalt einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft: Am Internationalen Tag der Milch dreht sich alles um ein Grundnahrungsmittel, in dem weit mehr steckt als es die Packung am Frühstückstisch erahnen lässt.

Milch und ihre vielseitigen Produkte steigern das Wohlbefinden und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Jung und Alt: Das ist die wichtigste Botschaft, die am heutigen 1. Juni mit zahlreichen Aktionen in mehr als 30 Ländern lanciert wird. Doch Milch ist mehr als nur ein gesundes Grundnahrungsmittel. Gerade in einem Berggebiet wie Südtirol ist die Milchwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsmotor sowie Existenzgrundlage für viele heimische Landwirtschaftsbetriebe, unterstreicht der Sennereiverband Südtirol. 5300 Südtiroler Familien leben derzeit von der Milchproduktion; 2011 wurden an die heimischen Bauern insgesamt 189 Millionen Euro an Milchgeld ausgezahlt, das wiederum zu einem großen Teil in Südtirols Wirtschaftskreislauf fließt. Allein die Milchverarbeitung in den Südtiroler Milchhöfen schafft weitere 900 Arbeitsplätze und Einkommen. Doch auch vorgelagerte Sektoren wie die Futtermittelproduktion oder der Landmaschinenhandel hängen direkt vom Wirtschaftsfaktor Milch ab.

Der Tag der Milch ist deshalb eine gute Gelegenheit, sich vor Augen zu halten, welche Bedeutung die Milchwirtschaft über die Nahrungsmittelproduktion hinaus für das ganze Land hat, erklärt der Obmann des Sennereiverbandes Joachim Reinalter. Nicht zu vergessen sei dabei ihr Beitrag zur Landschaftspflege und den Erhalt der traditionellen Südtiroler Kulturlandschaft, die wiederum eine wichtige Grundlage für den Tourismus darstellt. „Wer Milch erzeugt, sichert deshalb nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern auch eine intakte Landschaft und eine gesunde Wirtschaft im ländlichen Raum“, so Reinalter.

 

26. April 2012
Vollversammlung Sennereiverband Südtirol

Zufriedenstellendes Jahr für Milchwirtschaft – Auszahlungspreis steigt um 6%

078 timm mg 1106 72Bei der Vollversammlung des Sennereiverbandes Südtirol präsentierte sich die Südtiroler Milchwirtschaft mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Der Umsatz konnte um 9% auf knapp 417 Mio. Euro gesteigert werden, ebenso der Auszahlungspreis um 6% auf 50,7 Cent/Kilogramm. Die Milchanlieferung hingegen ist um 2,2% auf 372 Mio. kg gesunken und über 100 Bauern haben die Milchproduktion aufgegeben. „Diese Entwicklung wird mittel- und langfristig vor allem in den Sommermonaten zu Problemen bei der Rohstoffversorgung der Milchhöfe führen“, so Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes Südtirol.

Südtirols Milchwirtschaft bewegte sich im vergangenen Milchjahr in einem schwieirigen Umfeld: Italiens Milchmarkt ist hart umkämpft und angesichts der wirtschaftlichen Lage sparen die Konsumenten vielfach bei den Ausgaben für Lebensmittel. Umso klarer ist laut Sennereiverbands-Obmann Joachim Reinalter die Botschaft der Produktions- und Umsatzzahlen: Südtiroler Milchprodukte sind bei den Kunden gefragt und die heimischen Milchhöfe sehr erfolgreich am Markt unterwegs. Dadurch war es auch möglich, trotz hohen Preisdrucks einen zufriedenstellenden Milchpreis zu erwirtschaften. Doch „aufgrund der stark gestiegenen Produktionskosten wird nicht mehr Geld in der Tasche des Bauern bleiben“, bedauert der Obmann.

Die einzelnen Milchprodukte verzeichneten fast ausschließlich Zuwächse. Die Joghurtsparte hat sich wieder sehr positiv entwickelt und ist um 6% auf 106 Millionen. Kilogramm angestiegen. Besonders erfolgreich war der Bereich Frischkäse mit einer Produktion von 6,7 Millionen. Kilogramm Mascarpone und Ricotta, was einer Steigerung von 24% entspricht. Auch beim Käse gab es ein Mengenwachstum von 4,5%. Sorgenkind ist die Frischmilch, wo wiederum ein leichter Rückgang von 1,2% verzeichnet wurde.

Durchwegs zweistellige Zuwachsraten weist dagegen die Bioschiene auf. Das vergleichweise kleine Segment hätte ein klares Wachstumspotential, aber es fehlt der Rohstoff. „Wir versuchen daher Bauern zu motivieren, auf die biologische Produktionsweise umzustellen“, so Obmann Reinalter.
Eine wichtige Nische ist auch die Ziegenmilch, die das Angebot der Milchwirtschaft abrundet. Eine halbe Million Kilogramm Ziegenmilch wurde zu Frischmilch, Käse und Joghurt verarbeitet.

Der Großteil der Südtiroler Milch wird genossenschaftlich verarbeitet. Die Bedeutung der Genossenschaften kommt in den Zahlen zum Ausdruck: 5300 Bauernhöfe erwirtschaften ihr Einkommen durch die Milchproduktion und 897 Menschen arbeiten in den Südtiroler Milchhöfen. Doch die Tendenz in der Produktion ist rückläufig; allein im vergangenen Milchjahr hängten mehr als 100 Bauern ihr Melkzeug an den Nagel. Der hohe Arbeitseinsatz bei vergleichsweise geringem Einkommen, die Begrenzung der Tierzahl pro Hektar, die Schwierigkeit, Milchschwirtschaft im Nebenerwerb zu betreiben: All das sind laut Obmann Reinalter vor allem für die nun nachfolgende Generation Gründe, der Milchwirtschaft den Rücken zu kehren. Eine Entwicklung, die nicht nur Auswirkungen auf das Landschaftsbild haben wird, sondern zumindest langfristig die Rohstoffversorgung der heimischen Milchhöfe gefährdet, zeigte sich Reinalter besorgt. Bereits heute komme es in den Sommermonaten, in denen der Konsum von Milchprodukten am höchsten ist, immer wieder zu Engpässen.

Um sichere und gesunde Lebensmittel zu garantieren, hat die Südtiroler Milchwirtschaft ein dichtes Kontrollnetz aufgebaut. Neutrale Prüforganisation ist der Sennereiverband Südtirol. Er überwacht den gesamten Prozess der Milchproduktion, vom Bauernhof bis hin zum fertigen Milchprodukt, das in den Handel gelangt. Im abgelaufenen Milchjahr wurden im Labor des Sennereiverbandes 780.000 Rohmilchproben untersucht. Weiters wurden 16.000 Milchprodukte kontrolliert und dabei 70.000 Analysen durchgeführt. Eine weitere Aufgabe des Sennereiverbandes ist die Beratung der Milcherzeuger sowie der milchverarbeitenden Almen und Direktvermarkter.

Auszeichnung des landesbesten Milchlieferanten
Erwin Niedermair, Tabernakelgut, Sonnenberg 21, Schlanders wurde als landesbester Milchlieferant ausgezeichnet.
Die Familie bewirtschaftet den Hof mit 3 ha im Nebenerwerb. Die Milchwirtschaft ist in den Händen von Frau Erika. Landwirtschaft in dieser extremen Lage geht nicht ohne Leidenschaft „Es ist herrlich hier oben und es würde mir nie einfallen, die Tiere wegzugeben“, so die Bäuerin. Viel Freude habe sie mit der Auszeichnung, verrät sie. Geheimrezept für den Erfolg gebe es aber keines „Fleißig muss man sein, sauber arbeiten und viel Glück haben“, das sind laut Erika die Grundvoraussetzungen.

365 Tage im Jahr Milch mit Spitzenqualität abzuliefern, erfordert täglich viel Fleiß und Einsatz. Die Bemühungen der Bäuerinnen und Bauern werden durch die Auszeichnung sichtbar gemacht. Alle Milchlieferanten, welche das gesamte Jahr Milch mit Superklasse abgeliefert haben, erhalten eine Plakette. Heuer waren dies 2143 Lieferanten, 5,5% mehr als im Vorjahr.
Aus den besten Milchlieferanten werden nach einem ausgefeilten Punktesystem der Landesbeste und die Besten der Milchhöfe ermittelt.

Foto: Ehrung der landesbesten Milchlieferantin: (vorne v.l.) Bäuerin Erika Niedermair mit Söhnen Werner und Stefan sowie Schwiegermutter Stefania, (hinten v.l.) LH Luis Durnwalder, LR Hans Berger, Sennereiverband-Direktorin Annemarie Kaser und Obmann Joachim Reinalter